Abschluss der Basketball-Bundesliga Eisbären Bremerhaven besiegen Absteiger Vechta

Im letzten Saisonspiel besigen die Eisbären Bremerhaven den bereits feststehenden Absteiger Rasta Vechta mit 93:74 - und das nach anfänglichen Schwierigkeiten.
01.05.2017, 19:48
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Jonas Mielke

Im letzten Saisonspiel besigen die Eisbären Bremerhaven den bereits feststehenden Absteiger Rasta Vechta mit 93:74 - und das nach anfänglichen Schwierigkeiten.

Als das Spiel bereits entschieden war, boten die Eisbären ihren Fans zum Saisonabschluss eine echte Show: Eine Minute vor Schluss lupfte Eisbär Sebastian Schmitt den Ball hoch in die Luft, Flügelspieler David Brembly rauschte mit höchster Geschwindigkeit heran und stopfte den Ball aus der Luft direkt in den Korb. Mit Standing Ovations der 2950 Zuschauer, Konfettiregen, spektakulären Dunkings und einem 93:74 (44:43)-Heimerfolg gegen Rasta Vechta verabschiedeten sich die Eisbären in die Sommerpause.

Doch zu Anfang taten sich die Bremerhavener schwer. Sie kamen in der Offensive nicht zurecht und produzierten im ersten Viertel gleich sechs Ballverluste. „Wir waren zu Beginn sehr fahrig. Ich habe dafür auch keine Erklärung, vielleicht war es die weite Heimreise nach dem Spiel am Sonnabend in Bamberg“, sagte Eisbären-Trainer Sebastian Machowski. Auch im zweiten Viertel blieb Absteiger Vechta im Spiel, vor allem dank der überragenden Trefferquote aus der Distanz. Sieben von neun Dreipunktewürfen verwandelten die Niedersachsen, bei denen Nachwuchs-Spielmacher Niklas Geske überzeugte. Der 23-jährige erzielte bis zum Spielende zwölf Punkte und gab sechs Korbvorlagen. Besonders beeindruckend: Dabei unterlief ihm in der gesamten Partie nur ein Ballverlust.

Stark unter dem Korb

Doch die Eisbären hielten dagegen. Im Gegensatz zum Spiel in Bamberg waren diesmal die Bremerhavener Spieler unter dem Korb besonders stark: In der ersten Halbzeit holten sie elf Offensivrebounds. Am Ende gewannen die Eisbären das Rebound-Duell gegen Vechta deutlich mit 43:25. „Man hat gesehen, dass wir bereit waren. Wir hatten viel Energie und haben um jeden Ball gekämpft“, sagte Machowski.

Nach dem knappen 44:43 zur Pause übernahmen die Eisbären dann die Kontrolle über die Begegnung. Dank ihrer energischen Defensive erspielten sich die Eisbären mit schnellem Umschalten gute Wurfgelegenheiten. Unter dem Korb zeigte besonders Waverly Austin eine starke Leistung, der die Partie mit 14 Punkten als Bremerhavener Top-Scorer beendete. Auch Quincy Diggs zeigte einmal mehr seine Vielseitigkeit: Zehn Punkte, sieben Rebounds und sechs Vorlagen verbuchte der US-Amerikaner. „Ich freue mich, dass heute wieder so viele Spieler gepunktet haben“, sagte Sebastian Machowski.

Lesen Sie auch

Während die Offensive der Eisbären Fahrt aufnahm, gelang den Gästen nichts mehr – in den letzten sechs Minuten des dritten Viertels erzielte Vechta nur sechs Punkte. „Ich habe vielen Spielern heute Spielzeit geben wollen. Dadurch sind unsere Rotationen durcheinander gekommen, vielleicht muss ich das auf meine Kappe nehmen“, sagte Vechtas Coach Doug Spradley.

Spradley musste dann mit ansehen, wie seine Mannschaft immer weiter ins Hintertreffen geriet. Vor dem Schlussviertel führten die Eisbären bereits mit 69:53, im Laufe des letzten Abschnitts bauten sie den Vorsprung zwischenzeitlich auf 23 Punkte aus. Das Spiel war entschieden, sodass Machowski früh seine Leistungsträger vom Feld nehmen und Spielern aus der zweiten Reihe viel Spielzeit geben konnte.

Der am Ende ungefährdete Sieg beschert den Eisbären nach einer insgesamt positiven Saison mit zwölf Saisonsiegen den zwölften Tabellenplatz. Sechs der letzten zehn Spiele gewannen die Eisbären, sodass sich Trainer Machowski besonders mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden zeigte: „Wir haben viele Spieler, die noch enormes Potenzial haben. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir nächstes Jahr einige der Spieler hier wiedersehen würden“, sagte er.

Eilige Vertragsgespräche

Diese Aufgabe wollen Machowski und Eisbären-Geschäftsführer Jan Rathjen bereits in den nächsten Tagen angehen, denn bisher steht mit Ivan Elliott erst ein Spieler für die kommende Saison unter Vertrag. In der Halbzeitpause sagte Manager Rathjen im Fernsehinterview, dass möglicherweise bereits in den nächsten Tagen Vollzug mit mehreren Spielern vermeldet werden könne. „Ich habe morgen einige Termine in meinem Büro, und es gibt unterschriftsreife Verträge“, sagte er.

Dass es dann schon Neuigkeiten vom Star der Saison, Jordan Hulls gibt, ist jedoch unwahrscheinlich. „Ich werde erstmal zu meiner Familie in die USA reisen und dann dort mit ihnen gemeinsam entscheiden, wie es weitergeht. Aber es kann gut sein, dass ich nach Bremerhaven zurückkehre, es war eine schöne Saison“, sagte Hulls. Sollte Spielmacher Hulls seinen Vertrag verlängern, würde dies den Saisonabschluss für die Eisbären-Fans wohl krönen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+