Hockey-Oberliga Frauen Horn hält dem Favoriten lange stand

Für die Bremer Hockey-Frauenteams gab es zuletzt in der Oberliga-Feldserie jeweils Sieg und Niederlage.Dem HC Horn fehlte beim 0:1 (0:0) gegen den Spitzenreiter MTV Braunschweig das nötige Quäntchen Glück,.
18.05.2022, 15:51
Lesedauer: 4 Min
Zur Merkliste
Von Rainer Jüttner

Für die Bremer Hockey-Frauenteams gab es zuletzt in der Oberliga-Feldserie jeweils Sieg und Niederlage. Der Bremer HC II setzte sich im Nachholspiel gegen den Braunschweiger THC mit 5:1 (1:0) durch und verlor dann beim DTV Hannover mit 2:4 (0:1). Die Partie gegen Hannover 78 II wurde auf Bitten der Hannoveranerinnen verlegt. Viel hätte nicht gefehlt  und der HC Horn hätte sogar zwei Siege eingefahren. Doch beim 0:1 (0:0) gegen den Spitzenreiter MTV Braunschweig fehlte das nötige Quäntchen Glück, dafür belohnten sich die Hornerinnen mit dem 1:0 (0:0) beim Braunschweiger THC.


Bremer HC II – Braunschweiger THC 5:1 (1:0): So hätte es Matthias Denkmann am liebsten in jedem Spiel. Dem Trainer stand in dieser Nachholpartie nämlich ein sehr starkes Team zur Verfügung, das gespickt war mit Anleihen aus dem Trainingskader der ersten Damenmannschaft, die ja immerhin gerade in die erste Bundesliga aufgestiegen war. So dominierte der BHC klar, obwohl den Bremerinnen gegen die extrem tief stehenden Braunschweigerinnen anfangs die Ideen fehlten. „Da wollten wir erst mit dem Kopf durch die Wand, fanden später aber immer besser ins Spiel und nutzten die Breite und Tiefe des Platzes aus“, sagte Denkmann.

Und diesmal wurden auch die Torchancen genutzt. Nach der Führung von Lena Bobrink (24.) bauten Maya Maitin (34.) und Gesa Lubienski (39.) den Vorsprung aus. Zehn Minuten nach dem 4:0 von Natalie Hoppe (43.) nutzte der BTHC dann eine Bremer Unachtsamkeit zum Ehrentreffer, Helen Katenkamp setzte mit dem 5:1 den Schlusspunjkt. „Der BTHC hat gut gespielt und ihre starke Torhüterin stand einem durchaus möglichen zweistelligen Sieg im Weg“, sagte Denkmann.

BHC II: Homann, Bobrink, Bode, Hoppe, Katenkamp, Kirsch, Kook, Kuhn, Lubienski, Maitin, Metz, Offen, Ruef, Schultze, Sommerkorn, Stubbe.


DTV Hannover – Bremer HC II 4:2 (1:0): Wie schnell es personell in die ganz andere Richtung gehen kann, erfuhr Matthias Denkmann vor der Fahrt nach Hannover. „Den Abend davor hatte ich noch kein komplettes Team zusammen. Letztlich sind wir dann mit 13 Spielerinnen angereist, von denen einige an beiden Tagen durchgespielt hatten. Und was die dann aus sich heraus geholt haben, war schon überragend“, sagte der BHC-Trainer. Beeindruckend vor allem, wie die Bremerinnen gegen die mit sehr einsatzfreudigen Ukrainerinnen verstärkten Hannoveranerinnen dagegen hielten.

Diesem Kampfgeist war es auch zu verdanken, dass der BHC einen 0:2-Rückstand durch Tore von Elisabeth Kuckuck und Marit Van Erk  zunächst noch in ein 2:2 umwandelte. Angetrieben von den beiden Verteidigerinnen Jette Kirsch und Lea Schultze sprang noch die eine oder andere Chance heraus, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Am Ende fehlte dann etwas die Kraft, was die Gastgeberinnen in den letzten fünf Minuten zu zwei weiteren Treffern nutzten.

BHC II: Schnabel; Duckwitz, Emrich, Gäbe, Kirsch, Kuckuck, Kuhn, Offen, Permoser, Real, Schmal, Schultze, van Erk.


HC Horn – MTV Braunschweig 0:1 (0:0): Die Vorzeichen verbreiteten im Horner Lager nicht gerade Euphorie: viele Verletzte, im Hinterkopf noch die deutliche 0:7-Klatsche aus dem Hinspiel und eine schwache letzte Trainingseinheit  sorgten für sehr gemischte Gefühle. Tatsächlich bot die Mannschaft von Trainer Max Johannsen aber eine sehr gute Leistung. „Wir haben taktisch viel offensiver begonnen als gewohnt, denn unser Ziel war, möglichst früh etwas Zählbares zu holen und dann zu schauen, wie es mit unseren Kräften aussieht“, sagte Max Johannsen.

Und fast wäre diese Rechnung auch aufgegangen, denn Leonie Pfisterer und Lina Albers verpassten ihre aussichtsreichen Chancen nur knapp. So begannen die Hornerinnen an sich zu glauben und standen bei einer Vielzahl von MTV-Ecken sehr gut. Auch nach der Pause blieb Horn gleichwertig, bis zur glücklichen Braunschweiger Führung. Hannah Lübke und Torhüterin Alina Otto standen sich bei einer Ecke auf den Füßen und der MTV nutzte dies aus. Sieben Minuten vor Spielende vergab dann Hannah Lübke die letzte Riesenchance nach einer Ecke. „Wirklich sehr schade, denn ein Remis hätten wir allemal verdient gehabt“, sagte Johannsen.

HC Horn: Otto; Abou-Sadick, Albers, Edzard, Ellerbrock, Finke, Hinrichsen, Lübke, Pfisterer, Rybatzki, Schumann, von Salzen, Antonia Zupanc, Hanni Zupanc.


Braunschweiger THC –HC Horn 0:1 (0:0): Lediglich mit elf Spielerinnen konnte der HC Horn anreisen, und da keine Schiedsrichter zur Verfügung standen, musste Max Johannsen auch noch das Spiel pfeifen. Das Team musste sich also überwiegend selbst coachen, hatte aber durch die überragende Naime Abou-Sadick gleich zu Beginn drei Großchancen.

Das Kompliment von Max Johannsen ging aber an seine komplette Mannschaft, „die bei praller Sonne einen unfassbaren Kampfgeist entwickelte“. Während der Tabellendritte BTHC keine Ideen oder geeignete Mittel fand, vergaben die Hornerinnen gleich eine Vielzahl an Chancen oftmals nur um Haaresbreite.

Auch nach der Pause blieb jeder Meter hart umkämpft. Einen Motivationsschub erhielt der HCH dann durch die Rückkehr von Maxime Rybatzki, die sich zwischenzeitlich eine Ellbogenverletzung zugezogen hatte, dann jedoch auf die Zähne biss und zurückkam. Belohnt wurden die Hornerinnen schließlich durch das Tor des Tages von Naime Abou-Sasdick, die energisch in den Kreis zog und nervenstark zum Sieg traf.

HC Horn: Otto; Abou-Sadick, Albers, Bamberger, Edzard, Ellerbrock, Finke, Hinrichsen, Lübke, Pfisterer, Rybatzki.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+