Fußball-Landesliga

Die meisten Trainer erwarten Neustadt vorn

Die meisten der 16 Landesligisten würden gern in die Bremen-Liga aufsteigen. Mehrheitlich trauen sie aber nur der BTS Neustadt den Titel zu. Deren Trainer Volker Fahlbusch verfügt über Ambitionen. Aber er weiß auch, dass ein langer Weg vor seinem Fußball-Team liegt.
22.08.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye
Die meisten Trainer erwarten Neustadt vorn

BTS-Neuzugang mit Neustädter Wurzeln: Malik Gueye, hier im Trikot seines letzten Klubs TSV Ottersberg, ist einer von mehreren starken Zugängen beim Landesligisten.

FOCKE STRANGMANN

Die meisten der 16 Landesligisten würden gern in die Bremen-Liga aufsteigen. Mehrheitlich trauen sie aber nur der BTS Neustadt den Titel zu. Deren Trainer Volker Fahlbusch verfügt über Ambitionen. Aber er weiß auch, dass ein langer Weg vor seinem Fußball-Team liegt.

Die beiden Absteiger aus der Bremen-Liga werden freundlich empfangen. Jeweils vier der insgesamt 16 Trainer in der Landesliga trauen OT Bremen und dem 1. FC Burg die sofortige Rückkehr in die höchste Spielklasse zu. Das ist nicht schlecht, kann dem Vergleich mit der BTS Neustadt allerdings nicht standhalten. Geht es nach den Landesliga-Coaches, dann gibt es nur einen Topfavoriten auf die Meisterschaft. Rund die Hälfte der Übungsleiter tippt auf das Team von Volker Fahlbusch – und der Trainer nimmt die Rolle auch an. „Die Mannschaft will aufsteigen, und ich will es auch“, sagt der 47-Jährige.

Auch bei der BTS gilt der Grundsatz: Es sollte immer ein bisschen besser werden. Da zuletzt die Plätze vier und drei in der Endabrechnung standen, wäre nun zumindest ein Aufstiegsplatz dran. Der Kader von Volker Fahlbusch passt gut zu dieser Vorgabe. „Wir sind in der Breite und in der Spitze definitiv stärker geworden“, unterstreicht der Trainer. Mit Alexander Zachries und Andreas Liebhard kehrten zwei ehemalige Leistungsträger vom Bremer SV zurück. Zudem kam Malik Gueye vom TSV Ottersberg, er verfügt ebenfalls über Neustädter Wurzeln. Gleich drei Spieler mit reichlich Praxis in der Bremen-Liga sicherte sich Fahlbusch schließlich beim FC Union 60. Khaiss Sultani, Miguel Iniesta und Marc Albrecht erhöhen das Potenzial des Teams ebenso wie Torhüter Timo Hertlein (TuS Schwachhausen).

Insgesamt ist es angesichts der neun Zugänge also gut gelaufen, und weil die BTS nicht viele Kicker verlor, gilt sie wohl zu Recht als Anwärter auf den Spitzenplatz. In der Theorie. Die Praxis sieht manchmal anders aus. Volker Fahlbusch weiß das. „So einfach ist das nicht“, sagt der Trainer deshalb mit Blick auf das eindeutige Votum der Kollegen, „letztes Jahr sind wir auch in diese Rolle gedrängt worden und konnten ihr nicht gerecht werden.“

Wie hoch die Trauben hängen, mussten Trainer und Mannschaft bereits im Lotto-Pokal erkennen. Nur rund 20 Minuten lieferte die BTS beim Spiel gegen den Ligakonkurrenten Melchiorshausen eine gute Leistung ab. Am Ende ging die Zweitrundenpartie mit 2:3 verloren. „In diesem Jahr wollen eben mehrere Mannschaften ganz nach oben“, sagt Volker Fahlbusch. Neben dem Pokalgegner denkt er natürlich auch an die beiden Absteiger aus Osterholz und Burg. Die SFL Bremerhaven erscheint ihm stark zu sein, auch vom ESC Geestemünde (dem Zusammenschluss von ESV Bremerhaven, FT Geestemünde und dem SC Schiffdorferdamm) habe man schon positive Nachrichten vernommen.

„Der TS Woltmershausen und ATSV Sebaldsbrück mit den vielen Rückkehrern von Vatan werden auch mit dabei sein“, so der BTS-Coach. Er findet, dass die Liga in dieser Spielzeit deutlich ausgeglichener ist. Wie ausgeglichen, wird Fahlbusch womöglich schon in ein paar Wochen wissen. Denn nach dem heutigen Auftakt beim Pokalschreck SC Borgfeld (18.30 Uhr) stehen nacheinander die SFL, OT Bremen und ATSV Sebaldsbrück auf dem Spielplan. „Danach wissen wir, wo wir stehen.“

Womöglich liefern diese Partien auch einen ersten Hinweis auf ein weiteres Problem, das Volker Fahlbusch ausgemacht hat. „Ein stärkerer Kader kann auch unzufriedene Spieler schaffen“, sagt der Neustädter Trainer. In der Vorbereitung habe sich jedenfalls schon herauskristallisiert, dass der ein oder andere sich erst einmal an die neue Situation gewöhnen muss. Der Übungsleiter sieht aber auch Chancen und kündigt an, dass die Teilnahme am Training zukünftig noch mehr Einfluss auf die Startelf nehmen wird. Fahlbusch: „Und wenn wir erst einmal Erfolg haben, bleiben die Spieler auch länger ruhig.“

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