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Trautmann-Ausstellung soll nach Brandenburg weiterwandern

Corona hat dafür gesorgt, dass sich nur wenige Leipziger die Schautafeln in den Räumen des SV Lipsia ansehen konnten. Am 17. Mai ist dort Schluss. Danach soll die Ausstellung in Fürstenberg/Oder gezeigt werden.
07.05.2021, 05:00
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Trautmann-Ausstellung soll nach Brandenburg weiterwandern
Von Jörg Niemeyer
Trautmann-Ausstellung soll nach Brandenburg weiterwandern

David Kross spielt im Film den legendären Bremer Torwart Bert Trautmann.

Alexander Heinl/dpa

In dieser Woche hat sich das vielleicht ungewöhnlichste FA-Cupfinale im englischen Fußball zum 65. Mal gejährt. Am 5. Mai 1956 bezwang Manchester City im Londoner Wembley-Stadion Birmingham City mit 3:1. Tragisch verlief dieses Endspiel nicht etwa wegen des Ergebnisses, sondern wegen der schweren Verletzung, die sich Manchesters Torwart mit Bremer Wurzeln eine knappe Viertelstunde vor Schluss zugezogen hatte: Bert Trautmann erlitt einen Genickbruch, mit dem er bis zum Abpfiff weiterspielte – und auch deshalb zu einer Legende auf der britischen Insel wurde.

Der 1923 in Walle geborene und 2013 gestorbene Bert Trautmann, der als Kriegsgefangener 1945 nach England kam, eroberte aber auch mit seinen großartigen Leistungen und seinem verbindlichen Auftreten die Herzen der Fans. Einige Jahre hatte Trautmann als Jugendlicher auch bei Tura Bremen gespielt – bei dem Verein, der ihm dank des Einsatzes von Ekkehard Lentz und Wolfgang Zimmermann eine Ausstellung gewidmet hat, die inzwischen trotz der Corona-Pandemie im Osten Deutschlands viele Anhänger gefunden hat.

Trautmann-Ausstellung zieht von Bremen nach Thüringen - Tura Bremen

Sie haben die Ausstellung geplant (v.l.): die beiden Turaner Wolfgang Zimmermann und Ekkehard Lentz.

Foto: Christina Kuhaupt

Nach einer mehrmonatigen Station im thüringischen Brotterode-Trusetal stehen die 14 Schautafeln noch bis zum 17. Mai in Leipzig in den Räumen des SV Lipsia. Dort gab es im April eine große Eröffnung, an der unter anderem Deutschlands beste Shorttrackin Anna Seidel teilnahm. Auch sie zeigte sich beeindruckt vom Leben des Bremer Torhüters, der zu seiner Zeit als einer der besten der Welt galt und dessen Geschichte 2018 auch verfilmt wurde. Bitter für die Leipziger Veranstalter: Medial wurde über die Ausstellung viel berichtet, aber das Ordnungsamt der Stadt verwehrt Besuchern wegen Corona derzeit den Zugang. „Die örtlichen Veranstalter hoffen auf die nächste Woche“, sagte Ekkehard Lentz, der in engem Kontakt mit Leipzig steht.

Geplant, aber noch nicht endgültig entschieden ist, dass die Ausstellung von Leipzig weiterwandert nach Fürstenberg/Oder. Brandenburg wäre dann das vierte Bundesland, in dem der berühmte Torwart aus Bremen noch einmal gewürdigt wird.

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