Bremen-Ligist FC Sparta Bremerhaven Hammerhart und hoffnungsarm

Etwas Neues gibt es nicht. „Keine Einigung in Sicht“, sagt Stefan Kriesen. Nach aktuellem Stand bleibt es also dabei: Der SC Sparta Bremerhaven wird seine Zusammenarbeit mit dem FC Bremerhaven im Sommer nach zwei Jahren beenden.
18.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Etwas Neues gibt es nicht. „Keine Einigung in Sicht“, sagt Stefan Kriesen. Nach aktuellem Stand bleibt es also dabei: Der SC Sparta Bremerhaven wird seine Zusammenarbeit mit dem FC Bremerhaven im Sommer nach zwei Jahren beenden, die angestrebte Fusion wird es nicht geben. Die kommenden Monate werden aller Voraussicht nach also die letzten der Spielgemeinschaft zwischen beiden Vereinen sein – den FC Sparta gibt es schon bald nicht mehr, Kriesen und seine Bremen-Liga-Fußballer stehen vor dem Aus.

Bereits jetzt hat der Trainer einen „akuten Personalmangel“ zu beklagen. Zuletzt verabschiedete sich Janis Krejcberg angesichts der ungewissen Zukunft. Er soll in Kontakt zum TV Esenshamm stehen. Zuvor hatten Tarek Chaaban (OSC Bremerhaven), Bahadir Kilickeser (DJK Blumenthal) und Jannis Kurkiewicz (VSK Osterholz-Scharmbeck) den Verein verlassen. Derzeit zählt Stefan Kriesen nur noch 15, 16 Kicker zu seinem Kader, darunter drei Langzeitverletzte. „Es wird eine hammerharte Rückrunde“, sagt der Trainer. Eine Aufgabe kommt für ihn aber nicht infrage: „Wir ziehen das Ding durch.“ Dabei lassen sich die vergangenen Wochen nicht mal als Vorbereitung im weiteren Sinn bezeichnen: Weil diverse Spieler im Schichtbetrieb arbeiten, konnte Kriesen sein Team nur selten zum gemeinsamen Training bitten.

Immerhin startet der FC Sparta aber eine Woche später in die zweite Saisonhälfte. Für die Bremerhavener wird es erst mit dem Pokalspiel gegen die SG Aumund-Vegesack am 1. März ernst. Aber ernst ist die Lage derzeit ja eigentlich schon. Mittlerweile macht sich Kriesen keine großen Hoffnungen mehr auf ein Happy End: „Im Sommer heißt es wohl auf Wiedersehen.“ In jedem Fall hat der FC Bremerhaven die Forderungen seines Partners SC Sparta (unter anderen soll es sich um ausstehende Mietzahlungen handeln) bisher nicht erfüllt.

Sollten die Vereine ab dem Sommer getrennte Wege gehen, hätte dies auch Konsequenzen für die Ligazugehörigkeit ihrer Fußballmannschaften. Der SC Sparta (derzeit FC Sparta II) würde mit der ehemaligen 1. Herren in der Bezirksliga bleiben – so sie die Klasse hält. Wollte der FC Bremerhaven ohne Kooperationspartner weitermachen, würde er den Platz in der Bremen-Liga dagegen verlieren. Schließlich hatte der Verein seine Fußballabteilung zu Beginn der Kooperation mit Sparta 2012 aufgelöst. Geht er nun wieder an den Start, erfordert die Spielordnung einen Neubeginn in der Kreisklasse. Der Bremer Fußball-Verband hat beide Vereine nach Informationen dieser Zeitung zu einer Stellungnahme bis zum 15. März aufgefordert.

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