TSV Grolland in der Bremen-Liga Dreimal Gelb-Rot, siebenmal Rot

Fünf Punkte sind es bereits zum rettenden Ufer. Um den vorletzten Platz der Bremen-Liga in der zweiten Saisonhälfte noch zu verlassen, müssen sich die Fußballer des TSV Grolland (15. mit zehn Punkten) schon strecken.
18.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Fünf Punkte sind es bereits zum rettenden Ufer. Um den vorletzten Platz der Bremen-Liga in der zweiten Saisonhälfte noch zu verlassen, müssen sich die Fußballer des TSV Grolland (15. mit zehn Punkten) schon strecken. Der Klassenerhalt, er wird für den Aufsteiger zur erwartet schweren Aufgabe. „Unsere Situation ist durchwachsen, aber wir haben noch Hoffnung“, sagt Trainer Frank Thinius.

Er hat Schwerpunkte gesetzt in den vergangenen Wochen. Die vorwiegend negativen Erlebnisse der Hinserie sollten raus aus den Köpfen, Regeneration war angesagt in Grolland. Es gab keine Hallenturniere und auch keine Spiele gegen höherklassige Mannschaften. „Es bringt uns ja nichts, wenn wir wieder viele Gegentore kassieren“, sagt der Trainer.

Er bediente sich in der Bezirksliga, spielte gegen den TuS Komet Arsten (2:1) und den SC Weyhe (5:4). Am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) steht zudem ein dritter Test bei DJK Blumenthal auf dem Programm. Bereits am kommenden Sonnabend (15 Uhr) startet der TSV Grolland dann beim OSC Bremerhaven in die Punktspielserie. Dann möchte Frank Thinius zumindest erste Hinweise darauf sammeln, dass seine Elf ihr dringendstes Problem in den Griff bekommen hat. Denn Grolland hatte sich in der Hinrunde nicht nur durch schwache Leistungen und 76 Gegentore in 19 Partien geschwächt – das Team hatte auch ein Problem mit der Disziplin. In der Fairness-Tabelle wird der TSV nämlich auf dem letzten Platz geführt, mit weitem Abstand. Die 69 Gelben, drei Gelb-Roten und sieben Roten Karten stellten jeweils den Höchstwert dar. „Wir haben viel darüber gesprochen, und die Spieler haben Besserung versprochen“, so Thinius.

Natürlich litt der Neuling in den vergangenen Monaten unter den üblichen Anpassungsproblemen eines Aufsteigers. In den allermeisten Partien sah sich der TSV Grolland einem spielerisch stärkeren Gegner gegenüber. Das waren die Kicker aus der Landesliga nicht gewohnt. Doch angesichts der vielen kleinen und großen Rückschläge hätte das Thinius-Team seine Bremen-Liga-Duelle wenigstens mit elf Spielern beenden sollen. Das war allerdings regelmäßig nicht der Fall. „Wenn uns das weiterhin passiert, ist der Abstieg besiegelt“, kündigt der TSV-Coach nun an. Er denkt dabei nicht nur an die Unterzahl, die den Platzverweisen üblicherweise folgt; Thinius geht es um die Sperren. Die könne sich seine Elf schon gar nicht erlauben, sagt er. Durch die Verpflichtung von Berke Yilmaz (SC Weyhe) und Tayfun Carpar (Hippokrates) werde sich daran nichts ändern. „Sie verstärken den Kader lediglich in der Breite“, sagt der Trainer. Er wurde in den vergangenen Wochen schon das ein oder andere Mal gefragt, warum er sich die schwere Aufgabe überhaupt noch antut. Ihm selbst stellt sich die Frage aber nicht: „Ich habe dem TSV Grolland meine Zusage gegeben, und dann halte ich mich auch daran.“

Der Trainer wird nun mit einer gewissen Hoffnung, aber auch mit der nötigen Spannung in das Spiel beim OSC Bremerhaven gehen. Zumal dem Auftakt und einer sich anschließenden Pokalpause gleich die wohl wichtigsten Duelle folgen. Im März stehen schließlich die Spiele gegen VfL 07 (12.), beim SV Türkspor (16.) und gegen Union 60 (13.) auf dem Spielplan. „Ende März wissen wir, wo die Reise hingeht“, sagt Frank Thinius.

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