Fußball-Regionalliga FCO schafft gegen Plauen noch ein Remis

Bremen. Der FC Oberneuland hat in der Fußball-Regionalliga gegen den VFC Plauen am Sonntag einen 1:2-Rückstand noch in ein Unentschieden verwandelt. Zwischenzeitlich machte sich FCO-Trainer Mike Barten Sorgen um seine Mannschaft.
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Von Stefan Freye

Bremen. Als Vorletzter der Fußball-Regionalliga darf man keine zu großen Ansprüche stellen. Als "kleinen Schritt nach vorn", bezeichnete Mike Barten also das 2:2 (1:1)-Unentschieden des FC Oberneuland gegen den VFC Plauen. Aber der Trainer hatte Unrecht.

Dem FCO gelangen gestern ein paar Dinge, die in den Vorwochen vermisst worden waren. Drei Mal in Folge hatten die Bremer zuletzt verloren, in neun Spielen war ohnehin nur ein Sieg gelungen. Da war es nicht zu erwarten, dass die Barten-Elf einen 1:2-Rückstand noch in ein Unentschieden umwandelt.

"Man strotzt nicht gerade vor Selbstvertrauen wenn man nur verliert", so Barten. Man musste sich tatsächlich ernsthafte Sorgen um den FCO machen, als der VFC Plauen nach rund einer Stunde zur Führung getroffen hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt war es bis auf den Ausgleichstreffer ganz ordentlich gelaufen. Die Bremer hatten mehr vom Spiel gehabt, und der Führungstreffer, energisch vom besten Feldspieler Orhan Özkaya im Nachsetzen erzielt, hatte dem Gastgeber ein bisschen mehr Sicherheit verliehen.

"Wir bekommen immer so dumme Tore"

In das gewohnte, von unglücklichen Aktionen geprägte Schema hatte in der ersten Stunde lediglich eine Aktion gepasst, Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ließ sich die Bremer Abwehr nämlich übertölpeln: Streater kam auf der linken Seite zu spät gegen Falk Schindler, und dessen Flanke verwandelte in der Mitte Felix Bachmann, weil er schneller war als sämtliche Abwehrspieler des FCO. "Ein völlig unnötiges Tor", fand Barten später, und Özkaya fühlte sich an die vergangenen Partien erinnert: "Wir bekommen immer so dumme Tore."

Der Gegentreffer warf die gute Ausgangsposition vor der zweiten Hälfte jedenfalls über den Haufen. Statt mal selbstbewusst mit einer Führung in die Kabine zu gehen, schlichen die meisten Oberneulander zur Pause. Nachdem Özkaya kurz nach dem Wechsel aus fünf Metern gescheitert war, brach das nächste Unheil über seine Mannschaft herein: Mit einer guten Reaktion klärte Jonas Toboll zwar den Schuss von Daniel Rupf zur Seite. Doch dort stand Falk Schindler, der den Ball zur 2:1-Führung der Plauener ins Netz beförderte. "Danach hatte ich Bedenken, dass wir die Köpfe hängen lassen", so Barten.

"Wir sind zurückgekommen, das war wichtig"

Er sollte gestern aber schnell eines Besseren belehrt werden. Ganze drei Minuten nach dem Rückstand zog Rubic Ghasemi-Nobahkt aus 16 Metern ab, traf den Innenpfosten und von dort ins Tor des Gastes. Keine Minute später besaßen die eingewechselten Paul Göring und Ailton sogar die Chance, das 3:2 zu erzielen, vertändelten den Ball aber in aussichtsreicher Position. Danach folgte ein offenes Spiel mit guten Chancen, vor allem für die Plauener. "Wir sind zurückgekommen ins Spiel, das war wichtig", kommentierte Orhan Özkaya. Der kleine Schritt nach vorn war schließlich das Ergebnis von harter Arbeit.

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