Basketball Eisbären gelingt Heimpremiere

Die Eisbären Bremerhaven haben es geschafft, ihr Auftaktspiel der Pro A gegen Schwenningen vor den eigenen Fans zu einem guten Ende zu bringen. Immerhin 1225 Zuschauer kamen.
29.09.2019, 16:43
Lesedauer: 2 Min
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Eisbären gelingt Heimpremiere
Von Olaf Dorow

Bremen. Die Zielsetzung ist so ambitioniert, wie sie naheliegend ist. Die Eisbären Bremerhaven wollen ihre wirtschaftliche Situation stabilisieren und verbessern – und sie wollen auf dem Parkett wieder als Basketball-Attraktion wahrgenommen werden. Statt dauerhaft für Frust auf den Rängen zu sorgen. Die wirtschaftlichen Engpässe lassen sich nicht im Handumdrehen beseitigen; für neue sportliche Attraktivität lässt sich eventuell etwas kurzfristiger sorgen. Immerhin ist der Pflichtspielstart in die Pro A genannte zweite Bundesliga geglückt. Die Eisbären haben nach dem Sieg in Leverkusen nun auch ihre Heimpremiere mit Erfolg bewältigt. Der Absteiger aus der ersten besiegte den Aufsteiger aus der dritten Liga mit 98:90.

In der kritischen Analyse eines anspruchsvollen Trainers konnte es für den Auftritt in der Bremerhavener Stadthalle keine Bestnoten geben. „Wir haben Fehler gemacht und müssen noch Einiges lernen“, sagte Eisbären-Trainer Michael Mai nach dem Spiel. Und: „Leider können wir heute mit unserer Quote von Außen nicht zufrieden sein.“ In einem recht intensiv geführten Spiel hatten sich die Gastgeber nie absetzen können. Erst ein Drei-Punkte-Wurf von Eisbären-Kapitän Adrian Breitlauch hatte das Team kurz vor dem Ende entscheidend nach vorn gebracht.

Mit einem 75:75 waren die Eisbären in dieses letzte Viertel gegangen. Die Panthers hatten den knappen Rückstand, dem sie von Beginn an hinterhergelaufen waren, jetzt endgültig aufgeholt. Anders als so oft in der vergangenen Saison in der Bundesliga brach das Bremerhavener Team zum Ende des Spiels jedoch nicht ein. Auch nicht, als Schwenningen kurzzeitig sogar führte. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie sich konzentrieren kann. Dass sie abgezockt sein kann“, sagte Geschäftsführer Nils Ruttmann. Die Intensität des Spiels und das gelungene Finish – das habe ihm gut gefallen und sei auch vom Publikum honoriert worden.

1225 Zuschauer waren in die Halle gekommen. „Damit sind wir erst mal sehr glücklich“, sagte Ruttmann. Aus seiner Sicht verfüge Bremerhaven durchaus über ein Publikum, „das Lust auf Basketball hat“. Und es brauche nur einen Funken, um ordentlich mitzugehen. So, wie im letzten Viertel, als die Eisbären ein Spiel an sich rissen, das ihnen zu entgleiten drohte. Auch die Probleme, die Kasey Hill, Rohndell Goodwin und Will Vorhees durch die Häufigkeit ihrer Fouls bekamen, warfen sie nicht aus der Bahn. Vorhees musste drei Minuten vor Schluss nach seinem fünften Foul sogar das Feld verlassen. Allerdings profitierten die Eisbären davon, dass gleich danach auch der Schwenniger Marko Bacak nicht mehr mitspielen durfte.

Nach zwei Siegen aus den ersten zwei Spielen ist zumindest eines nicht eingekehrt am Basketball-Standort Bremerhaven: große Ernüchterung über das sportliche Potenzial dieses Teams. In der Liga werden die Eisbären als klarer Anwärter auf die Play-off-Spiele gehandelt. Am kommenden Sonnabend treten sie im zweiten Auswärtsspiel der Saison beim Team Ehingen Urspring an (19 Uhr). Seit drei Jahren wieder in der Pro A, ist die Spielgemeinschaft in der vergangenen Saison als Siebter immerhin in die Play-offs gekommen, hat in dieser Saison seine ersten beiden Spiele jedoch verloren.

Eisbären: Braun (11 Punkte/1 Dreier), Hill (23/2), Möller, Canty (14/4), Breitlauch (10/1), Pfeil, Clay (5/6 Rebounds), Theis (15/4), Goodwin (9/4), Friederici, Vorhees (11/8).

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