Basketball Eisbären verlieren 59:85 bei ALBA

Bremerhaven. Als Aufbaugegner kamen die Eisbären Bremerhaven den angeschlagenen Basketball-Profis von Alba Berlin am Sonntag gerade recht. Mit 85:59 (52:33) besiegten sie die Bremerhavener.
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Von Dietmar Rose

Bremerhaven. Als Aufbaugegner kamen die Eisbären Bremerhaven den angeschlagenen Basketball-Profis von Alba Berlin gestern gerade recht. Während die Berliner durch den deutlichen 85:59 (52:33)- Heimsieg die erwartete Trotzreaktion auf das Krisengerede der vergangenen Woche zeigten, wurden die blassen Seestädter in der O2-World zum Teil vorgeführt. Für die Mannschaft von Trainer Doug Spradley zeigt die Tendenz nach der dritten Niederlage in Folge nach unten.

Dass die Berliner heiß sein würden, hätte die Gäste eigentlich nicht überraschen dürfen. Vor Wochenfrist hatten die Alba-Korbjäger durch das 52:103-Debakel beim Tabellenführer Brose Baskets Bamberg die höchste Pleite in ihrer Bundesliga-Geschichte erlebt. "Kann sein, dass Bremerhaven ausbaden muss, was Bamberg da angestellt hat", orakelte Frank Buschmann vor der Partie. Und der Sport1-Fernsehmoderator sollte mit dieser Prognose recht behalten. Die Berliner legten los wie die Feuerwehr und führten nach zwei Minuten bereits mit 9:0.

Spradley sah sich zu einer frühen Auszeit gezwungen, die jedoch keine Wirkung zeigte. Seine Mannschaft agierte in der Verteidigung ohne Biss und schloss in der Offensive ihre Angriffe viel zu überhastet ab. Die Eisbären brauchten fünfeinhalb Minuten, um durch Andrew Drevo ihren ersten Feldkorb zu werfen. Eine Initialzündung war dieses Erfolgserlebnis jedoch nicht - nach dem ersten Viertel lagen die Gäste hoch mit 12:27 in Rückstand.

Mit zunehmender Spielzeit fand das Spradley-Team besser ins Spiel, blieb aber die deutlich unterlegene Mannschaft. "Ihr dürft nicht versuchen, es zu erzwingen", legte der Eisbären-Trainer seinen Spielern in einer Auszeit ans Herz. Doch bis auf den erneut sehr agilen Torrell Martin und Drevo vermochte kein Bremerhavener Akzente zu setzen. Negativ machte sich bei den Gästen zudem das Fehlen von Craig Callahan bemerkbar - der Power Forward, zweitbester Werfer der Mannschaft, fiel auf Grund einer Fersenprellung aus. Außerdem hatten einige andere Profis wegen Blessuren und Krankheiten mit dem Training aussetzen müssen.

Nationalspieler Philipp Schwethelm, der nicht seinen besten Tag hatte, wollte diese Probleme jedoch nicht als Ausrede gelten lassen. "Wir tun uns schwer, in den Rhythmus zu kommen. Wir konzentrieren uns zu sehr auf die Offensive, anstatt erst mal in der Verteidigung unseren Job zu machen", analysierte der 21-jährige Flügelspieler den deutlichen 33:52-Halbzeitrückstand seines Teams.

Nach dem Seitenwechsel lief es bei den Seestädtern, die ihre Hektik allmählich abzulegen begannen, zunächst etwas runder. Selbst der zuvor enttäuschende Center Sean Denison hatte jetzt einige gelungene Aktionen. Die Alba-Profis zeigten noch einmal Nerven. Beim Stand von 64:51 für die Berliner schien eine Wende zu Gunsten der Gäste noch möglich zu sein (32.). Doch dann hagelte es Dreier: Mit vier erfolgreichen Distanzwürfen in Folge schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 76:51 in die Höhe, das Spiel war damit entschieden (35.). Insgesamt traf Alba 14 Mal aus der Ferne, die Eisbären lediglich sechs Mal - das war nur ein Beleg für die gestrige Überlegenheit des Hauptstadt-Teams.

"Alba hat hochverdient gewonnen. Man darf nicht vergessen, dass das eine Topmannschaft ist. Wir haben es ihnen heute aber auch leicht gemacht", sagte Eisbären-Manager Jan Rathjen und richtete den Blick bereits auf die nächsten Aufgaben: "Wenn wir unsere beiden Heimspiele gegen Tübingen und Ulm gewinnen, war es dennoch eine gute Hinrunde."

Eisbären Bremerhaven: Martin (17), Drevo (14), Denison (10), Thomas (7), Copeland (4), Chaney (3), Schwethelm (3), Shtein (1), Lipke, Canty.

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