Basketball-Bundesliga Eisbären jetzt im Abstiegskampf

Bremerhaven. Bisher war stets und ausschließlich die Rede vom Erreichen der Playoff-Ränge, nach der Niederlage in Ludwigsburg befinden sich die Eisbären Bremerhaven jetzt mitten im Abstiegskampf.
10.03.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Eisbären jetzt im Abstiegskampf
Von Marc Hagedorn

Bremerhaven. Pünktlich zum Endspurt im Kampf um die Playoff-Ränge waren die Eisbären Bremerhaven finanziell noch einmal ans Limit gegangen. Der Basketball-Bundesligist hatte kurz vor Transferschluss Ende Februar die beiden erfahrenen und profilierten US-Profis Andrew Drevo und Terrell Everett verpflichtet: Sie sollten die Trümpfe sein, die Männer, die in den letzten elf Saisonspielen den Unterschied ausmachen können, um die Eisbären doch noch unter die ersten acht Mannschaften der Liga zu führen.

Seit Samstagabend haben sie einen neuen Auftrag: Nach der 75:92 (42:53)-Pleite bei den Neckar Riesen Ludwigsburg heißt es für die Eisbären ab sofort: Abstiegskampf statt Playoffs.

Nach einer enttäuschenden Leistung muss die Mannschaft von Cheftrainer Douglas Spradley höllisch aufpassen, im nächsten Jahr nicht in der zweiten Liga zu spielen. Nur noch zwei Punkte, sprich ein Sieg, trennen die Eisbären von den Frankfurt Skyliners, die im Moment neben dem bereits abgeschlagenen Schlusslicht Gießen auf einem Abstiegsrang stehen. Angesichts der gestrigen Leistung und der Tendenz der letzten Wochen muss den Eisbären-Fans angst und bange werden. Seit Weihnachten hat Bremerhaven nur zwei von neun Spielen gewonnen.

Ludwigsburg hat einen Lauf

Ganz anders sieht es beim Gegner aus: Die Ludwigsburger holten unter ihrem neuen Trainer John Patrick bereits den fünften Sieg aus den vergangenen sieben Spielen. Gegen die Eisbären war es im übrigen der achte Sieg im achten Heimspiel gegen die Bremerhavener. Das unter Patrick komplett umgekrempelte Ludwigsburger Team stellte die Eisbären von Beginn an vor große Probleme.

Während bei Bremerhaven Neuzugang Drevo noch fehlte und Wintereinkauf Nummer zwei, Everett, enttäuschte, war es bei den Ludwigsburgern ausgerechnet einer der vier Neueinkäufe, der das Spiel prägte. Power Forward Eric Coleman erzielte 18 Punkte und hatte gemeinsam mit Centerkollege John Turek (20) die Hoheit unter dem Bremerhavener Korb. Da die Ludwigsburger auch von außen phänomenal trafen, war das Duell früh eine klare Angelegenheit. Überragend hierbei Joshua Jackson, der sechs von acht Dreierversuchen verwandelte. Auch die Scharfschützen Wayne Bernard und Lucca Staiger versenkten je zwei Dreier.

Und die Eisbären? Mit Ausnahme von Stefan Jackson eine ziemliche Enttäuschung. Aus der Distanz gelang nicht viel (nur 5 von 15 Dreiern), und während Ludwigsburg 60 Prozent aller Würfe traf, waren es bei den Bremerhavenern nur 44. "Der Ludwigsburger Sieg war absolut verdient. Sie haben heute die Extras herausgekitzelt, die uns in einem so wichtigen Spiel gefehlt haben", klagte Spradley. Lediglich das erste Viertel gestalteten die Eisbären offen (22:24). Danach baute Ludwigsburg die Führung über 36:26 (14.) und 53:42 (20.) auf 76:54 (30.) aus.

Schon am Mittwoch geht es für die Eisbären weiter. Dann kommt der zwei Ränge besser platzierte BBC Bayreuth in die Bremerhavener Stadthalle.

Eisbären Bremerhaven: Jackson (15), Burrell (11), Waleszkowski (11), Burtschi (9), Harris (9), Zwiener (9), Morrison (7), Canty (2), Everett (2), Raffington

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