5798 Zuschauer beim Turftag Großer Galoppsport in Bremen

Bremen. Der Turftag in Bremen ist mit Abstand einer der besten der vergangenen zehn Jahre gewesen. Dafür haben Sonnenwetter, guter Wettumsatz von 175.916,98 Euro, 5798 Zuschauer und neun spannende Galopprennen gesorgt.
07.04.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus-Jürgen Pfeffer

Bremen. Der Turftag in Bremen war mit Abstand einer der besten der vergangenen zehn Jahre. Dafür sorgten Sonnenwetter, guter Wettumsatz von 175916,98 Euro, davon 45,5 Prozent von ausserhalb, 5798 Zuschauer und neun spannende Galopprennen.

Klasse-Sport und eine rappelvolle Rennbahn prägten den jüngsten Turftag auf der Bremer Galopprennbahn. Beides stellte auch an den Veranstalter hohe Anforderungen. So hätten gut mehr Wettkassen geöffnet sein können, denn das überraschend wettfreudige Publikum bildete oft noch Schlangen vor den Wettannahmen, wenn das Rennen vom Start ging. So konnte der Veranstalter nicht immer "abwetten". Der in neun Rennen gebotene Sport verdiente die Bestnote. Man sah im kurzen Distanzrennen für dreijährige Pferde den erwarteten Erfolg des Auenqueller Wallachs Zarras mit dem Jockeychampion Filip Minarik.

In der 2100-Meterprüfung für dreijährige Pferde sorgte die debütierende Schimmelstute Wilddrossel aus dem Gestüt Röttgen mit Eugen Frank für eine Turfdelikatesse: Schon hatte es so ausgesehen, als könne der vom Bremer Trainer Pavel Vovcenko vorbereitete Hengst Anakin Skywalker den Sieg einfahren, als die kompakte Schimmelstute wie auf Flügeln heranrauschte und noch sicher die Oberhand behielt. Beide erstplatzierten Pferde haben noch eine Derbynennung, und es ist gut möglich, dass Bremen hier wieder einmal Karrierepferde mit grossem Derbypotenzial gesehen hat. Dabei war die Siegerin nach Auskunft ihres Trainers Markus Klug "noch nicht bei 100 Prozent". Für Jockey Eugen Frank und Trainer Markus Klug kam das grosse Turfglück in Bremen zurück, nachdem sie hier im Vorjahr mit dem Röttgener Dekan ein Pferd verloren hatten.

Und noch ein ärgerlicher zweiter Platz für Pavel Vovcenko: Die Bremer Galoppclubstute Anna Moheba lief im 15er-Feld über Meilendistanz ein gutes Rennen. Sie endete mit Jockey Andrasch Starke zwei Längen hinter dem von Steffanie Hofer gerittenen Hengst Rapid Directa auf Platz zwei, was Vovcenko mit den Worten kommentierte: "Wäre sie Dritte geworden wäre das okay gewesen, aber Zweite ist einfach ärgerlich". Klubchef Bernd Scheele war jedoch zufrieden. "Sie ist brav gelaufen."

Julia Will auf Platz zwei

"Nimm die dicken goldenen Ohrsticker heraus, die bremsen", hatte man Julia Will vor dem Start zum Ex-Aktivenrennen geraten. Doch die 35-jährige Ex-Weltmeisterin der Amateure hörte nicht auf den guten Rat. Sie zeigte dennoch einen fabelhaften Ritt auf der Stute Alesina, mit der die zweifache Mutter hinter der von Andreas Göritz gerittenen Siegerstute Mon Rose den zweiten Platz erkämpfte. Jockey Andrasch Starke punktete doppelt. Er siegte mit El Ticino über 2200 Meter und war mit Martha Niebuhrs Noreia in der Wettchance des Tages vor Willis, Cosinus und Sauber sicher vorn. Damit gab es auch für Pavel Vovcenko einen Sieg in der Bremer Vahr.

Hindernisjockey Jan Korpas spielte im einzigen Jagdrennen seine Cleverness aus. Denn als Fast Fighter auf mehr als 20 Längen davongaloppierte, blieb Korpas auf dem hannoverschen Wegner-Wallach Mercyless zunächst noch ruhig sitzen. Erst als die Führung im letzten Drittel der 3400 Meterprüfung immer kürzer wurde, ging er zum Angriff über. Korpas siegte vor Boccatus mit Vlastislav Korytar und Fast Fighter.

Die gute Nachricht eines gelungenen Renntages zum Schluss: Die im dritten Rennen vom Pferd gestürzte Reiterin Anna-Doreen Zuraw, konnte nach gründlicher Untersuchung im Krankenhaus nach Rennschluss schon wieder entlassen werden.

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