Zweitliga-Baseballer der Dockers müssen die Ausfälle von Yannick Bujalla und Jan Schnetlage verkraften Die nächsten zwei Heimsiege werden teuer erkauft

Bremen. Auch an ihrem dritten Spieltag setzten die Baseballer der BTV von 1877 ihre Erfolgsserie fort.
01.06.2017, 00:00
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Von Ole Haukenfrers

Bremen. Auch an ihrem dritten Spieltag setzten die Baseballer der BTV von 1877 ihre Erfolgsserie fort. Mit 11:8 und 10:0 siegten die Bremer über die Hamburg Marines, sodass sie während der Saison immer noch keinen einzigen Punkt abgegeben haben. Trotz der Erfolgsserie, die den Dockers zugleich den ersten Tabellenplatz der 2. Bundesliga Nord sichert, konnten die Hausherren den Doppelsieg nur bedingt feiern. Grund dafür waren die Ausfälle von Yannick Bujalla und Jan Schnetlage, auf den die BTV von 1877 wohl langfristig verzichten muss.

„Durch unsere Erfahrung und taktischen Kniffe ist es uns gelungen, das Spiel nie aus den Händen zu geben“, sagte Jan Schnetlage, der Catcher (Fänger) der Dockers. Die Gäste, die in der vergangenen Saison den Aufstieg aus der Verbandsliga Hamburg-Schleswig-Holstein gemeistert hatten, waren für die Bremer schwer einzuschätzen, da sie von ihren vorherigen sechs Partien drei gewonnen und drei verloren hatten. „Für uns war der Gegner eine Wundertüte“, so Jan Schnetlage.

Seine Mannschaft ging dennoch als deutlicher Favorit in die Begegnung, da sie all ihre Partien zuvor gewonnen hatte und zudem vor heimischem Publikum auflief. Dementsprechend breit war die Bremer Brust vor den ersten beiden Innings, in denen die Dockers durch Runs von Alberto Orti, Jan Schnetlage, Hendrik Freiheit und Yannick Müller eine frühe 4:0-Führung herstellten. Die Marines ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen, zeigten starken Willen und erliefen während des dritten Spielabschnittes ganze fünf Punkte, sodass sie zwischenzeitlich sogar in Führung gingen. Aufgrund der vielen gegnerischen Runs ersetzte Sebastian Kreutz Yannick Bujalla, der das Inning souverän beendete, auf dem Wurfhügel. Kurze Zeit später musste der Pitcher jedoch wegen einer Zerrung ausgewechselt werden. Seine Teamkollegen ergatterten die Führung währenddessen durch Runs von Yannick Müller, Sergej Yatsenka und Alberto Orti zurück, ehe Yannick Müller, Jan Schnetlage und Alberto Orti innerhalb der folgenden vier Innings weiter für die Hausherren erhöhten.

Im neunten Spielabschnitt folgte dann der zweite Schockmoment für die Baseballer der BTV von 1877. Jan Schnetlage, der innerhalb der gesamten Partie lediglich zwei Punkte abgegeben hatte, verletzte sich im Zuge eines engen Spieles an der Homeplate am Knöchel. „Ich falle damit wohl die gesamte Hinrunde aus“, erklärte Jan Schnetlage. Alberto Orti übernahm für den Catcher und beendete das Hinspiel wieder einmal souverän.

Aufgrund der beiden Ausfälle mussten einige Positionen für das zweite Aufeinandertreffen neu besetzt werden, was jedoch nichts an der Bremer Überlegenheit änderte. „In dieser Situation hat sich die Tiefe des Kaders gezeigt. Selbst mit schwächeren Schlagleuten sind wir in der Lage, andere Zweitligateams zu dominieren“, so Jan Schnetlage, dessen Mannschaft bereits innerhalb des ersten Innings durch Runs von Sergej Yatsenka, Alberto Orti, Yannick Müller, Heinrich Gill, Sebastian Kreutz und Falk Plachetta mit 6:0 in Führung ging.

Als Pitcher der BTV von 1877 warf Alberto Orti das gesamte Rückspiel durch und ließ dabei keinen einzigen Run zu. Darüber hinaus erhöhte Bremens Spielertrainer im zweiten Inning auf 7:0, bevor Sergej Yatsenka und Hendrik Freiheit nachlegten. Nach einem punktlosen vierten Spielabschnitt gehörte der letzte Zähler der Partie erneut Alberto Orti, der die Begegnung nach einem Triple von Heinrich Gill aufgrund der Ten-Run-Rule bereits im fünften Inning vorzeitig beendete. „Alberto hat wieder einmal seine ganze Klasse gezeigt, indem er dreimal gepunktet und keinen einzigen Run des Gegners zugelassen hat“, lobte Jan Schnetlage seinen Coach.

BTV von 1877: Orti Roig, Yatsenka, Bujalla, Gill, Kreutz, Schnetlage, Freiheit, Müller, Moncada, Batista, Plachetta, Beckmann, Daues, Taylor.

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