Bundesliga-Prellballer der SG Arbergen-Mahndorf brauchen für die Deutsche Meisterschaft schon ein kleines Wunder

Die Hoffnungen sind fast dahin

Mahndorf. „Wir werden die Deutsche Meisterschaft wohl verpassen“, bedauerte der Spartenleiter und Trainer der SG Arbergen-Mahndorf, Udo Elfers, nach einem enttäuschend verlaufenen Heimspieltag in der Prellball-Bundesliga Nord. Statt der anvisierten vier Siege aus sechs Duellen erreichten die Gastgeber nur drei Erfolge und liegen nun in der Tabelle um vier Zähler hinter dem viertplatzierten TuS Concordia Hülsede zurück.
18.01.2018, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann

Mahndorf. „Wir werden die Deutsche Meisterschaft wohl verpassen“, bedauerte der Spartenleiter und Trainer der SG Arbergen-Mahndorf, Udo Elfers, nach einem enttäuschend verlaufenen Heimspieltag in der Prellball-Bundesliga Nord. Statt der anvisierten vier Siege aus sechs Duellen erreichten die Gastgeber nur drei Erfolge und liegen nun in der Tabelle um vier Zähler hinter dem viertplatzierten TuS Concordia Hülsede zurück. Nur die besten vier Mannschaften qualifizieren sich für die nationalen Titelkämpfe.

Deshalb wäre vor allem ein Triumph gegen Concordia Hülsede wichtig gewesen. Dann wären die Mahndorfer schließlich nach Punkten mit dem Vierten gleichgezogen. Doch nach einem 17:17-Pausenstand unterlagen die Bremer ihrem direkten Konkurrenten um das Ticket für Berlin noch mit 31:33. „Wir waren gerade in diesem Spiel vorne nicht durchschlagskräftig genug. Aber auch die Annahme hat nicht so gut funktioniert“, teilte Udo Elfers mit. Wenn die Annahme dann doch einmal geklappt habe, sei der Ball gleich im Anschluss nicht selten verschlagen worden. Dennoch blieb das Spiel bis zum Ende eng. Doch dann hatte Hülsede eben um zwei Bälle die Nase vorne. „Wir haben als Kollektiv versagt. Es hat gar nichts gepasst“, nahm Mahndorfs Joshua Laube kein Blatt vor den Mund. Der Spieltag begann aber recht verheißungsvoll für Joshua und Yannick Laube sowie Lainus Wübbeling. Im ersten Match kam mit dem Vorletzten MTV Osterode genau der richtige Gegner, um sich einzuspielen. Nach einer recht offenen ersten Halbzeit mit einem 20:15 setzte sich der Favorit letztendlich auch noch souverän mit 43:30 durch. „Dieses Spiel mussten wir aber auch gewinnen“, gab Udo Elfers zu bedenken.

Der Titelanwärter MTV Markoldendorf war dann im Anschluss schon ein ganz anderes Kaliber. Der Zweite zog bereits im ersten Durchgang vorentscheidend auf 19:9 davon. Nach dem Seitenwechsel gestaltete der Außenseiter die Partie zwar ausgeglichener, vermochte das Ruder aber auch nicht mehr herumzureißen. So stand schließlich am Ende eine 30:39 Schlappe zu Buche. „Da Markoldendorf in der Tabelle weit vorne liegt, war die Niederlage schon fast zu erwarten“, betonte Elfers. Keinerlei Mühe hatte die Heimformation im Match gegen das Schlusslicht TSV Marienfelde II. Nach einem 19:16 zur Pause verwiesen die Hansestädter ihren Widersacher noch mit 40:32 in die Schranken.

Gleich im Anschluss stand das Spiel gegen den TuS Concordia Hülsede auf dem Programm. „Das war das Schlüsselspiel. Wir waren in dieser Partie wie auch am gesamten Spieltag aber nicht gut genug“, zeigte sich Udo Elfers selbstkritisch. Ihm fiel auf, dass die meisten anderen Mannschaften im Gegensatz zur SG Arbergen-Mahndorf mit vier Akteuren antraten. Da davon auszugehen war, dass sich der TuS Concordia Hülsede in seinen beiden abschließenden Begegnungen des dritten Spieltages gegen den Charlottenburger TSV sowie gegen den TuS Gut-Heil Aschen-Strang schadlos halten würde, hätten Joshua Laube und Co. eigentlich die letzte Auseinandersetzung mit dem Dritten MTV Jahn Schladen erfolgreich gestalten müssen. Nach dem ersten Abschnitt sah es auch angesichts eines 19:17-Vorsprungs gut für das Heimteam aus. „Doch dann war die Luft raus“, stellte Udo Elfers fest. Schladen schlug zurück und wendete das Blatt noch zu einem 34:32-Erfolg.

Mit einem Sieg zum Abschluss hätte die Spielgemeinschaft am letzten Spieltag beim TSV Marienfelde in Berlin am 17. Februar noch einmal so richtig angreifen können. Weil Concordia Hülsede aber überraschend nicht über ein 32:32-Remis gegen den Aufsteiger Charlottenburger SV hinauskamn, bleibt den Hanseaten wenigstens ein Fünkchen Hoffnung auf das DM-Ticket.

Trainer Udo Elfers fehlt aber ein bisschen die Fantasie für die Qualifikation: „Dann müssten wir schon alles gewinnen und die Konkurrenz ordentlich patzen.“ Die SG Arbergen-Mahndorf trifft zwar am vierten Spieltag zunächst auf den deutschen Meister und Klassenprimus TSV Marienfelde, hat aber dann mit dem TV Sottrum, TuS Gut Heil Aschen-Strang I und II, TSV Charlottenburg sowie dem MTV Eiche Schönebeck alles schlagbare Gegner. „Mit viel Rechnerei kann noch etwas passieren. Objektiv gesehen, ist aber dennoch kaum noch etwas drin“, räumte Joshua Laube ein. Dieser ärgert sich über eine insgesamt sehr durchwachsene Saison mit Verletzungssorgen zu Beginn der Serie. „Deshalb schaue ich auch bereits mit einem Auge auf die nächste Spielzeit“, verriet Laube.

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