Triathlon

Die Schmerzen der Bremer

Die WM im Triathlon wird für die Bremer Janine Kaiser und Oliver Sebrantke zur Tortour. Und das liegt nicht nur an der anspruchsvollen Distanz.
06.05.2019, 17:56
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Die Schmerzen der Bremer
Von Olaf Dorow
Die Schmerzen der Bremer

Oliver Sebrantke

Christina Kuhaupt

Vielleicht wäre er Weltmeister seiner Altersklasse geworden. Vielleicht. Der Wettkampfsport muss aber ohne Konjunktiv auskommen, und deswegen steht da in der Ergebnisliste der Triathlon-WM (Langdistanz) jetzt: Oliver Sebrantke vom LC Hansa Stuhr ist in Pontevedra in seiner Klasse (Jahrgänge 1975 - 1979) nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 120 Kilometer Rad und 30 Kilometern Laufen als 21. unter 92 gestarteten Triathleten ins Ziel gekommen. Er war stolz, dass er überhaupt ins Ziel kam. Und traurig beim Blick auf die Ergebnisse. „Mit einer gewohnten Laufleistung wäre ich ganz vorne gelandet“, sagt Sebrantke, der schon so oft den Bremen-Marathon gewonnen hat.

Nach drei Kilometern auf der Laufstrecke hatte sich in Pontevedra erneut eine noch nicht auskurierte Zerrung im Oberschenkel gemeldet. Sebrantke konnte nur noch humpeln – und sich ans Motto halten: Hauptsache ankommen. Nach 6:32:36 Stunden war die Quälerei vorbei. Der Sieger seiner Kategorie, der Franzose Lionel Roye, hatte mehr als 40 Minuten weniger benötigt. Sebrantke war zwar gelegen gekommen, dass wegen der kalten Wassertemperatur von nur 14 Grad die Schwimmstrecke um die Hälfte gekürzt worden war. Doch bereits auf dem Rennrad hatte sich das Handicap im Oberschenkel bemerkbar gemacht.

Auch für Sebrantkes Lebensgefährtin Janine Kaiser von den Bremer Triathlöwen lief es in Pontevedra nicht eben wie am Schnürchen. Sie war in ihrer Altersklasse (ebenfalls Jahrgänge 1975 bis 1979) auf dem aussichtsreichen vierten Platz auf die abschließende Laufstrecke gegangen – mit dem Wissen, dass ihre Stärke das Laufen ist. Auch ihr machte ein Handicap einen Strich durch die Rechnung. Ein herausgesprungener Brustwirbel verursachte heftige Schmerzen. „Ich musste mich mehrfach übergeben und konnte nur noch ins Ziel taumeln“, berichtet sie. Kurzzeitig habe sie gar das Bewusstsein verloren. Mit circa 38 Minuten Rückstand auf die Siegerin Tamara Larizza aus der Schweiz hatte sie das Ziel als Achte in 7:29:30 h erreicht. Der dritte Bremer Starter in Pontevedra, Patrick Dekorsi, kam in seiner Altersklasse (Jahrgänge 1985 - 1989) in 6:23:43 h als 14. ins Ziel.

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