E-Jugendteams sind im Handball derzeit das Beste, was Bremen zu bieten hat / Verein hat großen Zulauf Doppelmeister vom TuS Komet Arsten

Bremen (elo).Bremen (elo).Wie oft wurde der TuS Komet Arsten schon als „schlafender Riese“ bezeichnet? Er verfügt mit seinem großen Einzugsgebiet über ein vielversprechendes Handball-Potenzial, doch der ganz große Wurf blieb lange Zeit aus. Jetzt scheint der Goliath aus dem Schlaf erwacht zu sein, denn das Beste, was der jüngste Handball-Jahrgang zurzeit in Bremen zu bieten hat, kommt vom TuS Komet Arsten.
17.04.2014, 00:00
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Von Olaf Kowalzik

Wie oft wurde der TuS Komet Arsten schon als „schlafender Riese“ bezeichnet? Er verfügt mit seinem großen Einzugsgebiet über ein vielversprechendes Handball-Potenzial, doch der ganz große Wurf blieb lange Zeit aus. Jetzt scheint der Goliath aus dem Schlaf erwacht zu sein, denn das Beste, was der jüngste Handball-Jahrgang zurzeit in Bremen zu bieten hat, kommt vom TuS Komet Arsten.

Sowohl die Jungen als auch die Mädchen aus Arsten konnten sich in der abgelaufenen Saison ungeschlagen die Meisterschaft in der höchsten Bremer Liga, der Bremenliga, sichern. Die männliche E-Jugend marschierte souverän mit 28:0 Punkten durch die Vorzeigeklasse, die weibliche E-Jugend ließ sich außerdem nur vom körperlich überlegenen Vizemeister aus Bremen-Ost zweimal ein Unentschieden abknöpfen. Trotzdem fuhr sie mit 22:2 Punkten und zwei Zählern Vorsprung auf die SG Ost souverän den Meistertitel ein. Besonders bemerkenswert ist, dass die halbe Arster Mannschaft aus dem jüngeren Jahrgang besteht.

Diese Erfolge sind kein Zufallsprodukt, sondern die Ernte einer guten und wohldurchdachten Jugendarbeit. Und die hat ihren Ursprung vor fast exakt fünf Jahren: 2009 wanderten immer wieder Jugendspieler aus Arsten zum benachbarten ATSV Habenhausen ab. Mit dem Effekt, dass einige Arster Mannschaften auseinanderfielen. Der TuS Komet Arsten konnte damals nur noch auf ein weibliches B-Jugendteam zurückblicken und war sich daher einig, dass sich hier maßgeblich etwas ändern musste.

Daher setzten sich die Verantwortlichen zusammen, erarbeiteten ein durchgängiges Jugendkonzept und stellten jedem Team einen sehr erfahrenen Trainer- und umfassenden Betreuerstab zur Seite. Die damalige Ballsportgruppe (mit einem Alter ab vier Jahren), die die jetzigen E-Jugendmeister stellt, sowie eine Mini- und Maximannschaft sollten vor fünf Jahren die Grundlage der heutigen Erfolgsgeschichte bilden.

Dass die Saat letztlich tatsächlich aufging und mit der ersten Doppelmeisterschaft gekrönt werden konnte, macht alle Verantwortlichen natürlich ganz besonders stolz. Und die enormen Zuwachsraten in der Jugendabteilung zeigen neben dem sportlichen Erfolg, dass sich der Fusionsklub aus dem Bremer Süden auf dem richtigen Weg befindet. „In der kommenden Saison sind wir bis zur C-Jugend in fast allen Altersklassen mit zwei Mannschaften vertreten“, rechnet die Arster Jugendwartin Tanja Theilig zufrieden nach. Gleichzeitig tummeln sich im im Ballsport-, Mini- und Maxi-Bereich über 70 Kinder beim TuS Komet. „Bei uns nehmen die Mannschaften auch schon im Alter von sechs Jahren an vielen Turnieren und gemeinsamen Events teil“, betont Theilig den wichtigen Aspekt des Zusammenhalts und gemeinsamen Erlebnisses. Eine gute, altersgerechte sportliche Ausbildung kommt mit dazu.

Quasi als Belohnung für die gute Ausbildungsarbeit richtet der TuS Komet am 27. April erneut das Nachwuchs-Masters des Bremer Handballverbandes aus, für das sich die jeweils vier besten Teams der Liga qualifizieren. Von 9.45 Uhr bis etwa 15 Uhr wollen bei der männlichen E-Jugend die HSG Schwanewede/Neuenkirchen, der ATSV Habenhausen und der TS Woltmershausen sowie bei der weiblichen E-Jugend die SG Bremen-Ost, der TS Woltmershausen und die HSG Vegesack-Hammersbeck in der Halle an der Egon-Kähler-Straße eine höchst erfolgreiche Saison ausklingen lassen. Die beiden Meisterteams aus Arsten sind natürlich ebenfalls mit am Start.

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