Basketball Eisbären Bremerhaven verschlafen Start in die Viertel - 77:93 in Oldenburg

Oldenburg. Ein Mal kann jedes Team in einem Spiel zurückkommen. Oft glückt das auch ein zweites Mal. Aber drei Mal? Drei Mal war für die Eisbären Bremerhaven gestern Abend zu viel. Als die Mannschaft von Trainer Douglas Spradley auch den Start ins dritte Viertel verschlief, nutzten die EWE Baskets Oldenburg dies, um ein komfortables Punktepolster herauszuspielen und es diesmal auch zu verteidigen.
13.02.2010, 22:50
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Eisbären Bremerhaven verschlafen Start in die Viertel - 77:93 in Oldenburg
Von Marc Hagedorn

Oldenburg. Ein Mal kann jedes Team in einem Spiel zurückkommen. Oft glückt das auch ein zweites Mal. Aber drei Mal? Drei Mal war für die Eisbären Bremerhaven gestern Abend zu viel. Als die Mannschaft von Trainer Douglas Spradley auch den Start ins dritte Viertel verschlief, nutzten die EWE Baskets Oldenburg dies, um ein komfortables Punktepolster herauszuspielen und es - anders als in den ersten beiden Abschnitten - diesmal auch zu verteidigen, ja sogar auszubauen. Am Ende hieß es im Nordderby der Basketball-Bundesliga 93:77 (40:37) für Oldenburg.

Die Halbzeitanalyse des bis dahin besten Eisbären, Jeff Gibbs, lieferte damit schon die vorweggenommene Erklärung für das gesamte Spiel: 'Wir waren jeweils zu Beginn der Viertel nicht aggressiv genug', sagte Gibbs. Für die Bremerhavener war es nach sieben Siegen in Serie die zweite Niederlage in Folge. Die Oldenburger dagegen, zwei Tage zuvor aus dem Pokal geflogen, unterstrichen in der mit 3148 Zuschauern einmal mehr ausverkauften EWE Arena eindrucksvoll, dass der Weg zum Titel auch in diesem Jahr über sie führen wird, zumal sich das Team nun ausschließlich auf die Liga konzentrieren kann.

Oldenburg gegen Bremerhaven, das Nordderby: Es war auch das Duell der unterschiedlichen Systeme. Hier der heimstarke Deutsche Meister mit seinem eher kontrollierten Spiel, mit seiner starken Betonung der Defensive und der permanenten Gefahr aus der Distanz mit vielen Dreipunktewürfen, dort die auswärtsstarken Eisbären mit ihrer Vorliebe für Tempobasketball mit hoher Trefferzahl. Das Spiel stellte die Erwartungen auf den Kopf. Am Ende lag Oldenburg gut 20 Zähler über seinem Punktedurchschnitt, die Eisbären blieben klar unter ihrem.

Letztendlich war es eine klare Angelegenheit. Auf den kleinen Positionen hatte der Meister deutliche Vorteile. Rickey Paulding, Spielmacher Jason Gardner und Je?Kel Foster sorgten allein für über 50 Punkte. Und auch auf den großen Positionen setzte der Meister die Akzente, vor allem in der zweiten Halbzeit. 'Dort haben wir den Grundstein gelegt', sagte EWE-Assistenztrainer Ralph Held. Ruben Boumtje Boumtje, Marko Scekic und Milan Majstorovic hatten unterm Korb die Hoheit gegen Andrew Drevo und Jeff Gibbs. Gibbs baute nach überragender erster Halbzeit ab, Drevo traf zwar offensiv hochprozentig (sieben von neun aus dem Feld), war bei der Abwehrarbeit körperlich aber im Nachteil.

Das hatten die Oldenburger schon zu einem Schnellstart genutzt - 7:0 (3.). Nach und nach fanden aber auch die Eisbären ins Spiel (22:23, 10.). Die Oldenburger lebten zum wiederholten Male von ihrer überragenden Dreierquote, die sich stets um die 50-Prozent-Marke bewegte.

Gleiches Bild im zweiten Viertel: Die Eisbären brauchten fast fünf Minuten, um erstmals aus dem Spiel heraus zu treffen, da führte Oldenburg schon mit 30:22. Jan Lipke, Drevo, Spielmacher Lou Campbell und Gibbs brachten die Bremerhavener zur Pause aber bis auf drei Punkte heran - 37:40, ehe sie nach der Halbzeit zum dritten Mal an diesem Abend schlafmützig in ein Viertel starteten. Diesmal vorentscheidend, weil nicht mehr korrigierbar.

EWE Baskets Oldenburg: Paulding (22), Gardner (18), Foster (14), Scekic (11), Majstorovic (10), Carter (10), Perkovic (4), Boumtje Boumtje (4), Hain

Eisbären Bremerhaven: Drevo (17), Campbell (16), Gibbs (16), Brooks (8), Martin (8), Lucas (6), Lyde (2), Lipke (2), Schwethelm (2), Moore

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