BTS Neustadt gewinnt Bremer Pokal Ein Titel als Trostpflaster

Bremen. Als die Schlusssirene endlich ertönte, da war all der Frust der vergangenen Wochen vergessen, all der Ärger über den knapp verpassten Aufstieg und den so unglücklichen Saisonendspurt in der Basketball-Oberliga: Auf der Anzeigentafel in der Halle in der Erlenstraße prangte ein knappes und kaum für möglich gehaltenes 84:81 (47:36). Im Vorfeld hätte Erkan Sahbaz wohl auch akzeptiert, wenn seine Jungs die Partie gegen den favorisierten Regionalligisten BSG Bremerhaven mit eben jenem Ergebnis verloren hätten. Doch nun marschierte die BTS Neustadt als Sieger vom Platz - und feierte den Bremer Pokalgewinn 2012 ausgelassen.
05.04.2012, 05:00
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Ein Titel als Trostpflaster
Von Tobias Dohr

Bremen. Als die Schlusssirene endlich ertönte, da war all der Frust der vergangenen Wochen vergessen, all der Ärger über den knapp verpassten Aufstieg und den so unglücklichen Saisonendspurt in der Basketball-Oberliga: Auf der Anzeigentafel in der Halle in der Erlenstraße prangte ein knappes und kaum für möglich gehaltenes 84:81 (47:36). Im Vorfeld hätte Erkan Sahbaz wohl auch akzeptiert, wenn seine Jungs die Partie gegen den favorisierten Regionalligisten BSG Bremerhaven mit eben jenem Ergebnis verloren hätten. Doch nun marschierte die BTS Neustadt als Sieger vom Platz - und feierte den Bremer Pokalgewinn 2012 ausgelassen.

"Vermutlich hat die BSG uns unterschätzt und war dann überrascht von unserem Spiel und überfordert, uns in den Griff zu kriegen", versuchte sich der BTS-Coach in einer Analyse. Die Nachwuchsmannschaft der Eisbären Bremerhaven hatte den Bremer Pokal bereits in den Jahren 2008 bis 2010 gewonnen. Zudem hatte die Mannschaft von Trainer Dejan Stojanovski die Saison in der 2. Regionalliga als Vierter abgeschlossen und ging folgerichtig als hoher Favorit in die Partie gegen die erst im vergangenen Sommer aus der Bezirksoberliga aufgestiegenen Neustädter.

Dennoch starteten nicht nur die Gastgeber, sondern auch die Bremerhavener extrem nervös in die Partie. Erst nach 90 Sekunden gelang den Gästen der erste Korb. Sahbaz hatte die Starting Five Malte Ellberg, Martin Hanci, Felix von Gaertner, Omar Ba und Ismaila Samba aufgeboten - und besonders die beiden Letzteren drehten nach der schleppenden Startphase mächtig auf. Ba erzielte neun, Samba acht Punkte - was eine zwischenzeitliche Zehnpunkteführung brachte. Am Ende gewann die BTS den ersten Durchgang mit 26:20.

Doch im zweiten Viertel kämpfte sich der Regionalligist wieder auf 31:32 heran, ehe erneut Samba sowie Felix von Gaertner das Heft in die Hand nahmen und eine 47:36-Pausenführung herausspielten. Diese neun Punkte verteidigten die Gastgeber auch im dritten Viertel, das am Ende mit einem 15:15 endete.

Im Schlussviertel versuchte Bremerhaven dann mit einer Ganzfeldpresse und schnellen Dreipunkte-Würfen zum Erfolg zu kommen. "Wir haben jedoch kühlen Kopf behalten", freute sich Sahbaz über seine nun total fokussierte Mannschaft. Insbesondere Lorenz Betge drehte nun auf und machte acht Punkte in Folge, gefolgt von einer noch stärkeren 12:0-Serie von Felix von Gaertner.

"Wir hatten uns vorgenommen, das Tempo hochzuhalten, unsere Distanzwürfe zu treffen und die Fast-Breaks des Gegners nicht zuzulassen. Genau dies ist uns heute gut gelungen", sagte ein überglücklicher Sahbaz. "Nach dem knapp verpassten Aufstieg, war dieser Pokalsieg genau die richtige Antwort und die Krönung einer erfolgreichen Saison."

BTS Neustadt: Alp (1), Lopatta, Hanci (4), Ellberg (3), Ba (20), Sexauer, von Gaertner (22), Betge (8), Winterboer (6), Samba (20).

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