Finale des Bremer Lotto-Pokals Endspiel um Teilnahme am DFB-Pokal

Bremen. Wenn sich der FC Oberneuland und der FC Bremerhaven am Mittwoch (19 Uhr, Sportpark Vinnenweg) im Finale des Bremer Lotto-Pokals gegenüberstehen, geht es neben dem Titel auch gleichzeitig um den Einzug in den DFB-Pokal.
19.05.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Stefan Freye

Bremen. Man muss es vielleicht noch mal betonen: Wenn sich der FC Oberneuland und der FC Bremerhaven heute (19 Uhr, Sportpark Vinnenweg) im Finale des Bremer Lotto-Pokals gegenüberstehen, geht es in erster Linie um den Titel und die damit verbundene Ehre.

Aber so ganz zu verachten ist die mit dem Pokalerfolg garantierte Finanzspritze natürlich auch nicht. Im Fall des FCO und des FCB wohl erst recht nicht: Diese beiden Vereine können die rund 100000 Euro an Fernsehgeldern für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals vermutlich noch besser gebrauchen als die meisten anderen Klubs im Bereich des Bremer Fußballs. Denn sollte der abstiegsbedrohte FC Oberneuland die Regionalliga halten, wäre mit dieser Summe schon mal ein Teil des kommenden Etats gedeckt. Steigt der FCO dagegen in die Bremen-Liga ab, wären die finanziellen Mittel für den angestrebten Neuaufbau leichter aufzubringen. 'Das Geld für die erste Runde wäre für jeden Verein ein Thema', bestätigt Mike Barten.

Der FCO-Coach - mit Werder vor zehn Jahren selbst im Finale in Berlin - lenkt den Blick indes noch auf einen anderen Punkt: 'Es ist doch was Besonderes, überhaupt mal im DFB-Pokal spielen zu dürfen.' Seine Mannschaft machte diese Erfahrung zuletzt immer öfter. In der laufenden Saison scheiterte Oberneuland an 1899 Hoffenheim, und im vergangenen Jahr war nach dem Sieg über Koblenz gegen den VfL Wolfsburg in der zweiten Runde Endstation. Motivieren muss man da eigentlich niemanden mehr. Aber warnen. Denn wie schwer man sich tun kann gegen einen unbedarften Bremen-Ligisten, hatte nicht zuletzt das Halbfinale gegen den TuS Schwachhausen (5:2n.E.) deutlich gemacht. Der Zufall wollte es, dass ausgerechnet Schwachhausen am vergangenen Wochenende mit 2:0 gegen den FC Bremerhaven in der Bremen-Liga erfolgreich war. Noch so ein Grund, die Partie nicht ganz ernst zu nehmen - und dem unterklassigen Gegner damit in die Karten zu spielen. 'Ich hoffe, dass wir unterschätzt werden', sagt

FCB-Spielertrainer Tarek Chaaban. Hoffnungen auf ein kleines Fußballfest am Vinnenweg kann er den Zuschauern dagegen eher nicht machen. 'Wir müssen lang genug die Null halten, dann werden sie nervös', so Chaaban zur Taktik der Gäste.

Immerhin kann der Trainer nach diversen Engpässen wieder auf 14, 15 Spieler zurückgreifen. Beim Spiel in Schwachhausen war Stammtorhüter Muharren Gülec mangels Alternativen noch im Sturm aufgelaufen. Nun soll er an anderer Stelle mithelfen, den Titel zu holen und den finanziellen Engpass zu beenden. Chaaban und Co. arbeiten derzeit nämlich am Aufbau einer zweiten Herrenmannschaft und eines Jugendteams. Die müssen her, wenn der Zwangsabstieg aus der Bremen-Liga vermieden werden soll. Die Summe von 100000 Euro kann man da gut gebrauchen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+