Werders Handballerinnen Klassenkampf mit Ex-Klub

Werders Zweitliga-Handballerinnen müssen sich gegen Hannover-Burgdorf behaupten, um nicht weiter in Richtung Tabellenkeller zu rutschen. Aber nicht nur die Tabellenkonstellation verheißt Brisanz.
23.02.2018, 16:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Bremen. Von Montag bis Donnerstag waren sie gemeinsam beim U20-Nationalmannschaftslehrgang im brandenburgischen Kienbaum und haben sich auf die WM-Qualifikation (im März auf Island) vorbereitet. Ab der kommenden Spielzeit stehen Werders Linkshänderin Isabelle Dölle und die Noch-Buxtehuderin Katharina Meier gemeinsam beim Handball-Zweitligisten aus Bremen auf dem Platz. Damit hat der SV Werder Bremen die erste Weiche für die Zukunft gestellt.

Für gestellte Weichen in Richtung Klassenerhalt müssen die Grün-Weißen an diesem Sonnabend um 15 Uhr in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle gegen die HSG Hannover-Badenstedt sportlich sorgen. Die Niedersachsen sind brisanterweise der Ex-Klub von SVW-Coach Florian Marotzke sowie dessen Spielerinnen Isabelle Dölle, Pia Döpke und Marieke Heilmann. Außerdem steht die HSG nur zwei Punkte hinter Werder auf einem Abstiegsplatz, was der Begegnung zusätzlichen Reiz verleiht.

Die Gastgeberinnen wollen sich wiederum schleunigst aus der Abstiegszone entfernen, denn schon mit ein, zwei Siegen könnten sie sich im dicht gedrängten Tabellenbild flott wieder in Richtung obere Ränge hocharbeiten. Zwei Wochen später stellt sich mit dem BSV Sachsen Zwickau gleich der nächste Abstiegskandidat in der Werder-Halle vor. „Wir wollen unsere Niederlagenserie beenden“, gibt Werders Trainer Florian Marotzke den Takt vor, womit sich der Kreis wieder zu Katharina Meier schließt. Denn ihre 0:8 Punkte in Folge hatten die Bremerinnen vor allem deshalb kassiert, weil ihre halbrechte Torjägerin „Isi“ Dölle verletzt ausgefallen war. Das hatte der SVW trotz einer prächtig aufgelegten Halblinken Merle Heidergott nicht richtig kompensieren können.

In der kommenden Saison soll das anders werden, denn mit Katharina Meier vom Bundesligisten Buxtehuder SV holt der SV Werder seine vierte Linkshänderin ins Team. Die drei anderen sind aktuell Isabelle Dölle, Birthe Barger und Lena Janssens.
„Katha“ Meier spielt bei den Buxtehuder Frauen zwar auf der rechten Außenbahn, sie soll beim SVW aber – wie vorher beim BSV in der Bundesliga-A-Jugend – im rechten Rückraum eingesetzt werden. „Sie erlaubt uns im Rückraum eine höhere Variabilität“, sagt Florian Marotzke, der von der Zielstrebigkeit seines Neuzugangs überzeugt ist.

Die 19-Jährige (Abi-Note 1,0) ist ein Neuzugang mit Bremer Wurzeln. Sie hatte mit sieben Jahren zum ersten Mal nach der kleinen Lederkugel gegriffen und sich über den Hastedter TSV und den ATSV Habenhausen 2014 zum Buxtehuder SV orientiert, bei dem sie zweimal deutscher A-Jugendmeister (2016, 2017) wurde. In der aktuellen Saison gehört sie dem Buxtehuder Bundesliga-Frauenteam an, für das sie in fünf Spielen fünf Tore erzielt hat. Im Drittliga-Team des BSV, Spitzenreiter der Nordstaffel, konnte sie sich 25-mal in die Torschützenliste eintragen.

Katharina Meier unterschrieb beim aktuellen Zweitliga-Elften Werder Bremen einen Zweijahresvertrag bis Sommer 2020. „Mein Ziel ist es, mir hier viele Spielanteile zu erkämpfen und so meinen nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu machen“, sagt die Junioren-Nationalspielerin.

„Sie ist eine Spielerin aus unserer Region, die hervorragend zu unserer Philosophie passt“, erklärt Werders Koordinator Leistungssport, Patrice Giron, und kündigt an, die Kaderplanung weiter voranzutreiben. „Wir haben bereits viele gute Gespräche geführt und befinden uns auf einem guten Weg. Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Wochen weitere Details bekanntgeben können.“

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