Fußball-Bremen-Liga FCO hat seine Form wiedergefunden

Bremerhaven/Bremen. Die Fußballer des FC Oberneuland haben in der Fußball-Bremen-Liga einen 2:0-Sieg beim FC Bremerhaven gefeiert. Aufgrund einer überlegenen ersten Halbzeit gewinnt Union 60 beim Blumenthaler SV.
20.05.2012, 05:00
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Bremerhaven. Sie hatten keine Lust auf die ganze Rechnerei, und deshalb fanden die Fußballer des FC Oberneuland rechtzeitig wieder zu ihrer Form: Eine Woche nach der 1:2-Heimniederlage gegen den OSC Bremerhaven war der Tabellenführer gam Sonnabend mit 2:0 (1:0) beim FC Bremerhaven erfolgreich.

"Der Stachel saß, aber wir haben einen souveränen Sieg folgen lassen", stellte FCO-Coach Peter Moussalli zufrieden fest. Sein Team zeigte sich tatsächlich gut erholt von der ersten Saisonniederlage. Der Gastgeber kassierte also kurz nach der 0:6-Niederlage im Lottopokalhalbfinale die nächste Pleite gegen die Bremer.

Die Pokalpartie hatte allerdings ihre Spuren hinterlassen: Der FCB versuchte erst gar nicht mitzuspielen, sondern war auf eine sichere Defensive bedacht. Auf diese Weise war die gestern sehr konzentrierte Abwehr des Gastes nicht übermäßig gefordert. Nach vorn zeigte der FCO im Gegensatz zur Vorwoche wieder ein paar ansehnliche Kombinationen, und deshalb waren die nötigen Treffer auch nur eine Frage der Zeit. Bereits nach 14 Minuten hatte Mahmut Aktas den Ball überlegt durchgesteckt für Youness Buduar, der nicht weniger trickreich einen Lupfer ansetzte und FCB-Keeper Muharrem Gülec keine Chance ließ. Dass es bis kurz vor dem Ende beim 1:0 bleiben sollte, verdankte der Gastgeber der nicht eben effektiven Spielweise des Gegners. Rund ein halbes Dutzend Mal tauchten Shaun Minns und Co. vor dem FCB-Gehäuse auf, ließen dann aber selbst beste Möglichkeiten aus. Also musste der Kapitän ran: In der 84. Minute schob Sören Seidel aus zwölf Metern zum verdienten Endstand ein. (sfy)

Ein bisschen verspielt agierte der Bremer SV schon im Heimspiel gegen den TSV Wulsdorf. Dass er aber einen deutlichen 5:0 (3:0)-Erfolg landete, sagt alles über die Kräfteverhältnisse in diesem Bremen-Liga-Fußballspiel aus. Einen „Run auf ein Tor“ hatte nicht nur BSV-Coach Klaus Gelsdorf gesehen. Den Anfang hatte Denis Spitzer mit seinem Tor in der sechsten Minute gemacht, dem 1:0 schloss sich ein von Mirko Jankowski geschnürter Doppelpack an (28./43.). Nach längerem Leerlauf gelangen Iman Bi-Ria (81.) und Jan Freihe (87.) die Tore zum Endstand. Das Zwischentief des BSV war es auch, das seinen Trainer nach einem einseitigen Spiel etwas nervte. Er wisse ja, dass er auf hohem Niveau klage, aber bei diversen Torchancen habe seine Mannschaft „zu verspielt“ agiert. Statt das Runde einfach mal ins Eckige zu befördern, wurde noch eine zusätzliche Anspielstation gesucht oder ein besonders schwieriger Trick probiert. An einer sehr ordentlichen Leistung gegen einen vor allem in der zweiten Hälfte auch körperlich überforderten Gegner gab es aber keinerlei Zweifel. (sfy)

Werder II schlägt Habenhausen

Einen Erfolg der Marke Arbeitssieg verbuchte Werder III im Heimspiel gegen den Habenhauser FV: Mit 3:1 (1:1) bezwang das Team von Trainer Ernst eine Gästemannschaft, die nach wie vor unter großem Verletzungspech leidet. Rund ein halbes Dutzend Spieler, vorwiegend aus dem Defensivbereich, fehlen dem HFV derzeit. Angesichts dieser Ausgangslage konnte man mit der Niederlage gegen einen spielerisch überlegenen Gegner durchaus leben.

Ein bisschen haderten die Habenhauser allerdings auch mit dem Schiedsrichter. Als Eugen Gaus in der 66. Minute per Kopf getroffen hatte, entschied Ingo Beinaar auf Abseits – eine umstrittene Entscheidung. Statt den 2:2-Ausgleich bejubeln zu können, kassierten die Gäste wenig später durch Mantas Mazeikis den Treffer zum Endstand (71.). Bereits in der fünften Minute hatte Simon Cakir die Führung für Werder besorgt. Den Ausgleich durch Darius Liwiaks (45./Foulelfmeter) beantwortete Florian Stütz mit dem 2:1 (62.). Während Werder sich auf Platz drei verbesserte, belegt der HFV den achten Rang. (sfy)

VfL 07 kassiert fünf Treffer

Findorff. Das Fünkchen Hoffnung glimmt weiter: Trotz der deutlichen 0:5-Heimniederlage gegen die SG Aumund-Vegesack ist der VfL 07 noch nicht abgestiegen. Wenngleich die nächste Aufgabe (beim FC Oberneuland) unlösbar erscheint. Gegen die Vegesacker, deren Trainer Kristian Arambasic einst maßgeblich am Aufstieg der Findorffer in die höchste Bremer Amateurklasse beteiligt war, konnte das Schlusslicht zumindest kämpferisch mithalten und geriet erst durch einen von Björn Krämer sicher verwandelten Strafstoß nach Foul an Daniel Mulert (21.) auf die Verliererstraße.

Schon drei Minuten später markierte Matthias Märtens nach Pass von Ferdi Kök den zweiten SAV-Treffer. Und als wiederum Märtens eine Flanke von Mulert zum 0:3 verwertete (55.), war die 22. Niederlage im 28. Punktspiel des VfL 07 Bremen besiegelt. Die Gäste dagegen besserten ihr Torverhältnis durch Treffer von abermals Mulert (82.) und den eingewechselten Adrian Felis (87.) noch auf. Der Joker trat einen Freistoß aus 20 Metern in den Torwinkel. (gru)

Union 60 im Schongang

Blumenthal. Aufgrund einer hoch überlegen gestalteten ersten Halbzeit hat sich der FC Union 60 beim Blumenthaler SV verdient mit 3:1 (3:0) durchgesetzt. Die Nordbremer standen 45 Minuten lang als Statisten auf dem Platz und ließen den Gegner nahezu ungehindert agieren. Bereits nach 14 Minuten hatten Cansin Cetin (6.) und Alptug Caglar die Gäste jeweils nach Vorarbeit von Luke Mahlmann und Dragan Muharemi mit 2:0 in Führung gebracht. Und als Lennart Kotschelnik wiederum nach Zuspiel von Muharemi den dritten Union-Treffer markierte, drohte dem BSV ein Debakel. Doch weil die Stadtbremer zum Ärger ihres Trainer Helmut Klußmann etliche Chancen ungenutzt ließen, blieb es bei dem noch schmeichelhaften 0:3-Rückstand für die Hausherren, die allerdings im zweiten Durchgang mehr Offensiv- und Kampfgeist an den Tag legten und in der 50.Minute erstmals aufs Union-Tor schossen (Andreas Beutelsbacher). Den Treffer zum 1:3 markierte Ibrahim Fidan mit einem platzierten Kopfball nach Ecke von Frank Schardelmann. (gru)

Timo Struppe trifft viermal

Bremerhaven. Keine Frage: Herausragender Spieler in der Begegnung zwischen dem gastgebenden OSC Bremerhaven und dem SV Türkspor war Timo Struppe. Er schoss die „Olympischen“ mit vier Treffern fast im Alleingang zum 5:2-Erfolg über die Gäste aus Bremen-Nord, die weiterhin um den Klassenerhalt bangen müssen. Deren Trainer Erhan Koser trauerte vor allem den ausgelassenen Torchancen im ersten Durchgang nach, bezeichnete den Sieg der Bremerhavener aber als verdient.

Timo Struppe ließ sich bereits nach sechs Minuten als Führungstorschütze feiern. Der knappe Vorsprung hielt bis zur 38. Minute. Dann trat Bayram Özkulzum zum Strafstoß an und glich zum 1:1 aus, das sich Türkspor bis dahin redlich verdient hatte. Im zweiten Durchgang gelang Struppe mit seinen Toren zwischen der 56. und 76. Minute (Foulelfmeter) ein Hattrick. Tolga Avco hatte in der 85. Minute zwar auf 2:4 aus Sicht der Blumenthaler verkürzen können, doch Mario Gagelmann stellte zwei Minuten vor dem Abpfiff den alten Vorsprung wieder her. OSC-Trainer Schmidt freute sich über ein „starkes Spiel“ seiner Elf. (gru)

5:3 für Schwachhausen

Bremen. Eines stand vorher fest: Wer das Duell zwischen dem TS Woltmershausen und dem TuS Schwachhausen gewinnen würde, hätte sich erst einmal abgesetzt vom Tabellenende. Insofern konnte es nicht überraschen, dass sich eine hektische Partie entwickelte auf der Hanseatenkampfbahn in Woltmershausen. Sie gewann die effektivere Mannschaft. Der TuS Schwachhausen verbuchte einen glücklichen 5:3 (2:1)-Erfolg. Man wird sich wohl besonders bei Torhüter Gregor Bertram bedanken – er sicherte seiner Mannschaft die Punkte an einem Tag der offenen Türen. Bereits zur Pause hätte der Gastgeber drei, vier Treffer auf seinem Konto haben können. Doch Bertram vereitelte die Großchancen für Julian Denker (19.) und Steven Deppe (25.), und als er geschlagen war, wurde der Treffer von Miguel Iniesta wegen angeblichen Abseits nicht anerkannt (28.). Nach dem Wechsel sah es nicht anders aus.

Tore: 0:1 Janke (2.), 1:1 Meyer (6.), 1:2 Saatci (41.), 1:3 Janke (66.), 2:3 Meyer (80.), 2:4 Saatci (82.), 3:4 Meyer (89.), 3:5 Saatci (90.) (sfy)

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