Titelträume geplatzt Grün-Gold bei Latein-WM nur Dritter

Bremen. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Eine Binsenweisheit, die sich am Samstagabend bei der WM der Lateinformationen bestätigt hat. Weder der Grün-Gold-Club Bremen noch Hauptkonkurrent Litauen wurde in Bremen Weltmeister, sondern die Mannschaft aus Russland.
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Grün-Gold bei Latein-WM nur Dritter
Von Ruth Gerbracht

Bremen. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Eine Binsenweisheit, die sich am Samstagabend bei der WM der Lateinformationen bestätigt hat. Weder der Grün-Gold-Club Bremen noch dessen schärfster Konkurrent Litauen wurde in Bremen Weltmeister, sondern die Mannschaft aus Russland.

Mit dem Heimvorteil im Rücken und einer ausgezeichneten Leistung gelang es dem Team, sich erstmals die WM-Krone der Lateinformationen zu sichern – vor dem Zweiten und den Bremer Tänzern und Tänzerinnen.

Während Russland jubeln durfte, blieben die erfolgsverwöhnten Formationen aus Litauen und dem Grün-Gold-Club ratlos auf der Fläche stehen. Der Grund: Das Endergebnis war verwirrend. Die Wertungsrichter schienen keine klare Entscheidung treffen zu wollen, welche Mannschaft denn Platz eins einnehmen sollte. Dementsprechend verteilten sie jeweils drei Einsen an Litauen und drei an Bremen. Lediglich die russische Wertungsrichterin gab ihrem eigenen Team eine Eins. Mit dieser Verteilung von sieben möglichen Einsen entschied die Majorität der Zweien. Und damit war Russland der große Gewinner. Das Team bekam gleich sechsmal die Zwei – damit waren die Einsen der Konkurrenten nicht mehr viel wert.

Die Litauer holten sich am Ende Silber, da sie eine Wertungsnote drei mehr bekommen hatten als Bremen. Das Team von Trainer Roberto Albanese wurde pikanterweise von der russischen Wertungsrichterin auf Platz vier gesetzt. Das machte den kleinen Unterschied.

„So richtig kann man das hier nicht einschätzen“, sagte gestern Abend der Vorsitzende des Grün-Gold-Clubs, Jens Steinmann. „Es ist schon ungewöhnlich, wenn jemand Weltmeister wird, den lediglich ein Wertungsrichter auf Platz eins gesetzt hat.“ Allerdings gab Steinmann zu, dass die russische Formation gut getanzt habe. Zufrieden sei er aber auch mit seiner Mannschaft, auch wenn Platz drei zunächst etwas enttäuschend gewesen sei. „Das Team hat ein tolles Finale getanzt. Da gab es nichts auszusetzen.“

Ohne Medaille blieb die zweite deutsche Mannschaft. Die Lateinformation des TSZ Velbert landete auf Rang vier.

Eine ausführliche Berichterstattung über die WM-Reise des Grün-Gold-Club finden Sie in der Montagausgabe des WESER-KURIER.

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