Tischtennis-Bundesliga der Herren

Hunor Szöcs ab sofort der dienstälteste Werderaner

Die Bremer gehen am Sonntag mit neuer Mannschaft ins erste Punktspiel gegen den TTC Jülich. Die Fans dürfen sich in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle auf die Premiere des Vizeweltmeisters Mattias Falck freuen.
16.08.2019, 22:32
Lesedauer: 2 Min
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Hunor Szöcs ab sofort der dienstälteste Werderaner
Von Jörg Niemeyer
Hunor Szöcs ab sofort der dienstälteste Werderaner

Der einzige der vier Werder-Spieler, der aus dem Team der vergangenen Saison übrig geblieben ist: Hunor Szöcs.

Frank Koch

Cristian Tamas ist als Werder-Trainer schon sehr lange im Bundesliga-Geschäft tätig, aber so eine Saisonvorbereitung wie diesmal hat der 39-Jährige auch noch nicht erlebt. „Man muss flexibel sein“, sagt er gelassen, nachdem er seine neue Mannschaft erst fünf Tage vor dem ersten Punktspiel erstmals beisammen hatte. Das war am Dienstag, und nach intensiven Trainingseinheiten und viel gemeinsam verbrachter Zeit sagt der Coach jetzt: „Wir sind bereit, es kann losgehen.“

An diesem Sonntag erwartet das Bremer Tischtennis-Quartett um 15 Uhr den TTC Jülich in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle – ein Gegner, gegen den der Gastgeber als hoher Favorit aufläuft. „Das macht es aber nicht leichter für uns“, sagt Tamas. Tischtennis-Profis gelten als sehr sensibel, und immerhin drei der vier Werderaner bestreiten gegen Jülich ihre Premiere: Vizeweltmeister Mattias Falck, Kirill Gerassimenko und Marcelo Aguirre. „Das setzt neue Spieler tatsächlich unter Druck“, sagt Tamas, der schon so manchen Saisonfehlstart eigentlich hoch gehandelter Spieler erlebt hat. Deswegen sei, so Tamas, die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mit Hunor Szöcs zumindest ein Akteur, der die Verhältnisse kennt, spielen wird.

„Die Situation fühlt sich für mich etwas befremdlich an“, sagt Szöcs, angesprochen auf die drei Spielerwechsel. Der Rumäne spielte in seinen bisherigen fünf Werder-Jahren immer an der Seite von Bastian Steger – nun ist er der dienstälteste Bremer. Und er hat ein klares Ziel: „Wir sind ein junges, gutes Team. Ich hoffe, dass wir die Play-offs erreichen, jetzt ist die Zeit!“ Nur einmal, 2013, hat Werder das geschafft – und wurde prompt zum bisher einzigen Mal deutscher Meister.

„Wir wollen und wir müssen mit einem Sieg starten“, sagt Cristian Tamas. Was die Stärke der Teams betrifft, ist die Liga tatsächlich noch näher zusammengerückt als in der Vergangenheit. Aber die Jülicher zählen, bei allem Respekt vor einem Erstligisten, nach einer punktlos beendeten Saison 2018/19 erneut zu den Kandidaten für das untere Tabellenende. Möglicherweise ist der TTC also genau der richtige Gegner, um Werder das zu ermöglichen, was laut Tamas ein neu formiertes Team am meisten braucht: Siege.

„Ich hoffe, dass ich Werder dabei helfen kann“, sagt Mattias Falck, der als Weltranglistensiebter nicht nur im Fokus der Bremer Anhänger stehen wird. Nach Chuang Chih-Yuan, der Werder 2013 zur Meisterschaft führte, haben die Bremer nun erstmals wieder einen Akteur unter den Top Ten der Welt. Man darf gespannt sein, was das für die Saison bedeutet.

Info

Zur Sache

Werders Hinrundenspiele

So., 18.8., 15 Uhr: gegen TTC Jülich

So., 25.8., 15 Uhr: beim ASV Grünwettersbach

Di., 10.9., 19 Uhr: beim TTC Neu-Ulm

Di., 24.9., 19 Uhr: beim TSV Bad Königshofen

So., 29.9., 15 Uhr: beim TTC Bergneustadt

Mo., 7.10., 19 Uhr: gegen TTF Ochsenhausen

Di., 22.10., 19 Uhr: bei Borussia Düsseldorf

So., 27.10., 15 Uhr: gegen Post SV Mühlhausen

So., 3.11., 15 Uhr: beim 1. FC Saarbrücken

Mo., 18.11., 19 Uhr: gegen TTC Fulda-Maberzell

So., 24.11., 15 Uhr: beim TTC Grenzau

Rückrundenstart am Sonntag, 1. Dezember

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