Handball Handball-Verband verschärft Corona-Regelung

In Niedersachsen und Bremen dürfen ab dem Wochenende nur noch Getestete am Spielbetrieb auf Verbandsebene teilnehmen. Ausreichender Impfschutz allein genügt nicht mehr – auch nicht bei Kindern und Jugendlichen.
13.01.2022, 12:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Olaf Kowalzik

Die Infektionszahlen kennen in Bremen und umzu zurzeit nur den Weg nach oben. Der Handballverband Niedersachsen (HVN) hat darauf reagiert und sein Hygienekonzept kurzfristig angepasst. Während andere Verbände die Saisonunterbrechung verlängert haben, geht der HVN einen anderen Weg. Er setzt bei den Punktspielen auf der Verbandsebene ab kommendem Wochenende auf verpflichtende Corona-Tests – und zwar ohne Ausnahme. Das gilt für die Spiele der Erwachsenen und der Jugend, auch die Offiziellen benötigen Tests. Da der HVN in den Spielklassen von der Oberliga bis zur Landesklasse mit dem Bremer Handballverband (BHV) kooperiert, sind von der Regelung auch viele Bremer Teams betroffen.

Für den Damen- und Herrenbereich bedeutet die Einführung der allgemeinen Testpflicht, dass der Spielbetrieb unter einer verschärften 2G-plus-Regelung erfolgt. Denn die Testpflicht gilt auch für Spieler und Offizielle, die eine Auffrischungsimpfung („Booster") erhalten haben oder einen Genesenennachweis nach der vollständigen Impfung („Impfdurchbruch") vorweisen können. „Damit gehen wir einen Schritt weiter als es die aktuelle Corona-Schutzverordnung für unsere Sportart vorsieht und wollen so ein zusätzliches Maß an Sicherheit gewährleisten“, informiert Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik im HVN.

Kinder und Jugendliche (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres) sind zwar von der Anwendung der 2G-Regelung ausgeschlossen, sie müssen jedoch für die Punktspiele ebenfalls einen negativen Testnachweis vorlegen. Gültig sind für den Spielbetrieb sowohl bei den Erwachsenen als auch bei der Jugend PCR-Tests (48 Stunden alt) und PoC-Antigen-Tests (24 Stunden) mit gültigem Zertifikat. Alternativ sind Selbsttests unter der Aufsicht des gastgebenden Vereins möglich, für den die zu testende Person einen geeigneten Test mitzubringen hat.

Unabhängig von der jüngsten HVN-Entscheidung hatte der Männer-Oberligist HC Bremen sein für den kommenden Sonnabend geplantes Spiel gegen den Elsflether TB auf Wunsch der Gäste bereits in den April verlegt. Auch die SG Findorff hatte schon vor einiger Zeit beschlossen, dass sie ihre auf Verbandsebene spielenden Männer-, Frauen- und Jugend-Teams wegen der zunehmend schwierigeren Corona-Lage im Januar nicht auflaufen lassen wird.

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