SVGO-Handballer beziehen mit einem Rumpfteam eine 26:33-Pleite Die Moral ist völlig intakt

Oslebshausen. „Das war eine richtig gute kämpferische Einstellung. Wir haben als Team richtig Gas gegeben.
11.05.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Oslebshausen. „Das war eine richtig gute kämpferische Einstellung. Wir haben als Team richtig Gas gegeben. So hatte ich es mir vorgestellt“, lobte der Trainer des SV Grambke-Oslebshausen, Matthias Herkt, seine Mannschaft trotz einer 26:33 (14:18)-Niederlage beim Siebten der Handball-Verbandsliga Nordsee der Männer, TuRa Marienhafe.

Weil den Gästen neben drei Torleuten gerade einmal sechs Feldspieler zur Verfügung standen, musste Matthias Herkt ein wenig improvisieren. So stellte sich der 37-Jährige selbst in der Abwehr auf und beorderte seinen Keeper Silan Lönnecker auf die Rechtsaußen-Position. Dabei gelang Lönnecker auch immerhin sein erster Treffer in dieser Serie. Der Gast ließ die Zügel nach einem 4:2-Vorsprung ein wenig zu sehr schleifen und ärgerte sich in den folgenden Minuten gleich über acht Gegentore nach Tempogegenstößen. „Wir haben vorne nicht mehr vernünftig abgeschlossen. Das war schon ein bisschen ärgerlich“, stellte Matthias Herkt fest. Doch der bereits als Absteiger feststehende Drittletzte legte im Anschluss eine tolle Moral an den Tag und kämpfte sich bis zur Pause wieder auf vier Treffer heran.

Nach dem Wiederanpfiff blieb es zunächst bei diesem Abstand. Dann verursachte Oslebshausens Thies Kohrt einen Siebenmeter und kassierte zugleich die erste Zeitstrafe in der Begegnung (34.). In Überzahl setzten sich die Hausherren auf 23:16 ab und erhöhten schließlich sogar in Unterzahl auf 24:16. Nach 48 Minuten baute Marienhafes Jonas Speckmann die Führung beim 29:19 auch erstmals auf zehn Treffer aus. Doch nach einer Auszeit von Matthias Herkt fingen sich die Bremer wieder und gestalteten die Niederlage so am Ende noch einigermaßen erträglich. „Unsere Abwehr stand teilweise richtig gut“, versicherte Matthias Herkt.

Weil die Laufwege und das Zusammenspiel insgesamt bei der Heimformation stimmten, vermochte der Außenseiter den Spieß nicht mehr umzudrehen. Zeitweise hätte der Ball auch dann noch den Weg zum Mitspieler gefunden, wenn kein Blickkontakt mehr vorhanden gewesen sei, ließ Herkt wissen. Die ersten 45 Minuten bestritt Daniel Schimske zwischen den SVGO-Pfosten. Erst dann löste ihn Mannschaftsführer André Franke im Gehäuse ab. Der Kapitän zeichnete sich auch immerhin noch mit zwei gehaltenen Siebenmetern aus. „Einen Tag nach dem Spiel sage ich Aua“, kommentierte Matthias Herkt seinen Gesundheitszustand. Auch wenn der 37-Jährige ausschließlich in der Abwehr spielte, habe er doch seine Knochen gespürt. Im abschließenden Heimspiel am Sonnabend um 19.30 Uhr gegen den ATSV Habenhausen II kann er sich vermutlich wieder schonen. Dann werden mit Mathias Fischer und Björn Bischof zumindest zwei Akteure für den Rückraum wieder ins Team zurückkehren. „Auch gegen Habenhausen wollen wir noch einmal Spaß haben“, kündigte Herkt an. KH

SV Grambke-Oslebshausen: Schimske, Franke; Lönnecker (1), Krüger (6), Thies Kohrt (6/1), Bengt-Jendrik Kohrt (4), Hinrichs (4), Lange (2), Rosemeier (3), Herkt.

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