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Finalserie reloaded: Bauermann tippt auf Bamberg

Bamberg. Double-Traum in Bamberg, Revanchegelüste in Frankfurt: Mit der Neuauflage des Cup-Finales zwischen Brose Baskets Bamberg und den Deutsche Bank Skyliners Frankfurt startet die Basketball-Bundesligasaison am 6. Juni in ihren brisanten Showdown.
04.06.2010, 13:51
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Bamberg. Double-Traum in Bamberg, Revanchegelüste in Frankfurt: Mit der Neuauflage des Cup-Finales zwischen Brose Baskets Bamberg und den Deutsche Bank Skyliners Frankfurt startet die Basketball-Bundesligasaison am 6. Juni in ihren brisanten Showdown.

Nach ihrem beeindruckenden Schnelldurchlauf durch die Playoffs haben die Franken dabei für Bundestrainer Dirk Bauermann die besseren Karten im dritten direkten Endspiel-Duell um den Meistertitel. «Bamberg ist letztlich natürlich der Favorit. Sie haben seit Januar den mit Abstand besten Basketball gespielt», sagte der frühere Bamberger Coach der Deutschen Presse-Agentur.

Mit sechs Siegen in sechs Spielen marschierte Bamberg durch die Playoffs, mit dem Krimi-Sieg der Hessen im fünften und letzten Playoff-Halbfinale in Bremerhaven hatte das lange Warten auf den Endspielgegner endlich ein Ende. «Wir sind froh, uns nun auf einen Gegner vorbereiten zu können», sagte Bambergs Coach Chris Fleming - und warnte vor den Hessen. «Frankfurt hat die Serie gegen Bremerhaven verdient gewonnen. Sie werden uns nichts schenken.»

Nach den Titeln 2005 und 2007 soll endlich die dritte Meisterschaft nach «Freak City» - und in diesem Jahr mit dem ersten Double der Vereinsgeschichte sogar doppelt bejubelt werden. Doch Frankfurt, das Mitte April ausgerechnet in eigener Halle den Pokalsieg gegen Bamberg verpasste, sinnt im dritten direkten Meisterschaftsfinale gegen die Oberfranken auf Revanche. «Die Freude über den Finaleinzug ist natürlich groß, aber jetzt wollen wir auch den Titel», sagte Skyliners Sportdirektor Kamil Novak.

«Das Geheimnis dieser Mannschaft ist ihre Geschlossenheit. Wir hatten in der vergangenen Saison auf dem Papier vielleicht die besseren Spieler. Dieses Team zeichnet aber der unbändige Siegeswille aus», lobt Novak sein Team. Dass nun Trainer Gordon Herbert die Frankfurter zum zweiten Meistertitel führen könnte, könnte ein gutes Omen sein: Immerhin war der Kanadier erst vor nicht einmal zwei Monaten - nach der bitteren Pokalniederlage gegen Bamberg - zurückgekehrt.

Bereits zwei Mal standen sich beide Teams im Endspiel gegenüber. 2005 hatte Bamberg das bessere Ende für sich und holte den ersten Meistertitel. Ein Jahr zuvor konnten die Hessen die Finalserie für sich entscheiden. Meistertrainer 2004 war übrigens Gordon Herbert.

Alle sportliche Brisanz wurde aber zunächst einmal von einer peinlichen Panne überlagert. Bamberg steht beim dritten Finaltermin am 12. Juni ohne Halle da, da eine Hochzeitsgesellschaft den Business-Bereich der Arena gemietet hat. Während Bambergs Manager Wolfgang Heyder die Schuld bei der Liga sieht, verweisen die Verantwortlichen in der BBL-Zentrale in Köln darauf, die Clubs seien rechtzeitig über die Termine informiert worden. Die Lösung des Problems könnte jetzt in einem Tausch des Heimrechts liegen. (dpa)

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