Regionalliga-Basketballerinnen Klassenerhalt ist das Ziel von 1860

In der kommenden Spielzeit der 2. Regionalliga Nord visieren die Basketball-Damen von Bremen 1860 das gleiche Ziel wie in der Vorsaison an: Klassenerhalt. Bewerkstelligen sollen dies ein neues Team – und ein neuer Trainer.
07.10.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von MAXIMILIAN KAMP

In der kommenden Spielzeit der 2. Regionalliga Nord visieren die Basketball-Damen von Bremen 1860 das gleiche Ziel wie in der Vorsaison an: Klassenerhalt. Bewerkstelligen sollen dies ein neues Team – und ein neuer Trainer.

Die Basketballerinnen von Bremen 1860 blicken vor dem Start am kommenden Wochenende auf eine ungewisse Spielzeit. Die Hälfte der Mannschaft ist neu, und auch auf der Position des Trainers gab es eine Veränderung. „Das wird ein Jahr, in dem wir einen Umbruch vollziehen wollen“, sagt der neue Trainer Marco Nording. Vier Abgänge, unter anderem die beste Spielerin Kim Dauber, führen dazu, „dass wir uns neu erfinden müssen“, so Nording weiter. Mehr als zuvor müsse die Verantwortung auf viele Schultern verteilt werden. „Auf gestandene Spielerinnen wie Souad Zeineddine und Stefanie Bargmann kommen besondere Aufgaben zu.“

Bargmann gehört zu dem Stamm der Mannschaft, der bereits vier Jahre zusammenspielt. Mit ihrer Erfahrung soll die 37 Jahre alte Aufbauspielerin das Team führen und den Neuen aus der Jugend und aus der zweiten Mannschaft die nötige Sicherheit geben. „Diese Aufgabe werden wir aber alle übernehmen müssen – nur als Team können wir funktionieren“, sagt Bargmann, „denn besonders das Fehlen von Kim Dauber stellt uns vor eine echte Hammeraufgabe.“

Kim Dauber hat aufgehört, weil sie mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen und weil sie dem Umbruch nicht im Wege stehen möchte. „Wenn sich die Jungen langfristig in den Vordergrund spielen wollen, möchte ich ihnen nicht die Spielzeiten blockieren“, sagt die Topspielerin der letzten Jahre. Stefanie Bargmann ist dennoch zuversichtlich, dass es dieses Jahr funktionieren wird: „Das Auftaktprogramm ist auf alle Fälle machbar. Wir wollen so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.“ Die Chance auf den Klassenerhalt erhöhte sich bereits vor dem ersten Spiel. MTSV Hohenwestedt zog sich aus der 2. Regionalliga zurück, wodurch nur noch eine der neun Mannschaften absteigen wird. Für 1860 komme das gerade recht, sagt Marco Nording.

Der ehemalige Headcoach, Jonathan Dauber, übergab den Stab an seinen Co-Trainer Marco Nording. Dauber führte seinerzeit die Mannschaft in die 2. Regionalliga, wird aber nun kürzertreten – doch nur bedingt. Da Nording in den kommenden Wochen berufsbedingt werktags ausfallen wird, ist es ihm nur möglich, das Team an den Wochenenden zu betreuen. Mit Blick auf die Ausfälle hatte1860 bisher Glück: „Wir hatten noch keine Verletzungsprobleme – und wir hoffen, dass das so bleibt“, sagt Nording. „In der 2. Regionalliga ist das Niveau sehr hoch – und wir haben nur einen kleinen Kader. Wir befinden uns in einer Phase, in der wir uns keine Verletzten leisten können.“

Vor dem ersten Spiel gegen die SG Harburg Baskets hinterließ 1860 im letzten Test vor der Saison einen positiven Eindruck. Das Team besiegte den Oldenburger TB mit über 20 Punkten Vorsprung. „Das muss zwar richtig eingeordnet werden, ist aber dennoch ein gutes Zeichen“, sagt Jonathan Dauber. Bei der Generalprobe deutete sich an, dass in dieser Saison die Fitness eine der Stärken von 1860 sein könnte. „In der Sommerpause haben wir gemeinsam an einem Spinning-Kurs teilgenommen, das zahlt sich jetzt aus“, sagt Marco Nording.

Der Kader von 1860: Stefanie Bargmann, Frauke Bretzger, Sina Ellberg, Jessica Goll, Sophie Kliemisch, Katharina Thielking, Souad Zeineddine, Janne Biermann, Neele Kuder.

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