Fußball-Regionalliga Nord: Vorfreude auf spannende Derbys

22 Teams werden in der kommenden Saison in der Fußball-Regionalliga Nord antreten. Und jetzt steht auch fest, nach welchem Modus das geschehen und wie viele Absteiger es geben soll.
18.06.2020, 16:07
Lesedauer: 2 Min
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Vorfreude auf spannende Derbys
Von Frank Büter

Bremen. 22 Teams werden in der kommenden Saison in der Fußball-Regionalliga Nord antreten. Und jetzt steht auch fest, nach welchem Modus das geschehen soll. Im Rahmen einer Videokonferenz hat der NFV-Spielausschuss den Vereinen in dieser Woche ein alternatives Spielsystem vorgestellt. Diese Alternative zum bisherigen Modell der eingleisigen Liga mit zuvor 18 Mannschaften sieht eine Zweiteilung der Staffel vor. Heißt: In jeder Staffel spielen elf Teams mit Hin- und Rückspiel, eingeteilt werden die Staffeln nach regionalen Gesichtspunkten.

Nach Abschluss dieser Qualifikationsrunden erfolgt eine Aufteilung in eine sogenannte Meisterrunde mit den besten fünf Vereinen jeder Staffel und eine Abstiegsrunde mit den übrigen zwölf Vereinen. Der Nord-Meister, der im Anschluss gegen den Meister aus Bayern ein Aufstiegsspiel zur 3. Liga bestreitet, und die sechs Absteiger werden dann in einer einfachen Punktrunde ermittelt. Dieses Modell fand großen Anklang, die Vereinsvertreter sprachen sich einstimmig für eine regionale Aufteilung aus.

„Das macht auch absolut Sinn und ist mega-attraktiv“, sagt Kristian Arambasic, der Trainer des Aufsteigers FC Oberneuland. „Eine kleine Staffel reduziert die Fahrtwege, macht Wochentagsspiele unter Flutlicht möglich und verschafft uns viele spannende Derbys.“ Partien gegen Oldenburg, Atlas Delmenhorst, Werders U 23, Rehden oder Jeddeloh seien für die Zuschauer und die Klubs doch viel interessanter als ein Spiel gegen Flensburg, sagt der FCO-Coach. Nicht ganz so glücklich ist Oberneulands Trainer indes mit der Zahl der Absteiger. „Das ist doch brutal“, sagt Arambasic, „wenn es am Ende sechs der zwölf Teams aus der Abstiegsrunde erwischt. Damit wird unser Projekt noch schwieriger.“ Die Vorfreude lasse man sich deshalb allerdings nicht nehmen, betont Arambasic, der mit seinem Team am 20. Juli in die Vorbereitung starten wird.

Die endgültige Zusammensetzung der Staffeln wird noch mithilfe eines Berechnungstools erarbeitet und zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Unklar ist ebenfalls noch, wann der Spielbetrieb überhaupt starten kann. Je nach Verfügungslage des Bundes und der Länder, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Norddeutschen Fußball-Verbandes, müsse der Beginn flexibel geplant werden. „Aus diesem Grund ist der Spielbetrieb in zwei Staffeln mit Hin- und Rückspielen durchaus durchdacht“, argumentiert Spielleiter Jürgen Stebani, im Falle eines sehr späten Beginns oder sogar einer zweiten Infektionswelle könnte man dann eine einfache Punktrunde austragen und so wertvolle Zeit gewinnen.

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