SV Grambke-Oslebshausen rutscht nach 22:30 in Stuhr gefährlich nahe an die Abstiegsplätze Fünfte Niederlage in Folge kassiert

Oslebshausen. Bei den Landesliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen fängt nach der 22:30 (9:16)-Niederlage bei der HSG Stuhr allmählich das Zittern an. Und das liegt nicht an der kalten Jahreszeit.
30.11.2017, 00:00
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Von Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Bei den Landesliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen fängt nach der 22:30 (9:16)-Niederlage bei der HSG Stuhr allmählich das Zittern an. Und das liegt nicht an der kalten Jahreszeit. Vielmehr ist es die fünfte Niederlage in Folge, die die Gelb-Blauen immer gefährlicher an die Abstiegszone heranrücken lässt. Mit 4:14 Punkten befinden sie sich als Drittletzter in unmittelbarer Nähe des ersten Schleuderstuhlplatzes, den der TV Sottrum mit 4:16 Zählern innehat. „Uns fehlen die Punkte vom vorangegangenen Spiel in Habenhausen, dann wäre nahezu alles im Soll“, sagte SVGO-Spielertrainer Holger Langer.

In Stuhr wurde seinem Team vor allem das junge Durchschnittsalter zum Verhängnis. Das hatte sich nach dem 4:7-Rückstand von den Unparteiischen nicht immer korrekt behandelt gefühlt und sich dabei offenbar hochgeschaukelt, so dass es danach bis zum Pausenpfiff fünf Zeitstrafen gegen sie hagelte. In der gesamten ersten Hälfte kamen neun weitere Strafwürfe hinzu, die die Niedersachsen zum klaren 16:9-Vorsprung nutzten. „Einige Schiedsrichterentscheidungen kamen uns schon etwas komisch vor“, bemerkte Holger Langer. „Auf die hat sich der Gastgeber deutlich routinierter eingestellt als wir.“ Will heißen, dass sich das Langer-Team zu sehr aufgeregt hat, anstatt die Ruhe zu bewahren und sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren.

Nicht nur das: Die Deckung des Verbandsliga-Absteigers wackelte vor allem im ersten Durchgang gehörig, wobei diesmal überraschenderweise der normalerweise überzeugende Abwehrchef Adrian Rüttjerott im Zentrum nicht gerade seinen besten Tag erwischt hatte.

Als der SVGO-Coach seine Abwehr im zweiten Spielabschnitt deutlich defensiver stellte, lief es wesentlich besser. Letztendlich half dem Drittletzten aber auch das knappe 13:14 für sich gewertet nach dem Seitenwechsel nicht mehr: Die Hypothek aus den ersten 30 Minuten war einfach zu groß, als dass die Gäste dem Team des Ex-Grambkers Sven Engelmann noch einmal gefährlich werden konnten. Außerdem hatte der HSG-Torwart Aschkan Sadeghi den Gästen haufenweise beste Chancen abgeknöpft.

Beim SVGO bot wiederum Lars Mühlbauer zwischen den Pfosten eine starke Leistung. Neben ihm machte der junge, in den letzten Minuten eingesetzte Rückkehrer Kamil Arkulary mit einer guten Angriffs- und Abwehrleistung positiv auf sich aufmerksam. „Er muss aber noch mehr ans Team herangeführt werden“, schränkte der SVGO-Coach ein.

Der SV Grambke-Oslebshausen steht nun im nächsten Gastspiel am 9. Dezember beim einen Punkt besser dastehenden Tabellennachbarn TV Gut Heil Spaden unter einem noch größeren Erfolgsdruck. „Das müssen wir jetzt gewinnen, egal wie“, fordert Holger Langer.

SV Grambke-Oslebshausen: Mühlbauer; Feldermann, Fuchs (4/2), P. Hinrichs (3), Arkulary (2), Rüttjerott (3), Langer, Hägermann (1), S. Hinrichs (3), Kraft (2), Hergert (1), Bischof (3), Schmidt.

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