Werders Regionalliga-Meisterteam der Fußball-C-Junioren bezwingt Tuspo Surheide im Pokalfinale mit 4:2

Eine perfekte Saison endet mit dem Double

Bremen. „Da wird sich der Verein ganz sicher etwas Außergewöhnliches einfallen lassen“, versicherte Heiko Flottmann nach dem 4:2 (2:0)-Pokalerfolg der C-Junioren des SV Werder Bremen gegen die Tuspo Surheide. Der Koordinator der U15- bis U17-Junioren war ebenso überwältigt, wie auch die übrigen knapp 200 Zuschauer – so sie es denn mit den Werder-Youngsters hielten.
11.06.2018, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Christian Markwort

Bremen. „Da wird sich der Verein ganz sicher etwas Außergewöhnliches einfallen lassen“, versicherte Heiko Flottmann nach dem 4:2 (2:0)-Pokalerfolg der C-Junioren des SV Werder Bremen gegen die Tuspo Surheide. Der Koordinator der U15- bis U17-Junioren war ebenso überwältigt, wie auch die übrigen knapp 200 Zuschauer – so sie es denn mit den Werder-Youngsters hielten.

„Seit knapp neun Jahren hat es so etwas bei Werder nicht mehr gegeben“, führte Flottmann im Beisein von U15-Trainer Björn Dreyer weiter aus, „und ein Double hatten wir zuletzt anno 2004 bei den Bundesliga-Profis.“ Nachdem sich die grün-weißen Nachwuchskicker die Meisterschaft in der C-Junioren-Regionalliga Nord bereits vor einigen Wochen mit überwältigendem Vorsprung gesichert hatten, krönten sie eine überragende Spielzeit nun auch noch mit dem Pokaltriumph. „Ich bin ungeheuer stolz auf die Jungs“, freute sich auch Double-Trainer Björn Dreyer inmitten seiner jubelnden Spieler, „sie haben eine überragende Saison gespielt und sich jetzt mit zwei Titeln für eine fantastische Leistung belohnt.“

Dabei war das Endspiel gegen den Liga-Konkurrenten aus dem Stadtgebiet Bremerhaven nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Nachdem die Hausherren bereits kurz nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Niklas Hunold (Tura Bremen) im Anschluss an einen Eckball per Kopfball von Davis Asante in Führung gegangen waren (3.), erhöhte Kamer Mashollaj nur wenige Minuten später sogar auf 2:0 (13.). Allerdings hatten die Gäste um Trainer Muhammed Cömez im ersten Durchgang selbst auch zwei kleinere Möglichkeiten, die sie aber nicht im Gehäuse von Werder-Keeper Bennet Glinder unterbringen konnten. „Wir sind durch zwei Standards in Rückstand geraten“, erläuterte Cömez, „ansonsten hatte Werder offensiv aus meiner Sicht nicht viel zu bieten.“

Mit Wiederbeginn ließen die Werderaner die Zügel auch in der Defensive etwas schleifen, im Gefühl des sicheren Sieges verteidigte das Team insgesamt nicht mehr so aufmerksam wie noch in den ersten 35 Minuten. „Tuspo hat clever gespielt“, attestierte Björn Dreyer seinem Gegenüber „einen klugen Matchplan“. Der Beweis dafür lag unter anderem im Anschlusstreffer durch Tuspo-Mittelstürmer Marin Vukoja, der eine feine Einzelleistung mit dem 1:2 aus Sicht seiner Mannschaft krönte (44.). „Wir hatten den frisch gebackenen norddeutschen Meister am Rande einer Niederlage“, betonte Cönmez, „mit etwas mehr Ruhe in den entscheidenden Situationen wäre heute eine dicke Überraschung drin gewesen.“

Doch der Drittletzte der abgelaufenen Spielzeit in der Liga hatte dem neuen Titelträger in der zweiten Hälfte nur noch wenig entgegenzusetzen. Zwar erspielte sich Surheide noch einige kleinere Kontermöglichkeiten und präsentierte dabei ein durchaus ansehnliches Umschaltspiel – doch nach zwei wahren Traumtoren von Salem Nouwame (61.) und Vedat Tunc (68.) reichte es für sie lediglich noch zum erneuten Anschlusstreffer durch das zweite Tor von ­Marin Vukoja (63.).

„Das war eine durch und durch perfekte Saison“, jubelte Werder-Coach Björn Dreyer, nachdem Sebastian Störer, stellvertretender Vorsitzender des Jugendausschusses beim Bremer Fußballverband (BFV), Werder-Kapitän Emre Karagöz den Pokal überreicht hatte. Zum Abschluss dieser „perfekten Saison“ (Björn Dreyer) der jungen Bremer steht für die Nachfolger der Double-Helden von 2004 am letzten Spieltag nun noch das schwierige Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg auf dem Programm. Und der VfL ist seinerseits auch in bestechender Form: Trotz der durchaus beeindruckenden Bilanz des neuen norddeutschen Meisters ist der VfL das beste Rückrundenteam, holte sogar noch einen Punkt mehr als Werder Bremen und kassierte in zehn Begegnungen seit der Winterpause lediglich vier Gegentore. Dazu könnten die kleinen „Wölfe“ sogar noch auf Rang zwei springen und damit den anderen Nordkonkurrenten vom HSV überholen. „Wir sind gewarnt“, versicherte Björn Dreyer, „und werden alles dafür tun, um diese wirklich denkwürdige Saison mit einem letzten Erfolg auch möglichst würdig zu beenden.“

Was am Ende vonseiten der Verantwortlichen spendiert werden wird, bleibt abzuwarten. „Ist mir persönlich überhaupt nicht wichtig“, übte sich Björn Dreyer zurückhaltend in Bescheidenheit, „das haben sich die Jungs ganz allein verdient.“

SV Werder Bremen: Glinder; Karagöz, Widiker, Tunc, Köppener, Nouwame, Sultani, Eida, Mashollaj, Asante, Fenski (eingewechselt: Mohrmann, Topp, Becker, Haake).

Tuspo Surheide: Ammon; Schlichting, Littwin, Kanafani, Vukoja, Genc, Sablotny, Barnes, Dere, Moke, Spies (eingewechselt: ­Velic, Begic).

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