Rudern Die Rückkehr des Ergo-Cups

Bremer Ruderer feiern Comeback der Veranstaltung am Leibnizplatz. Organisatoren auf der Suche nach neuem Ort für das kommende Jahr
11.03.2019, 17:28
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Die Rückkehr des Ergo-Cups
Von Mathias Sonnenberg

Wann genau der letzte Ergo-Cup in Bremen ausgetragen wurde, kann Wiebke Liesenhoff gar nicht sagen. „Aber das muss bestimmt 20 Jahre her sein“, vermutet sie. Organisiert hat ihn damals noch ein gewisser Oliver Rau, heute in der Geschäftsführung der Deutschen Sporthilfe in Frankfurt und selbst erfolgreicher Ruderer. Wurde also Zeit, dass auch in Bremen mal wieder in einer Halle gerudert wird, fanden Liesenhoff als Vorsitzende der Bremer Kinderruderer und Thomas Wallat, Lehrer-Trainer beim Bremer Landesruderverband. Beide waren vor einem Jahr bei einem Ergo-Cup in Jever und stellten danach fest: „Das können wir besser.“

Gesagt und umgesetzt, Liesenhoff und Wallat legten los und organisierten die Rückkehr des Ergo-Cups in die Turnhalle der Oberschule am Leibnizplatz. 187 Einzelstarter und 23 Vierer-Teams hatten gemeldet und die Veranstaltung damit quasi schon im Vorfeld zum Erfolg gemacht. Denn neben Bremer Teams waren mit dem RV Osterholz-Scharmbeck, dem TSV Otterndorf und dem RC Normania Braunschweig auch drei niedersächsische Vertreter am Start. „Die Ausschreibung für den Cup ging erst Anfang Februar raus, deshalb sind wir mit den Startern total zufrieden“, erklärte Wiebke Liesenhoff.

Und so hörte man die Anfeuerungsrufe für die Ruderer und Ruderinnen, die auf den Geräten pumpten, schon weit vor der Turnhalle. Normalerweise rudern die Junioren und Senioren auch den Winter durch auf der Weser oder anderen Gewässern. „Es sei denn, es treiben Eisschollen auf dem Wasser oder wir haben minus zehn Grad“, schränkt Liesenhoff ein. Aber da die Ergo-Tests ohnehin gleich dreimal in der Wintersaison durchgeführt werden, wurde aus dem abschließenden Vergleich eben der offizielle Ergo-Cup. Für die Athleten hat das Indoor-Rudern grundsätzlich sogar ein paar Vorteile. Anders als auf dem Wasser können sie während der unterschiedlich langen Strecken (liegen zwischen 250 Metern für Kinder und 2000 Metern für Senioren) ihr Tempo auf dem Display genau verfolgen. Für die Zuschauer wurden die Rennen auf einer Leinwand übertragen.

Doch so positiv das Feedback ausfiel – Liesenhoff ist sich nicht sicher, ob der Ergo-Cup 2020 wieder in der Turnhalle Leibnizplatz stattfindet. „Die sanitären Einrichtungen sind nicht optimal und in der Halle gibt es gerade mal zwei Steckdosen.“ Deshalb wäre auch ein Umzug in die benachbarte Shakespeare Company oder in eine Drei-Feld-Halle möglich.

Sportliche Erfolge konnte der Ergo-Cup auch vermelden. Luise Reusch vom Bremerhavener Ruderverein schaffte die Norm für die U 19-Jugend-Nationalmannschaft. Endrik Brettmann (RC Hansa) und Ole Grünert (Vegesacker RV) blieben bei den U 17-Junioren über 1500 Metern unter der Fünf-Minuten-Grenze. Bei den Männer-Vierern landete der RC Hansa mit Janek Hadamovsky, Till Hildebrandt, Florian Bartels und Felix Borgstedt auf Platz zwei hinter dem halben Bundesliga-Achter mit Stefan Winkler, Stefan Giesen, André Müller und Cedric Borchers.

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