Werder holt Bundesliga-Titel Greber und Tamas Baumeister des Erfolgs

Bremen. Wie im Fußball hat der SV Werder auch in der Tischtennis-Abteilung gute Erfahrungen mit Vereinstreue und Kontinuität gemacht. Das gilt nicht zuletzt für Sascha Greber und Trainer Cristian Tamas.
03.06.2013, 12:56
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Greber und Tamas Baumeister des Erfolgs
Von Jörg Niemeyer

Bremen. Tischtennis beim SV Werder – das ist ein bisschen so wie Fußball beim SV Werder. Mit Sascha Greber hat der Bundesligist seit 2001 einen Teamchef, der zuvor viele Jahre in der 2. Bundesliga für den Klub gespielt hatte.

Vereinstreue, Kontinuität: Wie man es auch nennen mag – im Fußball (siehe Thomas Schaaf) wie im Tischtennis (siehe Sascha Greber) hat der SV Werder gute Erfahrungen damit gemacht, langjährige und verdiente Vereinsmitglieder zu binden, indem er sie befördert hat.

Nicht Sascha Greber und Trainer Cristian Tamas allein, jedoch ihnen zu allererst hat Bremens Multi-Bundesliga-Klub, der aktuell auch im Schach erstklassig ist, den Höhenflug im Tischtennis zu verdanken. Abteilungsleiter Werner Meyer und Vereinspräsident Klaus-Dieter Fischer zählten zwar stets zu den großen Unterstützern der Tischtennis-Sparte, aber das Duo Greber/Tamas machte die Abteilung fit nicht nur für die Bundesliga-Spitze, sondern gleich auch für Europa. Erstmals trat Werder in der Saison 2012/13 in der Champions League an – und erreichte prompt das Viertelfinale, in dem es am deutschen Serienmeister Borussia Düsseldorf scheiterte. Im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft revanchierte sich Werder bei den Düsseldorfern: Nach dem 3:0 zu Hause reichte ein 2:3 im Rückspiel zum Einzug ins Finale.

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Als der SV Werder 2005 erstmals in die 1. Bundesliga aufstieg, verpflichteten Fischer, Meyer und Greber ihren Wunschkandidaten für die Trainerposition: Cristian Tamas, damals gerade 25 Jahre alt. Die Bremer stiegen nach einem Jahr zwar gleich wieder ab, ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Schon 2007 kehrte Werder ins Oberhaus zurück – und entwickelte sich seitdem kontinuierlich weiter. Was auch damit zu tun hatte, dass der Klub nicht nur leistungsstarke Spieler einkaufte, sondern zugleich die Strukturen für einen echten Unterbau schuf. Tamas und Greber bauten eine internationale Trainingsgruppe auf, die vor drei Jahren mit der Einweihung der Halle Hermine-Berthold-Straße ein eigenes Zuhause bekam.

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Die idealen Bedingungen haben sich inzwischen unter den Tischtennis-Profis herumgesprochen. So wurden Werders neue Spieler immer hochkarätiger. Mit Adrian Crisan wurde 2010 der jüngste Höhenflug eingeleitet, mit der Verpflichtung von Chuang Chih-Yuan 2012 die entscheidende Stufe für den aktuellen Erfolg gezündet.

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