Bei der 14-jährigen Hanna Stahl dreht sich so ziemlich alles um den kleinen Celluloidball - Norddeutsche Meisterin im Doppel

Fünf Tage in der Woche an der Tischtennis-Platte

Bremen. Im Leben von Hanna Stahl gibt es fast ausschließlich Tischtennis. Die 14-jährige Schülerin besucht derzeit die Freie Evangelische Bekenntnisschule und trainiert beinahe jeden Tag an der Platte.
20.02.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Thiemann
Fünf Tage in der Woche an der Tischtennis-Platte

Tischtennis hat im Leben von Hanna Stahl einen enormen Stellenwert. Jetzt wurde die 14-Jährige Norddeutsche Meisterin im Doppel.

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Bremen. Im Leben von Hanna Stahl gibt es fast ausschließlich Tischtennis. Die 14-jährige Schülerin besucht derzeit die Freie Evangelische Bekenntnisschule und trainiert beinahe jeden Tag an der Platte. „Wir sagen immer, dass sie 25 Stunden am Tag Tischtennis im Kopf hat“, versucht Robert Stahl zu erklären, welchen Stellenwert der Sport bei seiner Tochter hat. Neben dem normalen Training in ihrem Jugendteam des ATSV Sebaldsbrück spielt und trainiert Hanna Stahl bei den Damen im Verein mit. Dort spielt die Juniorin an Position zwei und punktet beinahe wöchentlich in der Bezirksoberliga West. „Fast jeden Tag überprüft sie ihren TTR-Wert und jammert dann auch schon mal, wenn sie einen Punkt verloren hat“, so Robert Stahl.

Neben dem Training beim ATSV ist Hanna Stahl auch noch beim BTV Friesen angemeldet, wo Stahl zusätzlich am Trainingsbetrieb teilnimmt, jedoch keine Mannschaftsspiele absolviert. So kommt es, dass Hanna Stahl bis zu fünf Tage in der Woche an der Platte steht, da zusätzlich zum Vereinstraining auch noch Kadertraining stattfindet. Den bisher größten Erfolg erzielte die Nachwuchsspielerin jüngst bei der Norddeutschen Meisterschaft in Berlin. Begleitet wurde Stahl dorthin von ihrer Kadertrainerin Margarete Gluza, sowie von Karsten Hansen (SV Werder Bremen) und Marian van Hove, die laut Vater Stahl „tolle Arbeit, beim Training und der Organisation geleistet haben.“

Dass Hanna Stahl gemeinsam mit Ann-Kathrin Fritz (SV Friedrichsort) am Ende die Norddeutsche Meisterschaft in der Kategorie Schülerinnen/Doppel holte, war indes nicht zu erwarten gewesen, denn im Gegensatz zu den anderen Partnerinnen, die alle aus dem gleichen Verband kamen, lernten sich Stahl und Fritz erst fünf Minuten vor der ersten Partie kennen. Gleich im ersten Spiel bekam es das Bremen/Schleswig-Holstein-Doppel mit zwei Hamburgerinnen zu tun, die in fünf Sätzen niedergerungen werden konnten. Ein 3:0, sowie ein 3:1-Sieg später stand das Duo im Finale, wo es gegen Alina Schön und Chiara Baltus aus Brandenburg ging. Wieder mussten Stahl und Fritz in den Matchtiebreak und wie bereits im ersten Spiel gewann das zufällig besetzte Doppel in einer umkämpften Partie und sicherte sich damit die Norddeutsche Meisterschaft.

In den Einzeln lief es dagegen nicht ganz so rund für die junge Bremerin, die sich mit einer Platzierung unter der ersten acht begnügen musste. Für die nähere Zukunft stehen keine weiteren Turniere auf dem Plan, wenngleich es für die ehrgeizige ATSV-Spielerin nur weiter nach oben gehen kann: „Das Ziel ist es, immer weiterzukommen.“ Wohin die Reise dann am Ende geht, vermag auch Robert Stahl nicht zu sagen: „Dafür ist Hanna einfach noch zu jung.“ Dass die Bezirksoberliga dennoch auf Dauer nicht ausreicht, um der ambitionierten Hanna Stahl gerecht zu werden scheint klar. Die 1,80 Meter große Bremerin will hoch hinaus im Tischtennis und trainiert hart, um sich immer weiter zu verbessern. Dreimal nahm Hanna Stahl bereitsmit ihrer Schule am Sportprogramm „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin teil. Zudem wurde die ATSV-Akteurin 19. beim Top 48-Turnier, möchte aber noch weiterkommen, schließlich dreht sich ihr Leben fast ausschließlich um den Sport, den sie beinahe täglich ausübt.

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