TuS Komet Arsten: Handballerinnen gehen mit acht Neuzugängen in die Oberliga-Saison Iris Lüllmann soll das Spiel lenken

Arsten. Wenn das keine Frischzellenkur ist: Vier Neuzugänge hatten die Oberliga-Handballerinnen des TuS Komet Arsten bereits für die kommende Saison vermeldet, jetzt kommen bei den Südbremerinnen noch einmal vier weitere neue und ein altbekanntes Gesicht hinzu. Auf 16 Spielerinnen summiert sich damit der Kader von Trainer Marc Winter, der sich in der Handballszene mit Gerüchten über eine Personalknappheit konfrontiert sah. "Ich wurde häufig darauf angesprochen, dass es bei uns nicht mehr weiter gehen würde. Das Gegenteil ist der Fall", bemerkt er und lacht. "Bis auf eine Spielerin hatte ich sämtliche Zusagen sogar schon nach dem ersten Probetraining."
21.07.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Kowalzik

Arsten. Wenn das keine Frischzellenkur ist: Vier Neuzugänge hatten die Oberliga-Handballerinnen des TuS Komet Arsten bereits für die kommende Saison vermeldet, jetzt kommen bei den Südbremerinnen noch einmal vier weitere neue und ein altbekanntes Gesicht hinzu. Auf 16 Spielerinnen summiert sich damit der Kader von Trainer Marc Winter, der sich in der Handballszene mit Gerüchten über eine Personalknappheit konfrontiert sah. "Ich wurde häufig darauf angesprochen, dass es bei uns nicht mehr weiter gehen würde. Das Gegenteil ist der Fall", bemerkt er und lacht. "Bis auf eine Spielerin hatte ich sämtliche Zusagen sogar schon nach dem ersten Probetraining."

Iris Lüllmann (HSG Schwanewede/Neuenkirchen), Michaela Stahlkopf (TuS Norderney), Laura Stern (HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf) und Lara Quandt (SV Werder Bremen) heißen die frischen Kräfte in seinem Team, die durch das Comeback des Routiniers Inga Heinrich flankiert werden. Komplettiert hat Marc Winter seinen Kader damit aber noch nicht: "Ich bin noch auf der Suche nach einer dritten Torfrau."

Mit Kira Voß hat er zwar zum Saisonende eine Torfrau aus beruflichen Gründen in Richtung Emsland verloren, das Comeback seiner langjährigen Nummer eins, Inga Heinrich, dürfte ihn jedoch darüber hinweg trösten. "Inga ist eine Top-Torfrau, ihre Qualitäten sprechen für sich", ist er über die Rückkehr der 29-jährigen Keeperin mehr als glücklich.

Nicht nur mit ihrer Größe von über 1,80 Metern, sondern hoffentlich auch mit Toren soll Michaela Stahlkopf vom TuS Norderney auf sich aufmerksam machen. Sie hatte in ihrem bisherigen Team in der Regionsliga Ostfrieslands im Schnitt zweistellig getroffen und soll als wurfgewaltige Spielerin im Rückraum, alternativ aber auch mal am Kreis, eingesetzt werden. "Mit ihr gewinne ich im Angriff an Alternativen. Sie ist aber auch in der Abwehr eine schwer zu überwindende Spielerin", sagt Marc Winter über die nach Bremen gezogene Studentin. "Sie ist ein Riesentalent."

Iris Lüllmann vom Landesligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen kann wiederum ihre Erfahrung in die Waagschale werfen, da sie mit den "Schwänen" auch schon in der Oberliga Nordsee gespielt hatte. "Ich bin von ihr im Training schwer begeistert und möchte mit ihr das Experiment auf der Spielmacherposition wagen", hat der Arster Coach für den Blondschopf, der bislang eher im linken Rückraum und auf Linksaußen zum Einsatz kam, eine neue Aufgabe im Blick. "Eiräs", wie sie viele nur nennen, hatte im Januar dieses Jahres gerade erst ihr Comeback nach einem Kreuzbandriss gestartet und gilt als Vorzeigespielerin in punkto Fleiß und Einsatzfreude.

Der Rückzug des Landesligisten HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf spielte Marc Winter außerdem derart gut in die Karten, dass er mit Laura Stern eine Linkshänderin für die Rechtsaußenposition in den Bremer Süden lotsen konnte. "Linkshänderinnen sind immer heißbegehrt. Für mich ist sie auf Rechtsaußen eine wichtige Alternative", sagt er. Bleibt noch der Ersatz für Merle Horstmann (tritt kürzer) zu erwähnen, den Marc Winter in Lara Quandt gefunden hat. Sie spielte in der Oberliga-Jugend des SV Werder Bremen und des TV Oyten und hat nach einem Kniescheibenbruch eine einjährige Verletzungspause hinter sich. "Sie ist eine große und körperlich präsente Torhüterin, die wir nach der Verletzung langsam wieder aufbauen müssen", lässt ihr Marc Winter die nötige Zeit.

Zunächst heißt es für den Drittplatzierten der abgelaufenen Serie aber noch, ohne seine Langzeitverletzten Sandra Winter und Birte Kruse bis etwa zur Weihnachtszeit durchzuhalten. "Ich denke, dass meine Mannschaft auch ohne sie über das Potenzial für das obere Mittelfeld verfügt. Mit den beiden noch fehlenden bekämen wir dann noch einen weiteren Schub", ist der Arster Trainer überzeugt. Vorbereitungshöhepunkt dürfte der eigene "Visionen-Cup" am 27. August gegen die Drittligisten Eintracht Hildesheim und TV Oyten sowie die Oberligisten TSV Morsum und HSG Heidmark sein.

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