Handball Werder Bremen

Junge Spielerinnen in den Profibereich holen

Bremen. Der Handball-Drittligist Werder Bremen plant bereits für die nächste Saison: Die ersten Neuzugänge für den Frauenkader stehen fest. Die Abteilung setzt weiterhin auf den Nachwuchs, ist aber auch noch mit einigen erfahrenen Spielerinnen im Gespräch.
18.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Junge Spielerinnen in den Profibereich holen
Von Frank Büter
Junge Spielerinnen in den Profibereich holen

Läuft in der nächsten Saison für Werder auf: Marie-Christin Kaiser.

Olaf Kowalzik

Bremen. Bei den Handballerinnen des SV Werder Bremen hat die heiße Phase begonnen. Sportlich, da in der 3. Liga Nord nur noch acht Spiele zu absolvieren sind, aber auch und im Besonderen abseits des Hallenparketts. Es gilt, möglichst frühzeitig die personelle Grundlage und damit Planungssicherheit für die kommende Saison zu schaffen. Die Verantwortlichen um Trainer Radek Lewicki und Teamkoordinator Martin Lange haben bereits zahlreiche Gespräche geführt - mit Erfolg.

Die wichtigste Kunde betrifft dabei den aktuellen Kader des Tabellensechsten. Denn obwohl gerade Leistungsträgerinnen wie Danijela Brdar auch von höherklassigen Vereinen umworben wurden, bleibt das Team dem SVW fast komplett erhalten. Aus der Stammformation, die nach dem Ausscheiden von Jana Sell und Jessica Bohlmann nur noch zwölf Spielerinnen umfasst, verabschieden sich lediglich Svenja Jänicke und Julia Maas.

Jänicke, die vor zwei Jahren aus Mainzlar zu Werder kam, geht im Sommer für ein Jahr nach Südafrika (Auslandssemester und Praktikum). "Sie hat sich aber klar zum Verein bekannt und angekündigt, nach ihrer Rückkehr wieder für uns spielen zu wollen", erläutert Martin Lange.

Julia Maas, die mit 26 Jahren älteste Spielerin im Drittligaaufgebot, will nach acht Jahren im Dress der Ersten aus beruflichen und privaten Gründen kürzer treten. Die Verantwortlichen hoffen indes, dass Maas - wie übrigens auch Jessica Bohlmann, die sich zurzeit auf ihre Abschlussprüfung konzentriert - künftig in der zweiten Mannschaft spielt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Oberliga aufsteigt.

Externe Neuzugänge stehen derweil auch schon fest. Nach nur einer Saison beim Oberligisten TuS Komet Arsten wechselt die frühere Rotenburgerin Marie-Christin Kaiser zum SVW. "Sie besitzt Potenzial und verfügt über ein gutes Spielverständnis", sagt Trainer Radek Lewicki, der schon im vergangenen Sommer erstmals das Gespräch mit der jungen Rückraumspielerin (Jahrgang 1989) gesucht hatte.

Noch jünger ist Neuzugang Nummer zwei, Eileen Neumann. Die 17-Jährige spielt derzeit für die A-Jugend der HSG Schwanewede in der Oberliga und hilft dort bereits regelmäßig bei den Landesliga-Damen aus. "Sie kann und wird noch ein Jahr Jugend spielen, gehört aber auch schon fest zum Kader der Ersten", sagt Lewicki, der sich zudem über die Zusage von Christin Meyer (TuS Komet Arsten) freut.

Nach längerer Spielpause aus gesundheitlichen Gründen wird Meyer allerdings zunächst die zweite Werder-Mannschaft verstärken und dort Spielpraxis sammeln. "Bei entsprechenden Leistungen ist für sie aber die Tür nach oben jederzeit offen", erklärt Lewicki die Absprache mit seinem Trainerkollegen Jörg Leyens, der die Reserve übrigens auch in der kommenden Serie coachen wird. "Wir sind sehr zufrieden mit der guten Zusammenarbeit zwischen der ersten und der zweiten Frauenmannschaft und freuen uns, dass Jörg Leyens seine erfolgreiche Arbeit als Trainer der Zweiten fortsetzen wird", betont Gunnar Lübben-Rathjen, der Vorsitzende der Handballabteilung, und ergänzt: "Darüber hinaus freuen wir uns, dass es gelingt, gut ausgebildete Jugendspielerinnen in die Leistungsmannschaften zu integrieren."

Was die Drittligamannschaft perspektivisch zwar in der Breite ergänzt, nicht aber in der Spitze verstärkt. "Sicherlich ist es unsere Philosophie, junge Spielerinnen sportlich weiterzuentwickeln. Die Qualität des Kaders ist auch gut", sagt Radek Lewicki. "Aber wir benötigen noch qualitativ starke Zugänge, um auch in der nächsten Saison im oberen Drittel mitspielen zu können." Der SV Werder, der mit einem 16er-Kader planen möchte, führt derzeit noch Gespräche mit mehreren höherklassig erfahrenen Spielerinnen - und, so Martin Lange: "wir sind zuversichtlich, dass sich in den nächsten Wochen personell noch was tun wird."

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