Multikulturelles Fest soll African Football-Cup 2013 am Sonntag ein halbwegs würdiges Ende geben Kongo im Finale gegen Angola

Bremen. Mit einem sportlichen Mini-Programm, dafür aber einem großen Multi-Kulti-Abschlussfest soll der 9. African Football-Cup am Sonntag in der Pauliner Marsch doch noch zu einem würdigen Ende gebracht werden. "Es wird nur noch das Finale ab 16 Uhr zwischen Angola und der Republik Kongo ausgetragen. Das Spiel um Platz drei fällt aus", hat das Sportkomitee unter Chief Tala Awolola entschieden.
01.08.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus-peter Berg

Bremen. Mit einem sportlichen Mini-Programm, dafür aber einem großen Multi-Kulti-Abschlussfest soll der 9. African Football-Cup am Sonntag in der Pauliner Marsch doch noch zu einem würdigen Ende gebracht werden. "Es wird nur noch das Finale ab 16 Uhr zwischen Angola und der Republik Kongo ausgetragen. Das Spiel um Platz drei fällt aus", hat das Sportkomitee unter Chief Tala Awolola entschieden.

Seit elf Jahren richtet der Pan-Afrikanische Kulturverein in der Pauliner Marsch sein Sommerfest aus; zum neunten Mal standen Fußballspiele vieler afrikanischer Mannschaften auf dem Programm. Doch so viel Stress wie in diesem Jahr hatten die Veranstalter bisher noch nie. Zunächst gab es zwei abgebrannte Toilettenhäuschen, dann zwei Spielabbrüche, danach trat eine Mannschaft nicht an und als negativen Höhepunkt gab es zuletzt eine Spielblockade von Gambia vor dem Halbfinalspiel zwischen Angola und Togo.

Die Kicker sahen sich und nicht Togo als beste zweitplatzierte Mannschaft und wollten ihr angebliches Recht mit allen Mitteln durchsetzen. Negative Schlagzeilen waren programmiert. Eigentlich sollte die ausgefallene Halbfinalpartie am vergangenen Sonntag nachgeholt werden, doch Togo verzichtete und ließ Angola den Vortritt.

"Wir fanden diese Geste für einen Fair-Play-Preis würdig und werden das Team dafür auch am Abschlusstag auszeichnen", so Awolola. Eigentlich sei der Fußball unter den afrikanischen Mannschaften nicht das Allerwichtigste bei diesem Ereignis. "Vielmehr wollen wir dazu beitragen, dass die vielfältigen Kulturen unseres Kontinents sich besser verstehen. Viele Afrikaner, die in Bremen leben und sich hier auch heimisch fühlen, haben nicht das Geld, sich Urlaub während der Ferienzeiten zu erlauben. Sie sehen diese Veranstaltung als willkommene Gelegenheit sich mit ihren und anderen Familien zu treffen, Picknick zu machen und ein wenig zu feiern. Der Fußball ist nur ein Beiwerk – zwar wichtig, weil er von allen gern gesehen wird, aber nicht unbedingt notwendig", unterstreicht Awolola.

In diesem Jahr haben jedoch einige Teams den Konkurrenzgedanken wohl übertrieben, was eigentlich gar nicht Hauptanliegen dieser Veranstaltung ist. Das erklärt zwar die teilweise harte Gangart, rechtfertigt sie aber nicht. "Dafür ist es für uns umso wichtiger, unser Fest am vierten August, dem letzten Ferienwochenende, zu einem harmonischen Abschluss zu bringen", ist Awolola überzeugt, dass dieses Vorhaben auch gelingen wird.

Jugendliche, die am Mandela Cup teilnehmen möchten, können sich noch beim Landessportbund (Telefon 7928732) oder beim Pan-Afrikanischen Kulturverein (701826) melden. Auch am Veranstaltungstag ist das ab zehn Uhr noch möglich. Der LSB ist am Abschlusstag überhaupt sehr aktiv mit dabei. "Das Spielmobil wird aufgebaut und wir planen außerdem viele weitere Mitmach-Aktionen für Jung und Alt", berichtet Astrid Touray von der LSB-Integrationsabteilung. Natürlich ist auch ausreichend für Essen und Trinken gesorgt. "Und wir würden uns freuen, wenn auch viele weitere Besucher zu uns kommen und einfach mitfeiern. Es wäre schön, und es ist auch Sinn und Zweck, damit Berührungsängste abzubauen. Der Eintritt ist bei uns natürlich frei", lädt Tala Awolola alle auf die Anlage von Union 60 in die Pauliner Marsch ein.

Kongo im Finale gegen Angola

Multikulturelles Fest soll African Football-Cup 2013 am Sonntag ein halbwegs würdiges Ende geben

Das Abschluss-Programm

10 Uhr: Platzeröffnung und Möglichkeit zur Meldung für den Mandela-Cup

11 Uhr: Spiele der Jugendmannschaften

13.30 Uhr: Young Dance Group von BremBox

13 Uhr: Interview mit Jochen Kriesten vom AFZ (Arbeits-Förder Zentrum Bremen)

14 Uhr: Siegerehrung Mandela Cup

14.30 Uhr: Kenneth Eze im Interview über das "Haus des Friedens"

14.40 Uhr: Ebenezer mit Band

15.10 Uhr: Oliver Quast präsentiert, "red girl"

15.20 Uhr Traditioneller Tanz und Gesang aus Nigeria vom Zion Choir, New Covenant Church Bremen

15.50 Uhr: Beginn des Finales mit den Nationalhymnen

16 Uhr: Finalspiel Republik Kongo - Angola

16.45 Uhr: Halbzeitpause und Gospel Chor: Christian Church Outreach Mission (CCOM BREMEN)

17.45 Uhr: Ebenezer und Band

18.15 Uhr: Elombo Bolayela im Interview mit Dr. Carsten Sieling

18.20 Uhr: Siegerehrung

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