Fußball-Schnack

Erster Sieg nach 372 Tagen: Es geht also doch, TSV Grolland!

Nach 17 Niederlagen und zwei Remis der erste Dreier. Bremer SV hofft auf Spitzenspiel am Panzenberg
19.03.2019, 16:21
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye
Erster Sieg nach 372 Tagen: Es geht also doch, TSV Grolland!

Peter Warnecke, Präsident des Bremer SV.

Karsten Klama

Nun hat das Warten endlich ein Ende. Nach dem Saisonbeginn im vergangenen Sommer hatte der TSV Grolland keinen Sieg in der Bezirksliga gelandet. In 19 Partien waren dem Team von Trainer Jannis Bösche neben 17 Niederlagen gerade zwei Unentschieden gelungen. Saisonübergreifend waren die Grollander sogar 372 Tage ohne dreifachen Punktgewinn. Dann kam ein Gast aus Bremerhaven, und die grauenhafte Serie fand zu einem Abschluss: Mit 2:0 (1:0) besiegte der TSV die LTS Bremerhaven II. Die Tore von Florian Flegel (2.) und Julian Lüers sorgten also für eine Befreiung in Grolland. In der Tabelle helfen sie dem Schlusslicht dagegen nur bedingt weiter, fehlen doch noch immer 16 Punkte zu einem Nichtabstiegsplatz. Aber wer weiß, was dieser Sieg nun möglich macht? Fest steht dagegen: Der Titel für den Ausrutscher der Woche geht an die LTS II. Dabei konnte der Tabellenzehnte aber für sich in Anspruch nehmen, dass er angesichts zahlreicher Ausfälle stark ersatzgeschwächt angetreten war.

Ihr Name lautet: Riensberg Pandas, und ihr Auftrag besteht darin, für Spaß am Ball zu sorgen. „Wir wollen einfach eine guten Rahmen schaffen“, sagt Präsident Ingo Brüning zur neuen Kinder-Fußballabteilung des FC Riensberg. Ab dem 8. April (15.30 – 17 Uhr) will der Verein auf der Sportanlage der Uni Bremen nun auch Fünf- bis Siebenjährigen die Chance zum Spiel im Riensberg-Trikot geben. In Dennis Coppel, Jennifer Meyer und Houman Shokati wurde ein Trainerteam gefunden, das den Nachwuchs auf den ersten Schritten ins Fußballleben begleiten soll. Und dabei dürften nicht wenige Kids bereits einen Bezug zum erst 2011 gegründeten FC Riensberg besitzen. „Mittlerweile haben viele Spieler selbst Kinder, auch deshalb hat diese Abteilung bislang total gefehlt“, sagt Ingo Brüning.

Eine Wiederwahl gab es für Matthias Schmit: Er wurde auf dem Kreistag in Bremen-Nord in seinem Amt als Vorsitzender einstimmig bestätigt und wird drei weitere Jahre dem kleinsten Fußballkreis Deutschlands vorstehen. Dabei waren Schmit, zugleich Vorsitzender des 1. FC Burg, und die anderen Funktionäre allerdings von der Resonanz der Zusammenkunft enttäuscht: Lediglich sieben der insgesamt 13 Nordbremer Vereine waren beim Kreistag vertreten. Sie wählten unter anderen noch einen neuen Vorsitzenden des Kreisjugendausschusses: Für Karsten Wolf (Blumenthaler SV), der nicht mehr kandidierte, tritt nun Stefan Blümel (TSV Lesum-Burgdamm) an. Den Vorsitz im Kreisschiedsrichterausschusses übernahm dagegen Sebastian Berger (TSV Farge-Rekum) von Volker Seekamp (TSV Lesum-Burgdamm), der sich zukünftig auf sein Amt als Lehrwart im Fußball-Kreis Bremen-Nord konzentrieren möchte.

Es sieht ganz gut aus: Das große Bremen-Liga-Spitzenspiel zwischen dem Bremer SV und dem FC Oberneuland am 19. April sollte auf dem Panzenberg ausgetragen werden können. Nachdem das Hinspiel im Dezember bereits angesichts der schwierigen Platzverhältnisse abgesagt worden war und der BSV noch am Wochenende auf den Hohweg ausweichen musste, ist jedenfalls Besserung in Sicht. „Der Platz ist noch tief, aber wir gehen davon aus, dass wir schon das nächste Heimspiel gegen die BTS Neustadt auf dem Panzenberg austragen werden“, sagt BSV-Präsident Peter Warnecke. Ihm geht es wie den meisten anderen Beobachtern auch: „Ein Spiel wie gegen den FC Oberneuland kann nur am Panzenberg ausgetragen werden.“ Sollte es tatsächlich für das womöglich vorentscheidende Duell reichen, so wäre damit allerdings auch ein zeitweiliger Abschied verbunden. Die Partie gegen den FCO dürfte nämlich das vorerst letzte Spiele im kleinen Stadion sein. Denn läuft alles nach Plan, wird der Rasen danach erneuert. „Die Ausschreibung vom Sportamt ist raus, und am 16. April läuft die Frist ab“, erläutert Warnecke. Die sich anschließenden Arbeiten sollen den Platz am Panzenberg nicht nur mit einem Rollrasen versehen; auch ein neuer Untergrund, eine Drainage sowie eine Bewässerung sind vorgesehen – und dann würden die bangen Fragen nach dem Zustand der Spielstätte womöglich der Vergangenheit angehören. Das bedeutet allerdings: Gewinnt der Bremer SV die Meisterschaft und nimmt an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teil, wäre eine Ausweichspielstätte notwendig. „Dann müssen wir sehen, dass wir irgendwo einen Platz kriegen“, so Peter Warnecke. Die Lösung sei allerdings vom jeweiligen Gegner abhängig – womöglich ließe sich das betreffende Heimspiel dann auch am Hohweg austragen.

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