Emin da Silva aus Bremen läuft Halbmarathon rückwärts "Fastfood ist immer mal drin"

Bremen. Der Bremer Läufer Emin da Silva will beim SWB-Marathon am kommenden Sonntag für einen guten Zweck rund 21 Kilometer rückwärts laufen. Während des Trainingsprogramms gönnt sich der 39-Jährige zwischendurch auch mal Fastfood.
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Von Daniel Stöckel

Bremen. Der Bremer Sportler Emin da Silva wird beim swb-Marathon am kommenden Sonntag über die Halbmarathon-Distanz starten. Das wäre an sich nichts Besonderes, allerdings plant der 39-Jährige, die 21,0975 Kilometer rückwärts zu laufen. Mit dieser besonderen Aktion will da Silva möglichst viel Geld für das Trauerland in Bremen sammeln - ein Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche.

"Nachdem ich im vergangenen Jahr den Bremer Marathon mit einer großen Spendendose vorwärts gelaufen bin und 713 Euro für das Trauerland eingenommen hatte, habe ich gesagt, es muss jetzt was anderes passieren, sonst wäre das eintönig", sagt da Silva.

Vor rund fünf Monaten hat er mit den Vorbereitungen für den ungewöhnlichen Rückwärtslauf begonnen. "Ich habe mit 500 Metern angefangen und auf zwei, drei und fünf Kilometer gesteigert. Danach kamen die ersten 15 und dann die ersten 20 Kilometer." Jetzt ist da Silva zuversichtlich, die 21-Kilometer-Distanz zu schaffen.

Auch die besonderen Belastungen seiner Waden, der Sprunggelenke und der vorderen Oberschenkel hat der 39-Jährige, der sich rückwärts die ganze Zeit auf den Fußspitzen fortbewegen wird, einkalkuliert.

"Insgesamt leidet die gesamte Beinmuskulatur doppelt so stark wie bei einem normalen Marathon", so da Silva, der aktuell möglichst jeden Tag trainiert und die Übungseinheiten dabei vielseitig gestaltet. Neben dem Laufen stehen auch Radfahren, Schwimmen, Inlineskaten und leichtes Krafttraining auf dem Trainingsprogramm: "Abwechslungsreich ist mein Rezept, damit bin ich in den vergangenen Jahren auch verletzungsfrei geblieben und habe alles gut verkraftet."

An der Ernährung hat da Silva nichts verändert, und er isst zwischendurch auch mal etwas, das normalerweise nicht auf dem Speiseplan eines Extremsportlers steht. "Ich bin sehr spontan und gönne mir fast jede Sache." Grundsätzlich achte er schon auf gesundes Essen, "aber nichtsdestotrotz ist ein Döner oder Fastfood immer mal drin." Und wenn sich da Silva an einem Tag mal etwas Deftiges gegönnt hat, wird am Tag danach noch intensiver trainiert, "um die ungesunden Fette wieder loszuwerden."

ach dem swb-Marathon wird sich da Silva auf das nächste große Ziel konzentrieren. Der 39-Jährige plant, für einen guten Zweck von Bremen nach Istanbul zu laufen – eine Distanz von 2787 Kilometern.

Nachdem der Bremer Roland als Startpunkt aus dem Rennen ist, hat sich der gebürtige Türke einen anderen markanten Ort vorgenommen: "Mein Traum ist, am 6. oder 7. April 2013 im Weserstadion zu starten. An diesem Tag spielt Werder gegen Schalke."Bis dahin hat da Silva aber noch Gespräche mit Werders Geschäftsführung vor sich. Außerdem fehlen aktuell noch einige Durchlauf-Genehmigungen für Straßen in bestimmten Ländern, zum Beispiel Griechenland.

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