Eishockey-Team Fischtown Pinguins wollen überraschen

Bremerhaven. Die Fischtown Pinguins starten gegen Kaufbereun in die neue Saison der "DEL 2", wie die zweite Eishockey-Liga ab sofort heißt. Die Erwartungen sind riesig - nicht nur in Bremerhaven.
12.09.2013, 23:59
Lesedauer: 2 Min
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Fischtown Pinguins wollen überraschen
Von Patrick Hoffmann

Es sind optische Feinheiten, die in Bremerhaven derzeit für Begeisterung sorgen. Kürzlich, bei der offiziellen Saisoneröffnungsparty der Fischtown Pinguins in ihrem schmucken Eisstadion, da war Trainer Mike Stewart in einem blauen Fischerhemd aufgetaucht. Das haben sie ihm, dem Kanadier, hoch angerechnet, und natürlich hatte Stewart anschließend die richtigen Worte für diesen Auftritt gefunden, die seine enge Verbundenheit mit dem Klub und den Menschen unterstreichen sollte. „Meine Familie und ich“, sagte Stewart, „wir fühlen uns hier zu Hause.“

Heute Abend wird Mike Stewart dann vermutlich wieder einen Anzug tragen, wie er es eigentlich immer tut, wenn er bei einem Spiel seiner Fischtown Pinguins hinter der Bande steht. In eigener Halle treffen die Bremerhavener auf den ESV Kaufbeuren (20 Uhr, Eisarena Bremerhaven). Es ist das erste Saisonspiel in der zweiten Liga, die seit diesem Jahr Deutsche Eishockey-Liga 2 – kurz: DEL 2 – heißt. Noch so eine Kleinigkeit, die für viel Begeisterung sorgt.

Mit dem Start in die neue Liga, verspricht jedenfalls Bremerhavens Manager Alfred Prey, werde heute Abend nämlich nicht weniger als eine „neue Ära im deutschen Eishockey“ eingeleitet. „Die Fans sind heiß auf die DEL 2, die Offiziellen sind es auch“, sagt Prey, „wir stehen zwar erst am Anfang, aber wir befinden uns auf einem sehr guten Weg.“

Die Erwartungen sind riesig, nicht nur bei Prey. Die Zweitligisten erhoffen sich durch die Gründung der DEL 2 und den damit verbundenen Anschluss an die DEL einen enormen Schub für ihre Liga. Die Strukturen sollen professioneller werden, das Marketing ebenfalls, und vor allem soll die zweite Liga sportlich wieder interessanter werden. Seit Jahren schon hat der Meister der zweiten Liga keine Chance, in Deutschlands höchste Spielklasse, die DEL, aufzusteigen. Den Zweitligisten fehlte eine sportliche Perspektive, dazu kamen immer wieder wirtschaftliche Probleme einzelner Klubs. Auch häuften sich die Konflikte mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB), der in der zweiten Liga ein Mitspracherecht bei allen Entscheidungen besaß. Im Sommer eskalierte der Streit. Die Zweitligisten weigerten sich, für eine zweite Liga unter dem Dach des DEB zu melden, und gründeten stattdessen eine eigenständige Liga, die DEL. Nach wochenlangem Hin und Her lenkte der Verband letztlich ein.

Und so starten die Fischtown Pinguins also heute Abend ganz offiziell in die erste Spielzeit der DEL 2. Das Saisonziel ist dabei das gleiche wie noch in der zweiten Bundesliga: das Erreichen der Play-offs. „Da wollen wir hin“, sagt Prey, der allerdings vor der starken Konkurrenz warnt. „Die Liga ist so ausgeglichen wie noch nie“, sagt er. Sicher, Heilbronn, Bietigheim, Landshut und Rosenheim seien die Favoriten auf den Titel, sagt Prey. Aber es gebe eben immer auch eine Überraschungsmannschaft. Und die, sagt Prey, „die wollen dieses Jahr wir sein“.

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