Eisbären-Spiel fällt aus Quarantäne statt Finale

Die letzte Woche wird für die Eisbären Bremerhaven zum Spiegelbild der Saison. Wegen mittlerweile neun positiver Fälle im Schwenninger Team können sie nicht in Heidelberg und müssen in Quarantäne.
02.05.2021, 16:06
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Quarantäne statt Finale
Von Olaf Dorow

Auf ungewollte Weise passte diese letzte Woche der Saison sehr gut zur Saison 2020/21. Seit mehr als einem halben Jahr ist sie in der Pro A, der zweiten Basketball-Bundesliga, geprägt von Spielabsagen, Quarantäne-Anordnungen und organisatorischer Mehrarbeit. Das letzte Spiel der Eisbären, das in der Play-off-Gruppe am Sonntag in Heidelberg gespielt werden sollte, fand nun nicht mehr statt. Stattdessen: Quarantäne-Anordnung und Organisations-Wirrwarr.

Die Bremerhavener Profis, von denenen nach Lage der Dinge zusätzlich zum Trainer mindestens drei wegen eines weiterlaufenden Vertrages nach der Sommerpause wieder an die Nordsee zurückkehren werden, müssen sich auf Anweisung des Gesundheitsamtes zwei Wochen in Quarantäne begeben, an diesem Montag müssen sie alle einen PCR-Test absolvieren. Wann wer eher aus der Quarantäne herauskommt und heim zur Familie fliegen kann, wird sich erst noch zeigen müssen.

Am Montag vergangener Woche hatten die Eisbären in Schwenningen gespielt – und gewonnen. Alle Schnelltests seien negativ gewesen, so schildert es Eisbären-Manager Nils Ruttmann. Am Mittwoch folgte die Nachricht: ein Schwenninger doch positiv. Weil keine Kontaktstufe I vorlag, durften die Eisbären am Donnerstag gegen Kirchheim antreten. Auch hier fielen alle Schnelltests negativ aus. Einen Tag später dann die zweite Corona-Nachricht aus Schwenningen. Bei einem PCR-Test wiesen weitere acht Spieler einen positiven Befund auf. Damit war das Kontaktlevel I für die Bremerhavener erreicht, für sie fiel die Fahrt nach Heidelberg flach und eine Fahrt in den Urlaub auch erst mal.

Das Spiel gegen den Tabellenführer MLP Academics Heidelberg wäre das letzte der Saison für die Eisbären gewesen. Weil sie gegen Kirchheim in der Verlängerung verloren hatten, besaßen sie keine Chance mehr auf den Gruppensieg und damit auf den Einzug in das Play-off-Finale um die Meisterschaft in der Pro A. Zwar stand bereits davor fest, dass aus finanziellen Gründen keine Lizenz für die erste Liga beantragt wird. „Aber diese Woche hatten wir uns eigentlich ganz anders vorgestellt“, sagt Nils Ruttmann. Schwennigen sei bis zum vergangenen Montag die einzige Mannschaft der Liga gewesen, die von Corona-Fällen oder Quarantäne-Maßnahmen verschont geblieben war.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+