3. Handball-Liga Nord-West

Verletzungspech beim ATSV Habenhausen

Nach dem ersten Spiel ist das Krankenlager des Drittliga-Aufsteigers übervoll. Am Sonnabend gegen Handball Lippe II fehlen in eigener Halle gleich vier Akteure. Und wegen Corona wird ohne Zuschauer gespielt.
09.10.2020, 05:30
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Verletzungspech beim ATSV Habenhausen
Von Jörg Niemeyer
Verletzungspech beim ATSV Habenhausen

Bitterer Saisonauftakt: Janik Schluroff, hier auf einem Foto aus der Aufstiegssaison, fällt wegen eines in Hagen erlittenen Schlüsselbeinbruchs mindestens bis Januar beim ATSV Habenhausen aus.

OLAF KOWALZIK

Die 14:27-Auftaktniederlage in Hagen hat beim ATSV Habenhausen Spuren hinterlassen. Weniger in mentaler Hinsicht, wie Trainer Matthias Ruckh sagt, als vielmehr in körperlicher. Das Spiel bei einem der Favoriten auf die Meisterschaft der 3. Handball-Liga Nord-West sei schon hart gewesen. Keineswegs unfair, sondern so, wie es nach dem Aufstieg aus der Oberliga auch zu erwarten war. Viel ärgerlicher als der letztlich erwartete doppelte Punktverlust war die Tatsache, dass das Verletzungspech, das den Aufsteiger während der Vorbereitung verschont hatte, nun gleich im ersten Spiel so erbarmungslos zuschlug.

„Mehr sollte jetzt nicht passieren“, sagt der ATSV-Coach vor dem ersten Heimspiel seiner Mannschaft am Sonnabend um 19.30 Uhr gegen Team Handball Lippe II. Für den Kooperationspartner des Bundesligisten TBV Lemgo läuft unter anderem der Ex-Schwaneweder Jari Lemke auf, der Bruder von Europameister Finn Lemke. Jari Lemke hat beim Erstligisten noch einen Vertrag bis 2021. Da die Habenhauser aufgrund der Corona-Pandemie ohne Zuschauer spielen werden, müssen die Fans, wenn sie das Spiel und Lemke live erleben wollen, allerdings mit der bezahlpflichtigen Übertragung im Internet bei Sportdeutschland.TV Vorlieb nehmen.

Als Aktive werden Marcel Fischer, Mirco Wähmann und Janik Schluroff nicht zu sehen sein. Alle drei verletzten sich am Freitag schwer. Am schlimmsten erwischte es Schluroff, der mit einem Schlüsselbeinbruch mindestens bis Januar ausfallen wird. Fischer zog sich eine schwere Verstauchung im Fuß zu, nachdem ein Gegenspieler auf ihn gestürzt war. Mirco Wähmann schließlich war schon mit einer Bänderverletzung ins Spiel gegangen, in dem er dann erneut umknickte. „Bei beiden wird es aber nicht so lange dauern“, sagt Matthias Ruckh, der sich beim Zeitraum der Ausfälle jedoch nicht festlegen kann.

Zu allem Überfluss wird auch Torhüter René Steffens wegen eines Bandscheibenvorfalls lange aussetzen müssen. „Mindestens ein halbes Jahr“, sagt Ruckh. Der Trainer hofft, dass auch ohne das Quartett am Sonnabend die ersten Punkte eingefahren werden können.

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