FCO-Berater Efe-Firat Aktas "Die Führungsspieler sind gefordert"

Bremen. Noch vor vier Wochen schien der FC Oberneuland nach einem geglückten Start angekommen in der Regionalliga Nord. Nach fünf sieglosen Spielen in Folge sind die Kicker zuletzt jedoch auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht.
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Bremen. Noch vor vier Wochen schien der FC Oberneuland nach einem geglückten Start angekommen in der Regionalliga Nord. Nach fünf sieglosen Spielen in Folge rutschten die Kicker zuletzt jedoch auf den 15. Tabellenplatz ab. Stefan Freye sprach mit Efe-Firat Aktas über den FCO und klärte dabei auch, welche Rolle der 35-jährige ehemalige Coach inzwischen im Verein spielt.

Bevor wir über die Situation beim FC Oberneuland sprechen: Beschreiben Sie doch bitte Ihre Funktion im Verein.

Efe-Firat Aktas: Ich bin beratend für das Präsidium tätig und habe wie im Vorjahr die Mannschaft zusammengestellt.

Das klingt nach einer ziemlich komfortablen Aufgabe. Sie stellen den Kader zusammen, tragen am Ende aber keine Verantwortung.

Weil ich sie nicht möchte und genug andere Dinge zu tun habe. Ich tue dem FCO aufgrund meiner Beziehung einen Gefallen. Nach mehreren gemeinsamen Jahren besteht eben noch immer eine Bindung.

Und wenn es dann, wie am vergangenen Freitag, eine Teamsitzung gibt, sind Sie dabei.

Die Hälfte der Mannschaft zählt zu meiner Verwandtschaft. Da bekommt man automatisch einiges mit.

Was denn?

Das Schlimme – was ich als Außenstehender sehen kann – ist zurzeit, dass die Mannschaft ihr Potenzial nicht abruft. Es waren nur drei Spiele überzeugend. Der 3:0-Sieg bei Victoria, das 3:3 im Heimspiel gegen Cloppenburg und 20 Minuten beim 1:2 gegen den HSV II. Ansonsten wurde die Qualität nicht umgesetzt. Die Art und Weise, wie einige Spiele verloren wurden, ist nicht schön. Da war einfach keine Gegenwehr. Nun sind die Führungsspieler gefordert.

An wen denken Sie?

Ich muss da keine Namen nennen. Aber es handelt sich um drei, vier zentrale Spieler, die mehr machen müssen. Sie haben bereits die Erfahrung, da sie höher gespielt haben. Zurzeit bleiben sie aber hinter den Erwartungen zurück.

Nicht selten wird der Trainer beim FCO in Frage gestellt – gerade in weniger erfolgreichen Zeiten. Wie würden Sie die Situation von Peter Moussalli derzeit beschreiben?

In erster Linie ist die Mannschaft gefordert. Sie muss jetzt eine Reaktion zeigen. Vielleicht geht es den Spielern aber auch zu gut und sie müssten etwas mehr Druck haben. Das ist sicher auch Aufgabe des Trainers.

Es wird kritisiert, dass die Elf nicht zu einer Einheit gefunden hat. Gibt es zu viele Gruppen innerhalb des FCO?

In jeder Fußballmannschaft gibt es Spieler, die sich etwas besser und solche, die sich etwas weniger gut verstehen. Am Ende des Tages aber muss die Mannschaft ihre Leistung abrufen. Alles andere zählt nicht.

Das Team wurde zuletzt immer wieder von Verletzungen gebeutelt. Welche Bedeutung hat das für die aktuelle Lage?

Sicher war der ein oder andere wichtige Spieler verletzt. Aber die Mannschaft ist in der Breite so aufgestellt, dass man das kompensieren kann. Natürlich schwächen verletzte Spieler eine Mannschaft. Der FCO ist aber auch nicht angetreten, um die Meisterschaft zu holen. Sondern um sich in der Regionalliga zu etablieren. Dafür ist der Kader stark genug.

In der Vergangenheit waren gewisse Leistungseinbrüche auch mit ausstehenden Zahlungen verbunden. Könnte das diesmal ebenfalls eine Rolle spielen?

Das ist natürlich eine Sache des Präsidiums. Aber nach meiner Kenntnis gibt es in dieser Hinsicht überhaupt keine Probleme. Da kann sich keiner beschweren.

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