Basketball-Bundesliga Eisbären Bremerhaven besiegen Alba Berlin bei Gastspiel in Bremen

Toller Erfolg für die Eisbären Bremerhaven. Beim dritten Gastspiel in Bremen gelingt vor 5920 Zuschauern ein 100:92-Erfolg gegen den Favoriten Alba Berlin.
22.04.2017, 19:49
Lesedauer: 3 Min
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Von Jonas Mielke

Toller Erfolg für die Eisbären Bremerhaven. Beim dritten Gastspiel in Bremen gelingt vor 5920 Zuschauern ein 100:92-Erfolg gegen den Favoriten Alba Berlin.

Als es 40 Sekunden vor der Schlussirene plötzlich 96:90 stand, hieß es für die Eisbären nochmal Nerven bewahren, diesmal an der Freiwurflinie. Dort Hulls traf sicher und die 5920 Zuschauer in der Bremer ÖVB-Arena feierten den 100:92 Sieg der Eisbären über Berlin. „Ich freue mich riesig über den Sieg gegen so einen starken Gegner. Wir haben mit sehr viel Energie und Leidenschaft gespielt“, sagte Eisbären-Trainer Sebastian Machowski.

Von Beginn an zeigten die Eisbären, dass gegen die favorisierten Berliner heute etwas möglich war: Mitte des ersten Viertels übernahmen die Bremerhavener durch einen Korbleger von Nemanja Aleksandrov mit 15:14 das erste Mal die Führung. Diese gaben sie bis zum Ende des Viertels nicht mehr aus der Hand, mit 27:21 ging es in die Viertelpause.

Schwierigkeiten im Spielaufbau

Zunächst hatten die Eisbären noch Schwierigkeiten mit der aggressiven Verteidigung der Berliner, besonders im Spielaufbau. Spielmacher Hulls wurde immer wieder von zwei Spielern verteidigt, doch die Eisbären fanden andere Wege: neun unterschiedliche Eisbären erzielten Punkte, dank guter Ballbewegung gelang es den Eisbären immer wieder zu einfachen Punkten am Korb zu kommen. „Jeder hat heute seinen Beitrag geleistet, das war ein tolles Spiel der gesamten Mannschaft“, sagte Machowski.

Zu Beginn des zweiten Viertels drehten die Eisbären dann auf und zwangen den Berliner Coach Ahmet Caki schon nach zwei Minuten beim Stand von 34:22 zu einer Auszeit, nachdem Karvel Anderson aus der Distanz erfolgreich war. Anderson beendete das Spiel mit 17 Punkten als bester Werfer der Bremerhavener.

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Die Eisbären ließen nicht nach und bauten den Vorsprung auf zwischenzeitlich 15 Punkte aus, besonders unter den Körben waren die Eisbären den Berlinern überlegen. Bis zur Halbzeit sammelten die Eisbären 24 Rebounds, die Berliner konnten nur 13 Fehlversuche ergattern. Insbesondere Ivan Elliott tat sich mit vielen wichtigen Rebounds hervor. Er beendete das Spiel mit 12 Rebounds und 16 Punkten.

Danach wurde es hitziger und hektischer: die Berliner bäumten sich auf, zwangen die Eisbären zu mehr Ballverlusten und schenkten den Bremerhavenern in der Mitte des zweiten Viertels neun Punkte in Folge ein. Kurz wirkten die Eisbären überrumpelt, Trainer Machowski musste zwei Auszeiten innerhalb von 20 Sekunden nehmen. Doch dann fanden die Eisbären ihren Rhythmus wieder und gingen mit einer verdienten 54:41 Führung in die Halbzeit.

Berliner müssen auf Kapitän verzichten

Lediglich die 19 Treffer bei 24 Versuchen von der Freiwurflinie der Berliner verhinderte eine noch deutlicheren Vorsprung der Eisbären, die lediglich neun Freiwürfe durch das Schiedsrichtertrio zugesprochen bekamen. „Wir haben nach fünf Minuten unsere Intensität verloren, eine sehr bittere Niederlage für uns“, sagte Berlins Coach Ahmet Caki. Die Berliner vermissten ihren ihren wichtigsten Spieler und Kapitän Dragan Milosavljevic schmerzlich, sich in der vergangenen Woche am Ellenbogen verletzte und auf unbestimmte Zeit ausfällt.

Im dritten Viertel waren die Eisbären dann nicht mehr zu stoppen, die Berliner Defensive ließ den Bremerhavenern immer wieder viel Platz. Und diesen wussten die Eisbären zu nutzen: fast jeder Wurf saß, am Ende trafen die Eisbären starke 35 von 65 Wurfversuchen sowie 50 Prozent aller Distanzwürfe. Bemerkenswert: nicht ein Spieler dominierte die Offensive der Eisbären, bis zum Ende des Spiels punkteten gleich fünf Bremerhavener zweistellig. Mit einem deutlichen 79:60 Vorsprung ging es ins letzte Viertel.

Schlussviertel wird nochmal spannend

Im Schlussviertel machten es die Eisbären dann nochmal ungewollt spannend: Die zwischenzeitliche 24 Punkte Führung schmolz immer weiter zusammen, insbesondere der Berliner Engin Atsür lief heiß und verwandelte drei Distanzwürfe in Folge – er beendete das Spiel mit 18 Punkten als Top-Scorer der Begegnung. „Die Berliner haben viel Qualität, es ist nicht leicht sich gegen den Druck die sie aufbauen können durchzusetzen. Wir sind eine junge Mannschaft und es ist eine wichtige Erfahrung dann trotz einer großen Führung das Spiel an der Freiwurflinie zu gewinnen“, sagte Machowski.

Der einzige Wehrmutstropfen für den Trainer der Eisbären: „Heute hat man wieder gesehen, was mit dieser Mannschaft möglich gewesen wäre, wenn wir die letzten Monate etwas weniger Verletzungspech gehabt hätten“, sagte Machowski.

Punte für die Eisbären Bremerhaven: Anderson (17), Elliott (16), Austin (15), Hulls (11), Wendt (11), Diggs (5), Brembly (5), Kamp (5), Aleksandrov (4), Schmitt (1), Breitlauch

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