Interview mit Wolfgang Kasper "Die Hütte in Arsten wird wieder voll"

Bemen. Wolfgang Kasper, Vizepräsident des Bremer Fußball-Verbandes, ist gespannt auf das Bremer Lotto-Pokal-Finale und freut sich auf viele Fans.
30.04.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Am 25. Mai steigt das Endspiel um den Lotto-Pokal. Ab Donnerstag werden die Finalisten ermittelt. Auf den Pokalsieger wartet die Teilnahme am DFB-Pokal – und damit möglicherweise ein hochrangiger Gegner und zusätzliches Geld in der Kasse. Wolfgang Kasper, Vize des Bremer Fußball-Verbandes freut sich auf viele Fans.

Es wird spannend, auch für Wolfgang Kasper. Der für den Lotto-Pokal zuständige Vizepräsident des Bremer Fußball-Verbandes (BFV) würde zu gern wissen, wer am 25. Mai im Herren-Finale des Wettbewerbs steht. Bislang ist bekannt, dass die Teams des ATS Buntentor und des TuS Schwachhausen von 13 Uhr an den Titelträger der Frauen auf der Sportanlage des TuS Komet-Arsten ermitteln werden. Bei den Herren werden die Finalisten morgen und Sonnabend (jeweils 15 Uhr) ermittelt.

Was die Paarung bei den Männern betrifft, gibt sich Wolfgang Kasper neutral. Offiziell ist es ihm egal, ob nun Brinkum, der Bremer SV, Blumenthal oder Sparta Bremerhaven ins Finale einzieht. Mit Blick auf die Zuschauerzahlen hat er eine bevorzugte Lösung. „Wenn ich an die vielen Fans in der Halle denke, wünsche ich mir die Blumenthaler, und der BSV dürfte auch eine Menge Anhänger haben“, sagt der BFV-Vize. Kasper glaubt in jeden Fall, dass „die Hütte in Arsten wieder voll“ wird.

Es geht, das ist dem BFV-Vize auch klar, um die Teilnahme am DFB-Pokal. Sie ist sportlich attraktiv, weil sie dem als Heimmannschaft gesetzten Bremer Teilnehmer mehrfach einen der großen Klubs beschert hat. Etwa die TSG Hoffenheim (2013 gegen Aumund-Vegesack) oder gar Borussia Dortmund (2012 gegen den FC Oberneuland). Es geht auch um viel Geld, eine Summe von rund 100 000 Euro an Fernsehgeldern für den Start in der ersten Runde.

Dieses Geld landet allerdings nicht in Gänze auf dem Konto des Bremer Pokalsiegers. Der muss damit nämlich einige Ausgaben tätigen. Er wird an den Reise- und Übernachtungskosten des Gegners beteiligt und hat das Schiedsrichtergespann zu bezahlen. Daneben fallen nach Kaspers Erfahrungen auch Kosten für Marketing und Ticketing an, zudem muss in die Sicherheit investiert werden. „Die Anforderungen sind eine Stufe höher als bei einem Sicherheitsspiel in der Regionalliga“, sagt Wolfgang Kasper – weshalb sogar die Miete für ein Ausweichstadion (Platz 11 oder Sportpark Vinnenweg) fällig werden könnte.

Am Ende hat der Pokalteilnehmer mit dem Fernsehgeld auch für die Arbeitsbedingungen des Fernsehsenders zu sorgen. Kasper: „Sky kommt mit einem Truck, sie brauchen Starkstrom und gegebenenfalls auch Gerüste für ihre Kameras.“ Unterm Strich könnte es passieren, dass dem Bremer Vertreter von den rund 100.000 Euro nur die Hälfte übrig bleibt. Immerhin ist das noch noch deutlich mehr, als der unterlegene Pokalfinalist einstreicht. Nach Informationen dieser Zeitung gibt es für den Finalteilnehmer 2000 Euro vom BFV, 750 Euro gehen an die unterlegenen Halbfinalisten.

Das könnte sich ändern. Der Beirat des Verbandes hat nun beschlossen, dass der Lotto-Pokalgewinner ab der kommenden Saison etwas abgeben soll von seinen Einnahmen. „In Niedersachsen und Schleswig-Holstein funktioniert das bereits seit Jahren“, sagt Wolfgang Kasper. Dort werden die drei anderen Halbfinalisten mit einem Betrag von insgesamt rund 10.000 Euro am Fernsehgeld des Pokalsiegers beteiligt. In Bremen dürfte es ab 2015 ähnlich laufen. Und dann gibt es noch den Vorschlag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die Pokalfinals auf Landesebene zukünftig an einem Wochenende auszutragen. So ließen sich die Wettbewerbe zentral und damit besser vermarkten, findet man beim DFB-Sitz in Frankfurt. Wolfgang Kasper findet die Idee gut. „Aber jetzt muss man erst mal gucken, wie man das umsetzen kann.“

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