Basketball-Bundesliga Frust und Freude

Die Eisbären Bremerhaven haben im Auswärtsspiel bei Titelkandidat Brose Baskets Bamberg nur mit Pech eine Überraschung verpasst.
04.10.2014, 00:05
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Frust und Freude
Von Jörg Niemeyer

Bamberg. Letztlich überwog beim Eisbären-Manager dann doch die Enttäuschung. Die gute Leistung, die der Basketball-Bundesligist aus Bremerhaven im ersten Saisonspiel beim großen Favoriten Brose Bamberg gezeigt hatte, war nämlich nicht belohnt worden.

Lange hatten die Gäste das Spiel bestimmt, einige Male sich nach Rückständen auch wieder an die Franken herangekämpft – um am Ende nach dem 82:83 (42:35) mit leeren Händen dazustehen. „Man hat nicht oft die Chance, in Bamberg zu gewinnen“, sagte Rathjen, „heute hätten wir es verdient gehabt.“ Nahe dran waren die Norddeutschen auch, denn der letzte Schuss von Lorenzo Williams verfehlte eine Sekunde vor der Schlusssirene sein Ziel knapp.

So also weist die erste Tabelle der neuen Saison eine Niederlage der Eisbären aus. Mit einigen Stunden Abstand stellte sich dennoch eine gewisse Freude bei Jan Rathjen ein. „Wir haben ein sehr gutes Team, wir harmonieren gut“, sagte er, „nach diesem Auftritt ist mir um die weitere Saison nicht bange.“ Im Zug von Bamberg nach Köln dachte der Eisbären-Manager bereits an die Partie am Sonntag in Hagen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir dort gewinnen.“ Phoenix Hagen gilt in eigener Halle zwar stets als äußerst unangenehmer Gegner und hat zudem am Freitag in Frankfurt einen nicht unbedingt erwarteten 105:104-Erfolg gefeiert, ist in personeller Hinsicht mit dem Starensemble von Brose Bamberg aber nicht zu vergleichen.

Die Bremerhavener ließen sich auch von der mächtigen Kulisse von 6800 Zuschauern in der ausverkauften Halle nicht beeindrucken. Von Beginn an hielten sie mit dem Gastgeber nicht nur mit, sondern dominierten überwiegend das Geschehen. Zur Pause führten die Eisbären mit 42:35, nachdem sie kurz zuvor nach zwei Freiwürfen von Myles Hesson beim 37:26 (18.) sogar mit elf Punkten vorne gelegen hatten. Ganz stark war die Dreierquote der Gäste, die bei 24 Versuchen zwölf Mal trafen. Herausragend dabei: Tyson McGee mit fünf Treffern bei sieben Versuchen.

In der zweiten Halbzeit steckten die Gäste einige Rückstände locker weg – so auch das 51:56 (27.), das sie mit einem 10:0-Lauf zum 61:56 beantworteten. Selbst das 77:83 (39.) war noch nicht die Entscheidung, weil Devin Searcy (2) und Lorenzo Williams per Dreier zum 82:83 eine spannende Schlussphase einläuteten.

Eisbären: Williams (15), Schultze (9), Schneiders (4), Ehambe (14), Hesson (11), McGee (17), Searcy (6), Williamsen (6), El Domiaty, Stückemann

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