2. Frauenfußball-Bundesliga

Königlicher Werder-Auftritt

Eingewechselte Stürmerin mit Dreierpack in 26 Minuten beim 3:2 in Bielefeld. Werder weiter ungeschlagen Erster
13.10.2019, 18:18
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Königlicher Werder-Auftritt
Von Mathias Sonnenberg
Königlicher Werder-Auftritt

Cindy König haut den Ball einfach mal aus 25 Metern drauf – und drin ist das Ding. Hier erzielt sie das 2:1 für Werder in Bielefeld.

Oliver Baumgart/Hansepixx

Alexander Kluge hat in dieser Saison als Trainer von Werders Frauen-Team schon ziemlich viel richtig gemacht. Ruckzuck hat er den Absteiger wieder auf Platz eins der zweiten Liga geführt, es geht schnurstraks Richtung Bundesliga. Meisterhaft aber war seine Entscheidung am Sonntag in Bielefeld, Cindy König einzuwechseln. 0:1 lag Werder zurück, als Kluge seine Stürmerin auf den Platz schickte. Und die brauchte dann gerade mal 26 Minuten, um drei Tore zu schießen und Werder mit dem 3:2-Sieg bei Arminia weiter an der Tabellenspitze zu halten.

Es spricht für die gebürtige Bremerhavenerin, dass sie nach dem Spiel lieber über die Mannschaft sprach und weniger über ihre Heldentat. „Am Ende haben wir gekämpft und waren auch der verdiente Sieger“, meinte die 26-Jährige und folgerte: „Ich denke, dass wir aus dem Spiel viel mitnehmen können.“ Richtig, zum Beispiel, dass Werder offenbar auch auf der Ersatzbank erstklassig besetzt ist. Denn es war definitiv Cindy König, die das Werder-Spiel drehte.

0:1 lag Werder zurück, Grünheid hatte Bielefeld in Führung geschossen (51.), bei Werder machte sich Unruhe breit. Also kam König nach 55 Minuten auf den Platz. Erst ein Lupfer zum 1:1 (63.), dann ein Traumtor aus 25 Metern zum 2:1 (71.). Bielefeld kam durch Grünheid zwar zum 2:2 (80.), Königs dritter Treffer aber folgte sogleich. Wieder traf sie aus 25 Metern (89.), ganze 26 Minuten brauchte sie für ihren Dreierpack. Recht trocken analysierte sie. „Wir haben gezeigt, dass wir auch nach einem Rückstand zurückkommen.“

19 Punkte aus sieben Spielen haben die Grün-Weißen bislang geholt, noch ist der Absteiger ungeschlagen. Aber so spannend wie jetzt in Bielefeld war es noch nie in dieser Saison. „Hinten raus war es ein Krimi mit dem glücklicheren Ende für uns", fand Trainer Kluge. Seine Mannschaft habe insgesamt ein ordentliches Spiel gemacht und nie den Glauben an den Sieg verloren. "Kluge: "Wir haben letztlich verdient gewonnen.“ War ja auch ein königlicher Auftritt, denn Werder in Bielefeld dank der Einwechslung von Cindy König hingelegt hatte.

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