Sporthallenbau TV Eiche Horn

Gute Nachricht für den TV Eiche Horn

Schluss mit Wartelisten und Aufnahmestopp: Der TV Eiche Horn erhält vom Bremer Senat für das Jahr 2019 Planungsmittel für einen Hallenneubau und will das Projekt jetzt vorantreiben.
11.07.2018, 17:13
Lesedauer: 2 Min
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Gute Nachricht für den TV Eiche Horn
Von Frank Büter

Bremen. "Das ist eine gute Nachricht für den Verein, den Stadtteil und die angrenzenden Schulen", sagt Björn Reschke, der Vorsitzende des TV Eiche Horn. Der Bremer Großverein mit mehr als 3600 Mitgliedern hat von der Sportdeputation für das Jahr 2019 Planungsmittel in Höhe von 25 000 Euro bewilligt und damit quasi grünes Licht für den Bau einer neuen Ein-Feld-Halle von etwa 400 Quadratmetern Größe an der Sportanlage Berckstraße bekommen. "Jetzt kommt Bewegung in die Sache", sagt Reschke und hofft zugleich, "dass die Politik absehbar dann auch die nötigen Mittel im Haushalt zur Verfügung stellt".

Seit mehr als vier Jahren beschäftigen sich die Verantwortlichen des TV Eiche Horn bereits mit dem Bau einer neuen Halle, die auf dem Areal an der Berckstraße in das vorhandene Sportzentrum und auch in die Gesamtaktivitäten des Vereins eingebunden werden soll. Ein Projekt, das dringend umgesetzt werden müsse, so Jeschke. Aktuell seien die Kapazitäten nämlich derart erschöpft, "dass wir in einigen bestimmten Abteilungen schon Wartelisten und Aufnahmestopp haben und die Mitgliederzahl seit Jahren stagniert", berichtet Horns Geschäftsführer Fred Siegert.

Die neue, teilbare Ein-Feld-Halle, in die laut Planung auch zwei neue, zusätzliche Außenumkleiden für die öffentliche Sportanlage Fritzewiese integriert werden, soll also für die nötige Entlastung sorgen. Zudem möchte der TV Eiche Horn durch den Hallenbau sowohl neue Angebote schaffen als auch bestehende Angebote ausbauen, etwa im Bereich Eltern-Kind-Sport, Hip-Hop, Ballett, Selbstverteidigung, Psychomotorik, Gesundheits-, Reha- und Seniorensport.

"Unsere Angebote treffen den Nerv", sagt Siegert und verweist auf die Altersstruktur der Mitglieder mit 1500 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sowie 1200 Senioren 60plus. Gerade Kinder und Senioren seien nicht so mobil, "sie brauchen vor Ort die Möglichkeit, Sport zu treiben", sagt der Geschäftsführer. Mit dem Bau einer neuen Halle reagiert der TV Eiche im wachsenden Stadtteil Horn-Lehe auf die demografische Entwicklung, stellte auch die Sportdeputation unter Vorsitz von Sportsenatorin Anja Stahmann bei der Entscheidungsfindung fest.

"Dieses Projekt wird als Multifunktionshalle in vielen Bereichen einen positiven Effekt haben", betont Vereinsboss Jeschke. So könne man die Belegung der großen Mehrfachsporthalle zeitlich etwa um zehn bis zwölf Stunden wöchentlich reduzieren, rechnet Jeschke vor. Stunden, die künftig von den Abteilungen Volleyball, Floorball oder Badminton genutzt werden könnten. Zudem sieht Jeschke dieses Projekt gleichzeitig auch als Angebot an Schule und Bildung. 15, womöglich sogar bis zu 20 Stunden wöchentlich könnten an den Vormittagen beziehungsweise an den frühen Nachmittagen für schulische Bedarfe genutzt werden, etwa von der Sportbetonten Schule an der Ronzelenstraße, mit der der TV Eiche Horn kooperiert.

Die Kosten für dieses Bauvorhaben beziffert der Verein auf insgesamt 1,6 Millionen Euro, etwa 700 000 Euro davon will der TVE mit Eigenmitteln und einem Kredit einbringen. Infolge der Finanzierung müsse allerdings nicht mit einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge gerechnet werden, sagt Jeschke. "Wir gehen davon aus, dass wir das Projekt mit dem bisherigen Etat stemmen und über neue Kursangebote und neue Mitglieder gegenfinanzieren können."

Nachdem man nun den Zuschlag bekommen habe, werde man die Planungen konkretisieren, sagt Geschäftsführer Siegert, der sich in nächster Zeit auf die Suche nach einem Architekten begeben wird, mit dem die Details besprochen und Entwürfe gefertigt werden sollen. Für die Planungsphase habe man dieses und das nächste Jahr Zeit, so Fred Siebert. Und sollten die Landesmittel dann im nächsten Haushalt bereitgestellt werden, könnte im Jahr 2020 mit dem Hallenneubau begonnen werden, "das ist die optimale Zielvorstellung".

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