Fußball-Landesliga Grollands rasanter Abstieg

Bremen. Da waren es nur noch sechs. War man noch zur Winterpause davon ausgegangen, dass acht oder neun Teams um drei Aufstiegsplätze zur Fußball-Landesliga kämpfen, hat sich der Kreis der Anwärter nun auf ein halbes Dutzend reduziert.
04.04.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Stefan Freye

Bremen. Da waren es nur noch sechs. War man noch zur Winterpause davon ausgegangen, dass acht oder neun Teams um drei Aufstiegsplätze zur Fußball-Landesliga kämpfen, hat sich der Kreis der Anwärter nun auf ein halbes Dutzend reduziert. Der TSV Grolland ist als Tabellensechster quasi "Schlusslicht" der Aspiranten. Aber geht es weiter wie in den letzten Wochen, wird die Mannschaft von Michael Dähne ihre Chancen bald eingebüßt haben. Im Herbst noch Tabellenführer, belegt Grolland nur den elften Rang der Rückrundentabelle. Gerade sieben Punkte gewann der TSV in den vergangenen sieben Partien. "Wir sind noch im Soll, aber eigentlich können wir mehr", sagt Michael Dähne. Er vermutet, dass sich ein Teil seiner Mannschaft hat blenden lassen von den Erfolgen im letzten Jahr: "Da denken vielleicht einige, es läuft so weiter wie in der Hinrunde."

Viele kleine und große Verletzungen hätten den TSV Grolland auch nicht gerade stärker gemacht. "Wir hatten in den vergangenen Monaten allein drei Operationen", so Dähne. Mike Bulde (Knieverletzung) musste sich unters Messer begeben und fällt bis zum Saisonende aus. "Aber das sind alles Sachen, die passieren können, wir müssen jetzt einfach enger zusammenrücken", fordert Dähne. Am Freitag (15 Uhr) tritt der SC Lehe-Spaden in Grolland an. Zum Nachholspiel. Die Partie war im vergangenen November wegen Nebels abgebrochen worden. Eine Viertelstunde vor dem Ende, bei einer 6:2-Führung für Grolland. Dass man dieses Spitzenspiel damals nicht über die Bühne bringen konnte, halten nicht wenige für den Anfang allen Übels. Danach jedenfalls gelang dem Dähne-Team nicht mehr viel. "Für dieses Spiel", sagt der Trainer, "brauche ich keinen Spieler zu motivieren."

Von Nebel bedingten Spielabbrüchen gegen den SC Lehe-Spaden kann man bei OT Bremen auch ein Lied singen. Nach dem Spiel beim TSV Melchiorshausen am morgigen Donnerstag (18.15 Uhr) geht es Ostermontag (15 Uhr) nämlich nach Bremerhaven - zur Wiederholung der im Herbst ebenfalls vorzeitig beendeten Partie. Bei OT sieht die Welt aber ganz anders aus als bei Grolland. Das Team setzte zuletzt ziemlich genau um, was sein Trainer Andreas Laesch bereits im vergangenen Jahr prophezeit hatte: Bis zur Winterpause nicht den Kontakt verlieren und in der Rückserie angreifen.

Nach vier Siegen aus den fünf Partien des Jahres ist OT Bremen nun ziemlich gut dabei: Gelingen nach dem 1:0 beim SC Schiffdorferdamm am letzten Wochenende zwei Siege in den Nachholspielen, sind die Ostbremer bis auf einen Zähler dran am Spitzenreiter Vatan Sport. "Wenn wir diese beiden Spiele gewinnen, bin ich sicher, dass wir einen der drei Aufstiegsplätze belegen werden", sagt der Trainer.

Er blickt auf eine "sehr gute Entwicklung" zurück, beim Auswärtssieg in Schiffdorf stand ihm nahezu der komplette Kader zur Verfügung. Lediglich auf Thomas Pross (Innenbandriss) muss er noch verzichten. Laesch: "Ein, zwei Ausfälle können wir kompensieren, aber nicht die sieben Spieler, die uns vor ein paar Wochen fehlten." In die Zeit der größten Personalnot fiel die Niederlage gegen den TSV Lesum-Burgdamm. Sie hatte allerdings nicht nur mit den vielen Verletzten zu tun. "Wir haben die Spiele gegen Teams von oben alle gewonnen, unser Problem wird sein, die Punkte gegen vermeintlich schlechtere Mannschaften zu holen", so Andreas Laesch.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+