Fußball Bremen-Liga "Husaren" verlieren auch das letzte Heimspiel - 2:3 gegen VfL 07

Grohn. Nur die treuesten der treuen Anhänger des bereits als Absteiger feststehenden SV Grohn verfolgten den letzten Heimauftritt in der Fußball-Bremen-Liga, der mit einer 2:3 (1:0)-Niederlage gegen den VfL 07 endete.
21.05.2010, 00:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick

Grohn. Nur die treuesten der treuen Anhänger des bereits als Absteiger feststehenden SV Grohn verfolgten den letzten Heimauftritt in der Fußball-Bremen-Liga, der mit einer 2:3 (1:0)-Niederlage gegen den VfL 07 endete. Die 'Husaren' haben in dieser Saison einfach viel Kredit verspielt, den gilt es in der kommenden Landesliga-Serie mit erfolgreichen und couragierten Auftritten zurückzugewinnen.

Nicht erfolgreich und nur bedingt couragiert - das waren die Kennzeichen des kostenlos zu verfolgenden Auftrittes gegen die Findorffer. Dem einen oder anderen Spieler war anzusehen, dass er sich für das neue 'Husaren'-Team empfehlen wollten, mancher trug vor der bevorstehenden Trennung nur noch sein Trikot spazieren. Und trotzdem war der Tabellenletzte drauf und dran, seinen vierten Saisonsieg zu feiern. Die Findorffer liefen nämlich lange dem von Zahbi Zahrouni erzielten Führungstor der Platzherren hinterher (9.) und blieben bis zur 51. Minute, in der Norman Blume den Ausgleich erzielte, im Abschluss glücklos oder scheiterten am exzellent haltenden Marco Hampel.

Apropos Hampel: Der 38-Jährige wurde in der 75. Minute gegen Nachwuchsmann Marcel Steffen ausgewechselt und durch ein Spalier seiner applaudierenden Mannschaftskollegen vom Platz in den Fußball-Ruhestand verabschiedet. Hampel wird sich künftig als Torwart-Trainer einbringen. Als Hampel ging, stand es noch immer 1:1, danach wurde es jedoch noch einmal richtig turbulent am Oeversberg.

Ex-Torjäger, derzeitiger Abwehrchef und Mannschaftskapitän Peter Bailote Penisga wurde in den Angriff beordert und erfüllte sieben Minuten später seine Mission. Nach wunderbarem Diagonalpass von Deniz Semerci drang er über halblinks in den Strafraum ein und brachte den SV Grohn mit 2:1 (82.) nach vorne. Danach übernahm der Torschütze wieder die zentrale Rolle in der Abwehr, konnte aber die beiden Gegentreffer von Nils Dähne - dem auffälligsten Akteur auf dem Platz - nicht verhindern. Erst behauptete der von vier 'Husaren' umzingelte Sturmtank am Elfmeterpunkt den Ball und schoss aus der Drehung zum 2:2 (86.) ein, dann nutzte er einen Fehler von Hampel-Ersatz Marcel Steffen, der ihm den Ball genau in die Füße spielte, zum 3:2-Siegtreffer (90.).

Nach der abermaligen Enttäuschung fand Grohns Trainer Juan Schrader abermals kritische Worte: 'Wir haben einfach 16 nicht Bremen-Liga-taugliche Spieler.' Eine drastische Formulierung, der noch eine Erklärung nachfolgte: 'Wenn ich sage, dass drei oder vier Spieler nicht Bremen-Liga-tauglich sind, fühlen sich genau die nicht angesprochen.' Ab sofort gilt es nun, ein Team mit Landesliga-tauglichen Spielern für die Spielzeit 2010/11 zusammenzubasteln. Und da ist natürlich auch der Trainer gefragt, denn letztlich entscheidet er bei der Zusammenstellung des Kaders ja über die geforderte Tauglichkeit.

In der kommenden Woche wollen die 'Husaren' bekanntgeben, mit welchem Gerüst sie in die Saison gehen, die im Jubiläumsjahr endet. Wie leichter als mit dem Wiederaufstieg zum 100. Vereinsgeburtstag ließe sich der in dieser Serie verspielte Kredit zurückgewinnen?

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