3. Handball-Liga Nord-West

ATSV Habenhausen überzeugt nur in der Abwehr

Der Aufsteiger aus Bremen verliert auch sein zweites Auswärtsspiel. Weil das Team im Angriff zu viele Chancen vergibt, unterliegt es dem GSV Eintracht Baunatal deutlich mit 20:26.
18.10.2020, 05:59
Lesedauer: 2 Min
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ATSV Habenhausen überzeugt nur in der Abwehr
Von Jörg Niemeyer
ATSV Habenhausen überzeugt nur in der Abwehr

Der einzige Habenhauser, der in Baunatal im Angriff überzeugte: Rechtsaußen Frank Meier traf beim 20:26 sieben Mal.

OLAF KOWALZIK

Der ATSV Habenhausen hat in der 3. Handball-Liga Nord-West auch sein zweites Auswärtsspiel verloren. Der Aufsteiger unterlag am Sonnabend beim GSV Eintracht Baunatal vom Ergebnis her deutlich mit 20:26 (11:14). Von einem Klassenunterschied wie zwei Wochen zuvor beim 14:27 in Hagen konnte diesmal allerdings keine Rede sein. „Nach den ersten drei Spielen in der neuen Liga kann ich sagen: Wir sind nicht zu schlecht für die Klasse und wir wissen, woran wir arbeiten müssen“, stellte Trainer Matthias Ruckh fest.

In erster Linie werden die Bremer an ihrer Durchschlagskraft im Angriff arbeiten müssen. Auch in Baunatal leistete sich der Aufsteiger den Luxus, eine Vielzahl klarer Chancen auszulassen. „Allein acht Mal haben wir frei vor dem Tor vergeben“, klagte Matthias Ruckh. Besonders bitter, dass Baunatal aus fünf dieser acht Aktionen per Tempogegenstoß selbst zu leichten Toren kam. Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Geschehen nicht. Mit nur neun weiteren Treffern war an eine Wende nicht zu denken, obwohl der ATSV beim 13:14 (35.) durch Spielmacher Bjarne Budelmann nahe dran war.

„Mit so einer Angriffsleistung war das Spiel nicht zu drehen“, sagte Ruckh, dem nach Janik Schluroff (Schlüsselbeinbruch) mit Dennis Summa (Schulterprobleme) ein zweiter Mittelmann ausgefallen war. So musste der erst 19-jährige Bjarne Budelmann auf dieser wichtigen Position durchspielen. „Er hat das gut gemacht“, sagte der Trainer, „aber er hätte natürlich mal eine Pause gebraucht.“ Eine Pause bekam in der Schlussviertelstunde dagegen Torwart Daniel Sommerfeld. Er hielt zwar erneut ausgezeichnet, aber Ruckh hoffte, mit dem erstmaligen Einsatz der Neuverpflichtung aus Polen, Rafat Grzybowski, vielleicht doch noch den entscheidenden Impuls setzen und den Drei-Tore-Rückstand (17:20) wettmachen zu können. Der Neue hielt ebenfalls stark, aber zur Wende reichte es nicht mehr. Auch deshalb, weil außer dem Rechtsaußen Felix Meier alle anderen Bremer beim Abschluss nicht clever genug waren.

Drittliga-reif dagegen ist schon jetzt die ATSV-Abwehr. 70 Treffer hatte Baunatal in bislang zwei Partien erzielt – zuletzt gleich 40 gegen Habenhausens nächsten Gegner am kommenden Sonnabend, die Ahlener SG. „Wenn wir unsere Deckung stabilisieren können, ist mir um die anstehenden Aufgaben nicht bange“, sagte Matthias Ruckh.

Habenhausen: Sommerfeld, Grzybowski - Fischer (1), B. Wähmann (4/3), Budelmann (4/1), Meier (7), L. Schluroff, M. Wähmann, Steffens (n.e.), Rojahn, Hintke (2), Ahrens, Feller (2), Steghofer (n.e.), Vulic, Summa (n.e.)

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