Oberliga-Handballer trotzen Favoriten Barnstorf ein 25:25 ab Durchpusten in Hastedt

Bremen. Für Trainer Barna Zolt-Akacsos war die Sache glasklar: „Das war für mich eindeutig ein gewonnener Punkt.“ Angesichts des Spielverlaufes hätte manch einer der Beobachter die Lage allerdings durchaus auch anders interpretieren können, denn die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt boten der favorisierten HSG Barnstorf/Diepholz heftigste Gegenwehr.
19.09.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Rainer Jüttner

Bremen. Für Trainer Barna Zolt-Akacsos war die Sache glasklar: „Das war für mich eindeutig ein gewonnener Punkt.“ Angesichts des Spielverlaufes hätte manch einer der Beobachter die Lage allerdings durchaus auch anders interpretieren können, denn die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt boten der favorisierten HSG Barnstorf/Diepholz heftigste Gegenwehr. Letztlich war dieses 25:25 (12:13) zur Heimpremiere für den Aufsteiger dann aber wohl doch ein leistungsgerechtes Ergebnis.

Komplimente verteilte Akacsos dennoch an sein Team: „Das war eine ganz schwere Aufgabe, die meine junge Mannschaft sehr gut gelöst hat.“ Tatsächlich wurden die Hastedter mit dem Druck sehr gut fertig. Entscheidend war für die Bremer erneut eine gute Abwehrleistung. Trainer Akacsos hatte sich im Vorfeld eigentlich auf eine 6:0-Deckung vorbereitet, stellte sein System beim Aufwärmen aber noch auf eine 5:1-Verteidgung um. Er sollte Recht behalten. Und da auch Akacsos Pendant auf der gegnerischen Seite, Dag Rieken, seine Hausaufgaben gemacht hatte, entwickelte sich ein gutes Spiel auf höchstem Oberliga-Niveau – bei dem sich allerdings keine Mannschaft entscheidende Vorteile erarbeiten konnte.

Über 5:5 (16.), 8:8 (23.) bis hin zum knappen 12:13-Pausenrückstand der Bremer blieben die Mannschaften auf Augenhöhe. Das lag auf Hastedter Seite auch am starken Defensiv-Trio Yannick Schäfer, Felix Fietze und Malte Thalmann, aber auch wiederum an Abwehr-Organisator Marten Franke, der zudem erneut mit sieben Treffern den Löwenanteil der Bremer Tore beisteuerte.

Nach der Pause ging das muntere Duell hart umkämpft weiter. Bei den Gastgebern verdiente sich der eingewechselte Florian Bartsch gute Noten zwischen den Pfosten. Er kam für den ebenfalls starken Bassam Farasha und parierte zwölf Würfe, darunter auch einen Siebenmeter. Knapp fünf Minuten vor dem Ende schienen die Bremer dann doch noch auf die Siegerstraße eingebogen zu sein. Edwin de Raad gelang das 24:24 und Marten Franke die 25:24-Führung. Doch die wurde von Laurynas Palevicius doch noch egalisiert.

„Das war der bislang stärkste Gegner, der für mich um den Aufstieg mitspielen wird. Darum bin ich mit der Riesenleistung meiner Mannschaft vollauf zufrieden“, sagte Akacsos. Am kommenden Sonnabend ist er beim A-Lizenz-Lehrgang in Köln. Für ihn wird Jörn Franke gegen die TSG Hatten-Sandkrug auf der Bank sitzen.

Bremen/ Hastedt : Farasha, Bartsch; Fietze (2), Thalmann (3), De Raad (4), Till (3), Franke (7/2), Schäfer (3), Wiezorrek (2), Stelzner (1).

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